JACK JOHNSON & BAHAMAS – K├Âln, E-Werk (05.09.2013)

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Das US-amerikanische Multitalent Jack Johnson startete am 05. September 2013 seine From here to now to you Tour mit dem ersten von zwei Deutschlandkonzerten im K├Âlner E-Werk. Dementsprechend gro├č war der Andrang sodass die 2.000 Karten schnell alle einen Abnehmer fanden. Nicht gerade verwunderlich, da seine letzten Auftritte hier drei Jahre zur├╝ckliegen, als er auch nur f├╝r drei Konzerte nach Deutschland kam. Aber dass der auf Hawaii lebende Surfer gerne daheim bleibt l├Ąsst sich sehr gut bei diesem Wohnort nachvollziehen. Unser Wetter wollte ihm die Umstellung jedoch so einfach wie m├Âglich machen und begr├╝├čte ihn mit einem der letzten richtig hei├čen Tage in 2013.

Als Supportact hatte Johnson die Ein-Mann-Band Bahamas mitgebracht. Nicht nur der Name, sondern auch die Musik passte gut ins Programm. Gitarrist und S├Ąnger Afie Jurvanen stand jedoch nicht alleine auf der B├╝hne, sondern hatte sich noch S├Ąngerinnen f├╝r den Hintergrundgesang mitgebracht.

Obwohl Jurvanen nicht wie zu vermuten w├Ąre von den Bahamas (sondern aus Kanada) kommt, machte er seinem Bandnamen alle Ehre, denn die von Str├Ąnden und Liebe handelnden Lieder brachten ein wenig Strandfeeling in das E-Werk. Jurvanen macht gerne Witze und hat an der Gitarre einiges drauf, was er zwischenzeitlich auch gerne zeigte. Dem Publikum schien sehr zu gefallen was es sah und h├Ârte, denn Bahamas bekamen deutlich mehr als nur den Supportband-H├Âflichkeitsapplaus, sodass der gr├Â├čte Teil der Wartezeit auf Jack Johnson auf sch├Âne Art verbracht werden konnte.

Als Bahamas die B├╝hne verlie├čen und das Umbauen begann, war das E-Werk schon sehr gut gef├╝llt, aber f├╝r ein ausverkauftes Konzert dort erschien es einem nicht so ├╝bertrieben eng wie sonst. Dies mag daran gelegen haben, dass w├Ąhrend der Sommerpause ein Umbau stattgefunden hat. Unter anderem wurde die Bar in den Vorraum verlegt und die Saalt├╝ren entfernt, sodass Vorraum und Konzertsaal nun flie├čend in einander ├╝bergehen und sich die Leute besser verteilen k├Ânnen.

W├Ąhrend der Umbau noch im vollen Gange war konnten die Besucher den B├╝hnenaufbau von Johnson bewundern, welcher viel eigene Lichttechnik auf und ├╝ber der B├╝hne verteilt hatte. Jedoch keine besonderen Scheinwerfer, Laser oder ├Ąhnliches, sondern Lampen wie sie in vielen gem├╝tlichen Wohnzimmern zu finden sind. Es hatte durchaus den Anschein als w├Ąre man mit Jack Johnson, seiner Band und 1.999 anderen Freunden bei ihm zu Hause.

Bald war es dann auch so weit und Johnson betrat unter gro├čem Applaus die K├Âlner B├╝hne. Mit dabei hatte er seine aus Merlo Podlewski (Bass), Adam Topol (Schlagzeug) und Zach Gill (Piano und andere Instrumente, sowie Gesang) bestehende Band. Jedes Bandmitglied war schnell an seinen Platz und auch Jack Johnson griff sofort nach seiner Gitarre und nahm unter einer ├╝berdimensionierten Wohnzimmerlampe seine Position ein.

Mit Never Know vom Album In Between Dreams ging es dann endlich los. Johnson verz├╝ckte mit seiner sympathischen Art das teils von weit her angereist Publikum binnen Sekundenbruchteilen. Durch Textaussetzer bereits beim zweiten Song Taylor wurde deutlich, dass er seit l├Ąngerem nicht mehr intesiv getourt hatte, doch so richtig ├╝bel nehmen konnte man es ihm nicht, seine sympathische Art machte es einfach unm├Âglich. Auch im weiteren Verlauf es Konzertes gab es ab und an kleinere Textaussetzer, was den Gesamteindruck aber nicht st├Âren konnte.

Jack Johnson Konzerte sind eine relativ ruhige Angelegenheit, hier wird nicht gesprungen oder getanzt, sondern einfach nur genossen und entspannt. Aus diesem Grund war das K├Âlner Punkt vom Mitsingen abgesehen den ├╝berwiegenden Teil des Abends unbeteiligtes Beiwerk. Aber jetzt anzunehmen, dass es langweilig war, w├Ąre ein Trugschluss. Neben Anekdoten und Geschichten vom Hauptakteur des Abends bekamen auch die Bandmitglieder ihre eigenen Momente. So rappte beispielsweise Bassist Merlo Podlewski alias Rapper J Radio zum Song Staple It Together und Multiinstrumentalist Zach Gill animierte auf seine unterhaltsame Art das K├Âlner Publikum.

Es war ein kurzweiliger Abend bei zum hei├čen Wetter au├čerordentlich gut passender, entspannender Musik, welche von sympathischen und lustigen Musikern dargeboten wurde. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht wieder so lange wartet, bis er uns einen erneuten Besuch abstattet.

Setlist Jack Johnson:
01. Never Know
02. Taylor
03. Sitting, Waiting, Wishing
04. Fortunate Fool
05. You and Your Heart
06. Upside Down
07. Go On
08. If I Had Eyes
09. Tomorrow Morning
10. Bubble Toes
11. Wasting Time
12. Radiate
13. Breakdown
14. I Got You
15. Banana Pancakes
16. Tape Deck
17. Staple It Together
18. At or With Me
19. Inaudible Melodies
20. Flake
21. Good People
22. Do You Remember
23. Gone
24. Ones and Zeros
25. Angel/Better Together
26. Home (mit Bahamas)

Jack Johnson:

Bahamas:

 

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