THE BOSSHOSS – Oberhausen, König-Pilsener-Arena (31.10.2013)

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YeeHaw und auf! Anstatt sich die Schminke ins Gesicht zu schmieren und wie viele andere durch die Gegend zu ziehen, SĂŒĂŸes zu ergaunern oder Saures zu verteilen, sattele ich mein Pferchen und reite nach Oberhausen in die Arena. Dort wollen die Cowboys aus Berlin ein bisschen den Duft der weiten PrĂ€rie verbreiten. Und dies soll Ihnen auch gelingen.

Bis kurz nach Neun zeigt ein riesiger Vorhang vor der BĂŒhne, das es sich um die Flames of Fame Tour der Band The BossHoss handelt, deren bekanntesten Gesichter, Alec „Boss Burns“ Völkel und Sascha „Hoss Power“ Vollmer, mittlerweile fast jeder kennen dĂŒrfte, der zumindest ab und an mal den TV einschaltet. Ein Blick ins Publikum bestĂ€tigt diese Annahme. Eine sehr wilde Mischung durch jede Gesellschaftsschicht und Altersgruppe. Lederhosen, T-Shirts mit „YeeHaw“ Aufdruck und sehr viele CowboyhĂŒte sind ĂŒberall zu sehen.

Das aber auch der Rest der Combo zu begeistern vermag wird klar nachdem der Vorhang fÀllt und das Publikum mit God love Cowboys ganz klar auf das eingestimmt wird was folgt.
Sehr viel PrĂ€senz zeigt die gesamte Band inklusive dreier BlĂ€ser auf einer T-förmigen BĂŒhne die durch hervorragendes Licht und einen riesigen Banner im Hintergrund glĂ€nzt. Dass der Zugang zum Publikum nicht nur fĂŒr gelegentliche AusflĂŒge Einzelner gedacht ist wird klar, als die gesamte Truppe bei What if nach vorne kommt und auch I Say A Little Prayer und My Personal Song, in einer akustischen Version, zum Besten gibt. Sonst sieht man auf der BĂŒhne eine Band die sehr gut aufeinander abgestimmt ist und immer in Bewegung scheint. Und sei es nur das ekstatische Zappeln von Boss Power auf dem Barhocker.

Gelegentliche AusflĂŒge in den Entertainment-Sektor lassen bei mir unweigerlich Erinnerungen an Konzerte einer anderen Band aus Berlin aus dem medizinischen Bereich hoch kommen, die auch gerne was erzĂ€hlen und zum Mitmachen auffordern. Was aber dem Spaßfaktor nicht schadet. Es wird ĂŒberall gelacht, die HĂŒfte geschwungen und lauthals mitgesungen.
Zum abschließenden Word up gibt es dann auch noch ein experimentelles Trommeln mit Zuschauerbeteiligung, was den ersten Reihen sicher nicht nur in Erinnerung, sondern auch noch in den Klamotten bleiben wird.

Alles in Allem ein sehr stimmiges Konzert das, trotz der großen Halle, noch zu begeistern vermochte und viele glĂŒckliche Gesichter zurĂŒckgelassen hat.

Setlist The BossHoss:
01. God love Cowboys
02. Bullpower
03. Eager Beaver
04. I keep on dancing
05. Do it
06. Polk Salad Annie
07. Little bit more
08. What if
09. I say a little Prayer
10. My personal Song
11. Stallion Battalion
12. Backdoor Man
13. Sex on Legs
14. Rodeo Radio
15. Don’t gimme that
16. Hey ya
17. Good by Mary
18. What ever
19. Word up

Autor & Fotos: Frank GĂŒthoff

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