GOTHIC MEETS KLASSIK 2013 Tag 1 – Leipzig, Haus Auensee (26.10.2013)

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Nach dem erfolgreichen Gothic Meets Klassik Einstand mit VNV Nation, Blutengel und anderen im letzten Jahr stand sehr schnell fest, dass es in diesem Jahr eine Fortsetzung geben wĂŒrde. Und man wartete auch gleich mit einer Nachricht auf, die fĂŒr Aufsehen sorgte, denn niemand anderes als Combichrist sollten einer der Headliner des Gothic Meets Klassik 2013 werden und den Sound der Band um Andy LaPlegua konnten sich viele nur schwerlich im klassischen Gewand vorstellen. Nach und nach folgten weitere BandbestĂ€tigungen und so setzt sich das Line-up des GMT 2013 schlussendlich wie folgt zusammen: Am Eröffnungstag stehen Subway To Sally, Combichrist, Oomph!, Funker Vogt und Lord Of The Lost im Haus Auensee mit „regulĂ€ren“ Gigs auf dem Plan, wĂ€hrend Subway To Sally, Combichrist und Lord Of The Lost im klassischen Gewand den zweiten Tag im ehrwĂŒrdigen Gewandhaus unter Begleitung des dortigen Philharmonieorchesters bestreiten.


Samstag, den 26.10.2013:

Das Haus Auensee wurde erst kĂŒrzlich saniert und erstrahlt nun in neuem Glanz. Ein traumhafter Bau und damit zugleich die perfekte Location fĂŒr das heutige Event, auch wenn er zu Beginn nur gut halb gefĂŒllt ist, doch nach und nach strömen immer mehr Leute ins Innere und so ist die Stimmung schon bei den Openern Lord Of The Lost [GALLERY] bestens. Chris Harms und seine Mannen haben ihr Publikum schnell im Griff und lassen sich ordentlich feiern. Highlight ist natĂŒrlich wieder einmal Sex On Legs bei dem Chris ganz nah an seine Fans herantritt und sich ĂŒber die Balustrade zu ihnen herĂŒberlehnt. Ein mit gut 30 Minuten recht kurzer, aber guter Auftakt in den Abend.


Setlist Lord Of The Lost:

01. Intro ‚Live Today‘
02. Zillah
03. Black Lolita
04. Break Your Heart
05. Dry the Rain
06. Undead Or Alive
07. Blood For Blood
08. Sex on Legs
09. Die Tomorrow

Als nĂ€chstes sind Funker Vogt [GALLERY] an der Reihe, deren aktuelles Album Companion In Crime Mitte des Jahres erschien. Und die alten Hasen um Gerrit Thomas und Jens KĂ€stel wissen wie sie eine Halle zum Tanzen bringen. Ihre schnellen Electrosongs gehen schon mit dem ersten Track Arising Hero direkt in die Beine und lassen die Zuschauer zu schicker Lichtshow nicht still stehen. Höhepunkt ihres Auftritts ist sicherlich das recht frĂŒh gespielte Gunman, doch auch anderen Hits der Marke City Of Darkness oder Tragic Hero sorgen fĂŒr reichlich Bewegung unter den Zuschauern.


Setlist Funker Vogt:

01. Arising Hero
02. Mein Weg
03. City of Darkness
04. Gott noch nicht
05. Gunman
06. The Firm
07. Maschine Zeit
08. Tragic Hero

Bewegung im Zuschauerraum und auf der BĂŒhne gibt es auch beim nachfolgenden Act und Oomph! [GALLERY] erweisen sich schon beim ersten Song als Unzerstörbar. Ihre Intention wird dank vieler Kracher der Bandhistorie und dem eindeutigen Intro zu Labyrinth deutlich, in dem sie sich recht erfolgreich an Queens

We Will Rock You versuchen. Und dies soll auch nicht der letzte Ausflug in fremde Gefilde gewesen sein, denn Das Weiße Licht wird mit Joe Cockers Striphymne You Can Leave Your Head On eingeleitet. Alle Beteiligten sind sehr gut drauf und geben nicht nur beim Klassiker Gekreuzigt alles, bei dem es unaufhörlich laut aus dem Publikum schallt. Die Halle ist mittlerweile ziemlich gut gefĂŒllt und so wird das Publikum weiter mit Crossoversongs und dank Akkordeoneinsatz auch ein wenig Seemannsgarn bei Seemannsrose umsponnen. Bei Augen Auf schreien die Fans ebenfalls lauthals mit, das nun recht deutlich vernehmbare Dröhnen geht jedoch nicht auf ihre Kappe, sondern ist wohl vielmehr Resultat von Soundproblemen, von denen sich aber auch danach niemand die Laune verderben lĂ€ss, schließlich heißt es jetzt noch einmal im Sinne von Monty Python Always Look On The Bright Side Of Life.

