THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW – Oberhausen, König-Pilsener Arena (21.03.2014)

THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW - Oberhausen, König-Pilsener Arena (21.03.2014)
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Am Freitag den 21.03.2014 gastierte die Pink Floyd Coverband The Australian Pink Floyd Show auf ihrer Set The Controls Tour in der Oberhausener König-Pilsener Arena. Ohne Vorband, aber mit fast 20 Songs im Gepäck erwartete die Besucher ein gemütlicher Abend voller visueller und akustischer Eindrücke.

THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW - Oberhausen, König-Pilsener Arena (21.03.2014)The Australian Pink Floyd Show ist ein Phänomen für sich, denn üblicherweise finden Coverbands keine bis wenig Beachtung unter hartgesottenen Musikfans. „Nur ein billiger Abklatsch des Originals“, „einfallsloses Kopieren legendärer Songs“ oder ähnliches hört und liest man oft über Coverbands und doch hat es The Australian Pink Floyd Show geschafft sich in die Herzen und Ohren von Fans auf der ganzen Welt zu spielen. Mit bisher mehr als drei Millionen verkauften Tickets für Konzerte in 35 Ländern der Erde hat es die Band weiter gebracht als der größte Teil der Bands mit eigenen Songs. Da drängt sich einem die Frage auf, was die Australier machen um als würdiger Pink Floyd Ersatz zu gelten und nicht als billige Kopie wie die Hundertschaften unbekannterer Pink Floyd Cover Bands die es sonst noch gibt. Das Konzert in Oberhausen sollte das Geheimnis für mich lüften.

Die König-Pilsener Arena war gut gefüllt und komplett bestuhlt, damit die Zuschauer, die erwartungsgemäß meist älteren Semesters waren, das Konzert in aller Ruhe genießen konnten. Schon bevor es los ging konnte die Bühne bewundert werden. Insbesondere der runde Bildschirm in der Bühnenmitte, der von 16 Moving Heads eingerahmt wurde, fiel ins Auge. Während des Konzertes wurden dort zahlreiche zu den Songs passende Videoeinspieler gezeigt und die Lampen zeichneten dazu schöne Muster in die Arena. Abgerundet wurde die Lichtshow durch sporadischen Einsatz von Lasern um noch einmal gezielt Akzente zusetzen. Hervorzuheben ist dazu der Song Time, wo die Laserstrahlen in Metronommanier den Ton des Schlagzeugs untermalten. Großartig!

Bei der Australian Pink Floyd Show zählt mehr das Gesamtkonzept als der einzelne Musiker und das sieht man der Show auch an. Die meiste Zeit ist es auf der Bühne relativ dunkel und der Fokus liegt auf den Videoeinspielern und dem sich ständig der Musik anpassenden Licht. Nur für vereinzelte Passagen wurden die aktuellen Hauptakteure durch besonderes Anstrahlen aus dem Hintergrund geholt. Dementsprechend unscheinbar traten die Musiker auch auf: Keine extravaganten Kostüme, kein Rumgerenne oder Rumgepose und keine Ansagen. Die Musik zählt und auf dem Gebiet macht der Truppe so schnell niemand etwas vor, denn die Australier sind Meister ihres Fachs.

Die Songauswahl beinhaltete viele Klassiker der Musikgeschichte und dürfte für jeden Anwesenden etwas bereitgehalten haben. Obwohl jeder seine eigenen Lieblingssongs hat, THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW - Oberhausen, König-Pilsener Arena (21.03.2014)war für viele wohl Another Brick In The Wall (Part 2)“ kurz vor der Pause eines der Highlights des Abends. Als Tüpfelchen auf dem i erschien eine riesige aufblasbare Puppe in Lehrergestalt was an die Puppen erinnerte die auch in den Shows von Pink Floyd Verwendung fanden.

Obwohl ich das Original noch nie live erleben durfte, hatte ich nach dem Konzert der Australier das Gefühl ein richtiges Pink Floyd Konzert besucht zu haben. Detailverliebtheit gepaart mit grandiosen Musikern ließen den Abend zu einem wiederholungswürdigen Erlebnis werden.

Setlist The Australian Pink Floyd Show:
01. Shine On You Crazy Diamond (Parts I-V)
02. Welcome To The Machine
03. What Do You Want from Me
04. Coming Back To Life
05. Time
06. Breathe (Reprise)
07. The Great Gig In the Sky
08. Us And Them
09. The Happiest Days Of Our Lives
10. Another Brick In The Wall (Part 2)
— Pause —
11. Pigs (Three Different Ones)
12. Set The Controls For The Heart Of The Sun
13. Young Lust
14. High Hopes
15. Hey You
16. Wish You Were Here
17. One Of These Days
18. Comfortably Numb
19. Run Like Hell (Z)

Fotos: Markus Hillgärtner

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