Preview : Schon jetzt an morgen denken: DEICHKIND auf Tour 2015!

Geschätzte Lesezeit: 4 Minute(n)

Die Deichkinder kommen zurĂŒck! Die Hamburger Hip-Hop- und Electropunk-Formation hat vor kurzem neue Termine fĂŒr April und Mai 2015 bekannt gegeben. Der exklusive Presale ĂŒber eventim.de lĂ€uft bereits und ab dem 28.07.2014 sind die Karten dann ĂŒberall erhĂ€ltlich. Wer mal wieder eine Runde gepflegt ausrasten, einen Abend lang einfach die Welt um sich herum vergessen und eine leider geile Party haben möchte, sollte sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Die Karten gibt es fĂŒr knapp unter 40€.

Termine Deichkind 2015:
08.04.2015 Lingen – EmslandArena
09.04.2015 MĂŒnster – Halle MĂŒnsterland

10.04.2015 DĂŒsseldorf – Mitsubishi Electric Halle
11.04.2015 Dortmund – Westfalenhalle
14.04.2015 Hannover – Swiss Life Hall
16.04.2015 Neu-Ulm – Ratiopharm Arena
21.04.2015 Augsburg – Kongress Park
26.04.2015 MĂŒnchen – Zenith
28.04.2015 Berlin – Max-Schmeling-Halle
29.04.2015 Flensburg – FlensArena
30.04.2015 Aurich – Sparkassen Arena
01.05.2015 Hamburg – O2 World


Und weil’s so schön ist hier der offizielle Pressetext:

Diese Bandwerbetexte sind das Grauen!


Ich glaube, dass sich die Wenigsten eine Karte fĂŒr eine Band kaufen, nur weil sie diesen Text hier lesen.


Habt ihr schon mal „Die feinen Unterschiede“ von Pierre Bourdieu gelesen?
Wo willst du eigentlich hin? Na ja, diesen Text hat bestimmt jemand geschrieben, der schon zur Oberschicht gehört.
Aber nicht jeder will nach oben!
Und auch sie sollen sich frei entscheiden dĂŒrfen, ob sie diese Musikgruppe lieber mit Tomaten bewerfen möchten (oder ob sich diese MĂŒhe ĂŒberhaupt lohnt).
And now something completely different:
Suchten bislang Deichkinds selbstgebastelte Shows verzweifelt ihresgleichen, und war die Musik vollkommen unabhĂ€ngig von Trends, Mode und Zeitgeist, so in etwa wie Butterbrot mit Salz, und daher schon Jahre vor Ihrer Zeit Avantgarde, kann der kulturelle Abstand zum Mainstream nunmehr nur noch in Lichtjahren gemessen werden. BÄM!!!
Ich, der Autor dieser vor Ehrfurcht nahezu starren Zeilen und staunender Beobachter dieses außerweltlichen PhĂ€nomens, durfte die letzten Monate eine hochspezialisierte Truppe bei ihrer PrĂ€zisionsarbeit in ihren diversen ProduktionsstĂ€tten begleiten. So bekam ich zumindest eine Ahnung davon, unter welchen Bedingungen die Kunst von Deichkind und wohl auch Kunst im Allgemeinen entstehen kann, meiner Meinung nach auch entstehen sollte.


Hier an dieser Stelle muss noch mal was Peppiges rein!
Die Entwicklungsteams fĂŒr Musik und Show arbeiten auf einem solch erdabgehobenem Niveau, welches nur noch als buntes, gleißendes Lichtertreiben, einem genialischen Polarlicht gleich, am ansonsten dunklen Kulturhimmel erscheinen kann.
Meine Texte sind von dieser Kritik natĂŒrlich ausgenommen. (Ich bin ĂŒbrigens sehr gut aussehend.)


WĂ€hrend das Musikteam von Deichkind in luftreinen Höhen der chilenischen Anden auf ingeniöse Weise Panflöte und Punk, Gitarre und Gabba, Drumbeats und Dosenbier zu bis dato unerhörten KlĂ€ngen verschmilzt, wird in einem Höhlenlabyrinth, mehrere Kilometer tief unter dem Jinping-Staudamm, fernab jeder kosmischen Hintergrundstrahlung, von einer Hundertschaft höchstbegabter Bastler eine BĂŒhnenshow kreiert, welche der Beantwortung der Frage nach der Existenz einer Weltformel nĂ€her gekommen ist, als alle halbherzigen Experimente ein paar ideenloser NobelpreistrĂ€ger im Genfer CERN-Forschungskomplex zusammen genommen.


Sind sie schon eingeschlafen? Geht noch weiter. Vielleicht noch was mit Hilfeschrei ausm Schnapslabyrinth?
Mittlerweile sind die im kollektiven GedĂ€chtnis fest verankerten Deichkind-Symbole „Pyramide“, „MĂŒllsack“, „LED“, „Zitze“ und „Fass“ die semiotischen Eckpfeiler eines kulturellen Kosmos, welcher allen narzisstischen Individualisierungstendenzen aufs Angenehmste Einhalt gebietet. Zeitgleich spannt der Text einen intellektuellen Horizont auf, der der verĂ€ngstigten Generation Y gĂŒtig ĂŒbers GemĂŒt gelegt werden kann, wie eine herzenswarme Decke. Busen. Äußerst sublim werden dann noch durch die auf feinstoffliche Schwingungen perfekt abgestimmte Musik ansonsten nahezu sinnfreie Zellhaufen mit der allwissenden Weltenseele synchronisiert, so dass sie ein GefĂŒhl zu erleben, auch wenn von Milliarden durch Werbung versprochen und von den Staaten erlassen gesucht, nur die wenigsten der AuserwĂ€hlten können den inneren erreicht werden: Frieden.


Kleiner Tipp am Rande: Sie können sich auch das Lesen sparen und direkt das Ticket kaufen!
Wo also Physik an ihre Grenzen stĂ¶ĂŸt und Psychologie im Dunklen tappt, wo Kunst nur raten kann und Religion zu stottern beginnt, hat Deichkind eine Antwort auf unsere Fragen gefunden, welche prĂ€zise und einfach, ernĂŒchternd und erhellend ist, die uns staunend macht wie es sonst nur Kindern vorbehalten ist und die einen heilsamen GefĂŒhlsstrom aus gĂŒtiger GlĂŒckseligkeit und tiefster Trauer, wirren Psychosen und transpersonalen Halluzinationen, unbĂ€ndigem Vertrauen und alles verschlingenden Ängsten entstehen lĂ€sst, welcher den stechenden Schmerz der unendlichen Einsamkeit im grausam zufĂ€llig Hinein-Geworfen-Sein in unsere Existenz von unseren aufs Äußerste geschundenen Seelen wĂ€scht.
Englische Übersetzung des letzten Satzabschnittes: irrepressible confidence and all-consuming fears that the stabbing pain of the infinite loneliness in cruel random Hineingeworfensein in our existence of our utmost tortured souls washes.


Niveau Weshalb Warum ?!
Level Why Why ?!
Google Translator kann Deichkind nicht ĂŒbersetzen.


So können Sie dieses Ticket erwerben schnell (sehr schnell)!

 Deichkind 2015

Mehr von Markus HillgÀrtner

Fotos: ROGER WATERS

ROGER WATERS – Köln, Lanxess Arena (11.06.2018) Ähnliche BeitrĂ€ge
Weiterlesen