SUMMER DARKNESS 2012 Tag 2 – NL- Utrecht (28.07.2012)

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Nachdem wir in unserem Hotel gut geschlafen und gefr├╝hst├╝ckt hatten, wurde es Zeit, uns selbst und die Kameras f├╝r den zweiten Tag auf dem Summer Darkness vorzubereiten. Zun├Ąchst gingen wir zum Domplatz, wo man einige Picknicktische findet, an denen schon ein paar Leute ihren Kaffee zu sich nahmen. Einige hatten nat├╝rlich auch schon Durst auf ein k├╝hles Bier, aber da es erst 12 Uhr mittags war, war Kaffee f├╝r uns die absolut richtige Wahl. Nach und nach kamen auch die DjÔÇśs und brachten Leben auf den Platz, auf dem wir sowohl alte als auch neue Freunde trafen. Neben den DjÔÇÖs, Fashionshows und kleineren Auftritten gab es auf dem Domplatz keine gr├Â├čeren Act zu sehen. Daf├╝r war aber der Eintritt zu diesem Gel├Ąnde f├╝r jeden frei.

F├╝r den ersten Auftritt des Tages machten wir uns also auf den Weg zum Tivoli de Helling. Es ist noch recht fr├╝h am Tage, als Formalin [GALLERY] um 13:00 Uhr mit ihrem Set angefangen hatten. Vielleicht noch etwas zu fr├╝h, denn es waren noch nicht wirklich viele Besucher anwesend. Echt schade! Immerhin lieferten Formalin mit ihren Electro/Industrial- Songs wie Yuppiescum und My Festish einen echt guten musikalischen Start in den Tag. Der industrielle Look der Musik wurde von Videoprojektionen im Hintergrund untermalt und immer wieder stach auch die EBM Note hervor. ÔÇ×Bereit f├╝r einen richtigen EBM Song?ÔÇť, rief der Frontmann, um das zu unterstreichen. Klar waren wir bereit!

Als n├Ąchstes gaben sich Binary Park [GALLERY] die Ehre, f├╝r das Summer Darkness Publikum zu spielen. Diese deutsch- englische Kollaboration bescherte uns einen Mix aus Futurepop und EBM, wie die Band, bestehend aus 2 Keyboardern und Huw Jones als S├Ąnger, es selbst bezeichnet. Den EBM- Stil haben wir zwar nicht auf Anhieb bemerkt, immerhin schien sich die Musik eher zum Zuh├Âren als zum Tanzen zu eignen. Aber die Performance auf der B├╝hne ist wirklich gut, gerade auch im Hinblick auf die Videoprojektionen. In meinen Augen wurde damit der Gig erst richtig rund gemacht.

Wir blieben noch etwas im Tivoli de Helling, um einen unserer pers├Ânlichen Headliner des Festivals zu sehen: Aesthetic Perfection [GALLERY]. Eine Woche zuvor erst hatte AP die Mainstage auf dem Amphi Festival gerockt. Schauen wir doch mal, ob es hier genauso gut funktioniert! Gl├╝cklicherweise kamen die Leute nun von den anderen Locations in Richtung Tivoli, so dass der Raum sich nach und nach immer mehr f├╝llte. Zum ersten Mal war es heute richtig voll; nat├╝rlich nicht zu vergleichen mit dem Andrang auf dem Amphi Festival, da es hier wesentlich kleiner war und der Auftritt auch in einer Halle stattfand. Drummer Tim Van Horn preschte so stark auf seine Felle ein, dass man teilweise das Gef├╝hl hatte, er w├╝rde sicher die n├Ąchsten 1-2 Tage erst einmal ziemlich ausgelaugt sein. Offensichtlich erholt er sich aber immer wieder recht schnell. Dar├╝ber aber sp├Ąter mehr, in Ordnung? Haben AP die B├╝hne im Tivoli gerockt? Ja, das haben sie! Besonders der ├ťbersong The ones ber├╝hrte die Fans und veranlasste sie, ausgiebig zu tanzen.

