DIE HAPPY & PARKA – Köln, Live Music Hall (26.03.2014)

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Mit Ihrem neuen Album Everlove im GepĂ€ck und nach einer fĂŒr Die Happy-VerhĂ€ltnisse sehr langen Tourpause traten sie am 26. MĂ€rz in der Kölner Live Music Hall auf. Der wahrscheinliche Hauptgrund fĂŒr die Tourabstinenz verriet – die Frontfrau – Marta im Laufe des Konzertes, hierzu aber spĂ€ter mehr.

Zuerst aber durfte sich -nach der Ansage durch Die Happy Gitarrist Thorsten Mewes- die Formation Parka musikalisch dem noch nicht vollstĂ€ndig anwesenden Publikum vorstellen. Die dreiköpfige Band Parka, die sich wĂ€hrend des Studiums an der Musikhochschule Hamburg kennengelernt hat und 2006 grĂŒndete, war bereits 2011 mit Die Happy auf Tour. Die Musik und die Texte stammen hauptsĂ€chlich von ihrem SĂ€nger und Gitarristen Martin „Fly“ Fliegenschmidt. Neben ihm stehen noch Bass und Schlagzeug auf der BĂŒhne. Sie legten mit ihrem Lied Eins los, ihr Stil ist irgendwo textlich zwischen Revolverheld und Madsen, musikalisch versuchen sie eher eine hĂ€rtere Gangart anzuschlagen. Ähnlich wie die angesprochenen Bands sprechen sie eher ein weibliches Publikum an. Ihre lange BĂŒhnenerfahrung und das dankbare Kölner Publikum machen es ihnen leicht, schnell Stimmung in die Halle zu bringen.
Sehr sympathisch sagen sie jedes Lied an und erzĂ€hlen hierzu eine kleine Geschichte. Zu Raus machen sie Werbung fĂŒr ihre Crowdfunding Kampagne fĂŒr ihr nĂ€chstes Album, hier kann jeder gegen Spende auf pledge.de ein Teil des neuen Albums werden. Zum Titel Auf die guten Zeiten bewerben sie ihren gleichnamigen Schnaps mit dem sich hervorragend auf dieselben anstoßen lĂ€sst. Von Marketing verstehen die Jungs was.
Nach 45 Minuten und Ich kann nicht tanzen verabschieden sie sich vom zufriedenen -jetzt vollzĂ€hlig angetretenen- Publikum und machen die BĂŒhne frei fĂŒr Die Happy.

Setlist Parka:
01. Eins
02. Radar & Echolot
03. Kaputt
04. Raus
05. Samurai
06. Auf die guten Zeiten
07. Ich kann nicht tanzen

Energiegeladen enterten sie die BĂŒhne und legen mit Hypnotize und Unlimited Love direkt mit zwei Songs aus Ihrem neuen Album Everlove los. Gleich bei der BegrĂŒĂŸung nimmt Marta aber Ihren Fans die „Angst“ sie wĂŒrden nur neue Songs spielen und es geht weiter mit Not that kind of girl.
Die Happy Konzerte scheinen fĂŒr alle Beteiligten etwas Vertrautes zu sein, etwas wie nach Hause zu kommen. Genau diese Stimmung vermitteln die bestens gelaunten vier Musiker. Vor Ihrem „Reiselied“ Easy come easy go geht Marta heute das erste Mal zu ihrem zum „Babyphone“ umfunktionierten Smartphone. Marta die seit August Mutter einer Tochter ist, erzĂ€hlt wie stolz sie ist und froh ihre Tochter sicher im Hotelzimmer bei ihrer besten Freundin zu wissen.

Weiter geht es mit neuen und alten Sachen, aber im Vordergrund stehen natĂŒrlich nicht die alten Sachen sondern Songs wie Winner at war oder Time is a healer welches Marta als Ihr Lieblingslied der Platte verkauft.
Zum Song Hang on wird nun das bereitstehende Keyboard genutzt, an dieses setzt sich Schlagzeuger JĂŒrgen Stiehler. Sie spielen diesen Song in einer Akustik-Version und kĂŒndigen ihre Akustik-Tournee im Herbst an, die sie im Oktober in die Kulturkirche nach Köln fĂŒhren wird.

Die Band spielt sich weiter zwischen neuen und alten Songs durch ein kraftvolles Set. „Plötzlich“ bekommt Marta einen Zettel hereingereicht und sie „unterbricht“ die Show weil jemand seine Geldbörse verloren hat. Sie fordert ihn auf auf die BĂŒhne zu kommen, damit er sich dafĂŒr entschuldigen kann, dass er die Show gestört hat. Auf der BĂŒhne entschuldigt er sich natĂŒrlich brav, um gleich danach den wahren Grund zu verraten: Er bittet seine Freundin auf die BĂŒhne und macht ihr einen Heiratsantrag. NatĂŒrlich sagt sie ja, nachdem er mit einem Ring in der Hand vor ihr kniete. Die frischgebackene Braut, die es immer noch nicht fassen kann, was in den letzten Minuten passiert ist, wird von Marta und der gesamten Band geherzt. GlĂŒcklich verlassen sie die BĂŒhne.

Bevor es weiterging schaute Marta nochmals auf ihr „Babyphone“ und zeigt ganz stolz das Bild ihrer Tochter auf der RĂŒckseite ihres Telefons. Sie spielen I could Die Happy vom aktuellen Album bei dem sie auch wieder an ihre Tochter denken muss. Diese Tour scheint fĂŒr sie ein einziges abfeiern auf ihr Kind zu sein. Es ist wirklich schön anzusehen. Love to hate you und das (positiv) unvermeidliche Goodbye beschließen nach 1:45h das regulĂ€re Set. Die Band macht noch ein Foto von sich und dem Publikum und verabschiedet sich von der BĂŒhne.

Nach einer kurzen Zeit des Jubel genießens hinter der BĂŒhne, kommt Marta nur mit ihrem Bassisten (Ralph Rieker) zurĂŒck. Ralph setzt sich ans Keyboard, denn jeder musste mindestens ein StĂŒck am Keyboard fĂŒr die Akustik-Tour lernen. Sie spielen den sehr traurigen Abschlusssong Empty des neuen Albums. WĂ€hrend des Songs kommt auch die restliche Band dazu und Ralph greift sich wieder „sein“ Instrument. Nur noch der Albumtitelsong und der obligatorische Die Happy Rausschmeißer Song Supersonic Speed bleiben ĂŒbrig, bevor das wunderbare Konzert zu Ende ist. Die Menge verabschiedet sich, die Band verabschiedet sich… Marta darf wieder zu ihrer Kleinen und den Zuschauern ist klar, gerade gute alte Freunde getroffen zu haben.

Setlist Die Happy:
01. Hypnotized
02. Unlimited Love
03. Not that kind of girl
04. Easy come, easy go
05. Time is a healer
06. Winner at war
07. „Tell me why“
08. Big Boy
09. Hang on (Accoustic)
10. „Easy“
11. Rebel in you
12. „You know me“
13. „Slowly“
14. I could Die Happy
15. Love to hate you
16. Goodbye
17. Empty (Z)
18. Everlove (Z)
19. Supersonic Speed (Z)

Die Happy:

Parka:

Fotos: André Techert

Geschrieben von
Mehr von Markus Plettau

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