Setlist Oomph!:
01. Unzerstörbar
02. Labyrinth
03. Das weisse Licht
04. TrÀumst Du
05. Kleinstadtboy
06. Der neue Gott
07. Niemand
08. Gekreuzigt
09. Seemannsrose
10. Sandmann
11. Augen auf!
12. Always Look on the Bright Side of Life (Monty Python cover)

Bester Laune sind natĂŒrlich auch wieder Andy LaPlegua und seine Mannen, denn endlich ist es dieser Tage wieder Zeit fĂŒr einige Combichrist-Auftritte [GALLERY], die wir im letzten Jahr doch schon ein wenig vermisst haben. Und die vier Jungs geben mit Today I Woke To The Rain Of Blood und They gleich ordentlich

Vollgas und Fronter Andy geht auch schnell auf TuchfĂŒhlung mit dem Publikum und singt They zum Teil von der Grabenabsperrung aus und ĂŒber das Publikum gelehnt. Wie schon im Bericht vom Vortag in Breda erwĂ€hnt, ist heute Joeys Geburtstag und der wird natĂŒrlich auch heute ausgiebig mit einem Hitcocktail gefeiert, Get Your Body Beat wird hier zur Devise des Abends und die Partystimmung bei Songs wie Blut Royale oder Never Surrender nĂ€hert sich immer weiter dem Siedepunkt, zumal Andy seinen Fans bei Letzterem wieder ganz besonders nah ist. Sind die meisten Tracks sowieso schon sehr energiegeladen, so steigert sich der HĂ€rtegrad vor allem immer dann, wenn Songs vom DMC Devil May Cry 5 Soundtrack No Redemption erschallen. Der furiose Abschluss ist nach dem Hit Electrohead aber natĂŒrlich What The F*ck IS Wrong With You? vorbehalten, bei dem wieder einiges Material zu Bruch geht und sogar etwas aus Joes Drumbestand an die Fans verschenkt wird. Ein wĂŒrdiger Abschluss fĂŒr einen starken Auftritt!


Setlist Combichrist:

01. Today I Woke to the Rain of Blood
02. They
03. Scarred
04. Fuck That Shit
05. Get Your Body Beat
06. Follow the Trail of Blood
07. Age of Mutation
08. Throat Full of Glass
09. Blut Royale
10. Never Surrender
11. No Redemption
12. Electrohead
13. What the Fuck Is Wrong With You?

Mein persönliches Highlight des Abends ist damit zwar schon erreicht, aber eine Band kommt ja noch und das ist nun wahrlich keine Unbekannte in der Szene: Subway To Sally [GALLERY] schicken sich an mit den verbliebenen Fans im Haus Auensee zu mittelalterlich harten KlĂ€ngen zu rocken. Frontmann Eric Fish legt schnell noch die Marschroute fest: „Morgen gibt’s das eigentliche Gothic Meets Klassik, heute gibt’s Gothic Meets Metal“.

Und so nimmt man uns mit auf eine Reise auf Das Schwarze Meer und macht auf diesem Weg an so manchem Szenehit Halt. Wobei Halt machen eigentlich nicht auf der Agenda zu stehen scheint, denn viele Songs gehen zunĂ€chst einmal ineinander ĂŒber und so werden nicht nur die Mittelalterfans mitgerissen, sondern auch Eric Fish reißt es kurzerhand mal glatt von den FĂŒĂŸen. Schnell sucht er Beistand bei seinem Publikum, auf dessen HĂ€nden er sich nun ein wenig tragen lĂ€sst. Subway To Sally ĂŒberzeugen auf der BĂŒhne mit viel Engagement und eingĂ€ngigen Songs die auch mal zum Nachdenken anregen, was auch Eric mit der ein oder anderen Anekdote erreichen möchte. Seine Worte fallen sicher bei dem ein oder anderen auf fruchtbaren Boden, wĂ€hrend andere gedanklich vielleicht auch schon beim Event des Folgetages sind, wenn das Gothic Meets Klassik mit den Orchesterauftritten von Lord Of The Lost, Combichrist und Subway To Sally im Gewandhaus zu Leipzig seinen Höhepunkt finden soll.

Bilder des Festivals befinden sich in unserer Konzertfotos-Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der jeweiligen [GALLERY]-Links und Fotos.

Autor & Fotos: Michael Gamon

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