SUEDE & TELEMAN – K├Âln, E-Werk (21.11.2013)

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Die Band Teleman ist bisher noch nicht sehr bekannt. Sie besteht aus den beiden Br├╝dern Thomas Sanders (Gesang, Gitarre) und Jonny Sanders (Synthesizer), sowie Pete Cattermoul (Bass) und Hiro Amamiya (Schlagzeug). Ihre Musik klingt sehr vertr├Ąumt und ruhig. Sanders beschreibt sein Schreiben f├╝r die Band als ÔÇ×metronomischÔÇť und ÔÇ×repetitivÔÇť. Ihr Auftritt stellt einen angenehmen Start in den Abend dar und ihre Musik wird auch von den Zuschauern positiv aufgenommen, auch wenn man sagen muss, dass das alles auf die Dauer etwas sehr s├╝├člich klingt und wir nach einer Weile Lust auf etwas flottere Songs bekommen.

S├Ąnger Brett Anderson kommt nach einem kurzen Intro auf die B├╝hne. Mit seinem Mikrofon wirbelnd, werden er und seine Band vom Publikum willkommen gehei├čen. Sein Aussehen hat sich im Laufe der Zeit nur wenig ver├Ąndert, auch wenn sicher die eine oder andere Falte altersbedingt hinzugekommen ist. Trotzdem wirkt er noch immer jung und er├Âffnet das heutige Set voller Energie und Enthusiasmus. Faultlines ist der letzte Track des aktuellen Albums Bloodsport, das Anfang dieses Jahres erschien. Insgesamt werden wir heute aus diesem Werk f├╝nf Songs zu h├Âren bekommen. Brett wei├č genau, wie er seine Fans gl├╝cklich machen kann und n├Ąhert sich ihnen regelm├Ą├čig. W├Ąhrend er CanÔÇÖt Get Enough singt, spaziert er durch den B├╝hengraben, sehr zur Freude der Fans, die ihn dabei kurz anfassen k├Ânnen. Es folgt ein Moment der Ruhe, als er es sich auf einer Monitorbox bequem macht und Sometimes I feel I’ll float away singt. Da geht es ihm wohl ├Ąhnlich wie den Zuschauern, die gemeinsam mit Brett Tagtr├Ąumen und jedes Wort dieses Textes absorbieren. Es folgen einige ruhigere Songs im Set und Brett gelingt es sogar einen Teil von What Are You Not Telling Me ohne Mikrofon zu singen. W├Ąhrend seine unverst├Ąrkte Stimme durch den Saal hallt, sind die Zuschauer ganz besonders still. Was f├╝r eine kraftvolle Stimme, die dieses in einer gro├čen Halle wie dem E-Werk vollbringt! Danach nimmt das Set auch vom Bekanntheitsgrad her immer weiter Fahrt auf, denn es folgen nun einige der gro├čen Hits rasch nacheinander. Vielen Zuschauern gelingt es sogar den S├Ąnger zu ber├╝hren oder ein schnelles Foto zu machen, w├Ąhrend er zwischen dem Publikum performt. Brett nimmt sich daf├╝r auch gen├╝gend Zeit, h├Ątte er dies vor 20 Jahren getan, er w├Ąre aus dem ÔÇ×KampfÔÇť wohl nicht unversehrt zur├╝ckgekehrt.

Jetzt, gegen Ende ihrer Tour, werden Suede ihrer normalen Versionen langsam ein wenig ├╝berdr├╝ssig und so erklingt der eine oder andere Hit in leicht abgewandelter Form. Picnic by the motorway ist ein Song, den sie selten live spielen. Nur mit Klavier und Akustikgitarre begleitet, spielen sie diese spezielle Version an diesem besonderen Abend. Es folgen noch einige weitere Hits wie So Young, Metal Mickey oder Beautiful Ones sowie zwei Zugaben und als die Halle so richtig tobt, ist leider nach gut 1,5 Stunden Schluss. Es war ein toller, nein, ein fantastischer Abend und viele Songs wurden begeistert von der Masse mitgesungen. In den fr├╝heren Neunziger Jahren regierte allein der Britpop, doch Suede haben diese Zeit ├Ąu├čerlich und musikalisch hervorragend ├╝berstanden, was sie mit diesem Abend wieder einmal vortrefflich unter Beweis stellten.

Setlist Suede:
01. Faultlines

02. Snowblind
03. It Starts and Ends With You
04. Trash
05. Animal Nitrate
06. Can’t Get Enough
07. Sometimes I Feel I’ll Float Away
08. What Are You Not Telling Me?
09. The Drowners
10. Filmstar
11. Everything Will Flow
12. The 2 of Us
13. Indian Strings
14. Picnic by the Motorway
15. For the Strangers
16. So Young
17. Metal Mickey
18. Beautiful Ones
19. She’s in Fashion (Z)
20. New Generation (Z)

Suede:

Teleman:

Autorin: Monique Rijksen
Fotos: Roger op den Camp

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