ROME – Mülheim an der Ruhr, TIC (28.03.2014)

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Willkommen, willkommen – hereinspaziert in das TIS, dem ‚Inner Circle‘ hier in Mülheim. Treten sie ein in unseren geräumigen und in blutrotem Licht gepackten Club, welcher komplett im Gothic-Look gestaltet wurde. Heute bieten wir ihnen einen akustischen Abend mit Jerome Reuter, seines Zeichens Mastermind der in Luxemburg beheimateten Band ROME. Neben dem Maestro selbst werden gute zehn Dutzend Besucher erwartet. Wie bei einem Konzert von einem Mitglieds einer Neo-Folk Band erwartet, werden unter den überwiegend in schwarz gehüllten Gästen nicht wenige in militärischer Kleiderordnung anzutreffen sein. Ansonsten wird man viele bekannte Gesichter aus dem einstigen Kult-Club ‚Zwischenfall‘ wiedersehen, welcher leider vor wenigen Jahren durch Brand der Existenz beraubt wurde. Er steht nichtsdestotrotz an diesem Abend als Veranstalter auf dem Programm. Apropos Programm: Monsieur Reuter wird am Abend gute siebzig Minuten durch das Schaffenswerk von ROME reisen und die Songs lediglich mit seiner Halb-Akustik-Gitarre begleiten. Hierzu wurde eine kleine Bühne in dem Club gebaut und darauf ein Tisch, ein Stuhl, ein Mikrofon und ein Verstärker samt einiger Lautsprecher platziert. Wenn der Sänger diese dann erobert und sein Whiskey-Glas auf dem Tisch gestellt hat, darf das Publikum bekannten Liedern wie L’Assassin oder To Die Among Strangers lauschen. Doch Monsieur Reuter nutzt solche Events gerne mal, um Songs vorzutragen, die keine Sau kennt, wie er es beschreiben würde. Er wird also auch Lieder des bald erscheinenden Albums darbieten, wie zum Beispiel das aufbauschende One Fire oder Fairwell To Europe, wo der Musikant auch mal pfeifend aktiv wird. Diesbezüglich wird der Solokünstler bestimmt einiges wörtlich erläutern. Es kann auch mal ruppiger in die Saiten gehauen werden, wie bei dem Song The Beast Pain oder Monsieur Reuter wird den Takt bei Little Rebel Mine mit dem Fuß stampfen. Ansonsten ist der Abend zum andächtigen Zuhören der charismatischen Stimme des Sängers beim Vortragen der tiefgründigen Texte vorgesehen, was Fans der Band ROME mit Sicherheit zu schätzen wissen. Die angedachte Spielzeit beinhaltet natürlich auch eine gut bestückte Zugabe, welche nach einer sehr kurzen Unterbrechung folgen wird; die Zuschauer werden nicht allzuviel Zeit für Zugabe-Rufe erhalten. Das Ende wird dann mit dem feinen Lied Swords To Rust – Hearts To Dust sowie dem ausgeleerten Whiskey-Glas eintreffen und die angereiste Menge in Schwarz mit Sicherheit befriedigen. Ein besinnlicher Abend dürfte also eingeplant werden … wenn dieser nicht schon längst vorbei wäre!

Setlist Rome:

01. The Slaver

02. Still Well

03. The Beast Pain

04. To Die Among Strangers

05. Les Iles Noires

06. Alford (?)

07. One Fire

08. Seeds Of Liberation

09. Fairwell To Europe

10. L‘ Assassin

11. The Spanish Drummer

12. Little Rebel Mine

13. Rough Magic

14. In Cruel Fire

15. A Pact Of Blood

16. Das Feuerordal (Z)

17. The Merchant Fleet (Z)

18. Querkraft (Z)

19. Reversion (Z)

20. Swords To Rust – Hearts To Dust

Fotos: Daniel Beiderwieden

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