Nach dem belebenden Auftritt von AP riefen wir uns schnell ein Taxi, da In The Nursery [GALLERY] bald im Tivoli Oude Gracht starten sollten. Wir kamen gerade rechtzeitig an, um diese Show zu erleben. Wenn man Dead Can Dance mag,

wird man wahrscheinlich In The Nursery ebenso lieben, auch wenn es von Grund auf schwierig ist, diese beiden Band miteinander zu vergleichen. In The Nursery liefern eher etwas mehr Uptempo Songs, die in Richtung New Wave/Neoklassik tendieren. Der Sound der gro├čen Drums auf der B├╝hne ist wirklich bombastisch und f├Ąhrt durch den ganzen K├Ârper. Eine wundervolle Show mit tollen und passenden Lichteffekten!

Setlist:
01. Crepuscule
02. Hymn Noire
03. Bombed
04. Mystere
05. Crave
06. Lectern
07. Sixth Sence
08. Artisans of Civilization
09. Cobalt
10. A Rebours
11. Compulsion
12. Blueprint
13. L’esprit

F├╝r den n├Ąchsten Act reisten wir zur├╝ck ins Tivoli de Helling und dieses Mal steht Rock aus dem n├Ârdlichen Irland auf dem Programm. Mojo Fury [GALLERY] lieferten einen Indie- Alternative- Style, in dem Elektronik und Gitarrenkl├Ąnge miteinander verschmelzen, und klangen fast wie Nine Inch Nails in ihren alten Zeiten. Der S├Ąnger gab zu, dass er Angst hatte, dass niemand zu ihrem Gig erscheinen w├╝rde. Wie unbegr├╝ndet diese Angst doch war.

Setlist:
01. Safe
02. Origami
03. Grounds
04. Medusa
05. All-in awe
06. Kill Cock Robin
07. Bear
08. Prints
09. Money Body
10. The Mann
11. Difference
12. Run Away
13. To Comprehend
14. Pigs
15. Lemon

Nun war es Zeit, Agent Side Grinder [GALLERY] auf der B├╝hne anzutreffen. Sind in unserer Szene eigentlich neue Stilrichtungen m├Âglich? Agent Side Grinder bewiesen allemal, dass dies der Fall ist, denn sie lieferten einen ansprechenden Mix aus EBM, dem ein Hauch von Joy Division und Postpunk eingehaucht wurde. Wir hatten von dieser Band zuvor noch gar nichts geh├Ârt, aber sie ├╝berzeugten uns absolut mit ihrer Darbietung. Die Musik ist wirklich sehr tanzbar und Frontmann Kristoffer stand nie still, um uns bei Laune zu halten und uns das Tanzen zu lehren. Was f├╝r eine geniale Performance, die da mit Synthies, Gitarren und auff├Ąlligen Effekten mit einer Spirale, die von der Decke herunter hing, kreiert wurde. Mindestens genauso gro├čartig war der Verst├Ąrker- Sound. Man muss nur einfach in die Saiten schlagen und ein herrlich-ungew├Âhnlicher Sound entsteht. Und sogar zwei Zugaben wurden gespielt, aber nicht bevor wir versprochen haben, dazu ausgiebig zu tanzen. Und so tat es dann auch jeder.

Setlist:
01. Look within
02. Rip me
03. Telefunk
04. Life in Advance
05. Sleeping fury
06. Wolf hour
07. Die to live
08. Me me me (z)
09. Voice of your noice (z)

Da unsere Muskeln vom Tanzen nun so gut aufgew├Ąrmt waren, konnten wir zur├╝ck zum Tivoli Oude Gracht gehen, um den Samstag- Headliner Combichrist [GALLERY] zu sehen. Am Eingang trafen wir noch den Aesthetic Perfection Drummer Tim van Horn und fragten ihn, ob er Combichrist dieses Mal wieder unterst├╝tzen w├╝rde. Er sagte uns, dass er dies wahrscheinlich nicht tun w├╝rde, da sich ihre Tourneen ├╝berlappen und er zu wenig Zeit hatte, um mit Combichrist zusammen zu proben. Also startete der Gig ohne Tim. Wie gewohnt rannte Andy LaPlegua

auf der B├╝hne von links nach rechts und wieder zur├╝ck. Es hatte fast den Anschein, dass die Heizungen hochgefahren wurden, um die Jungs noch mehr ins Schwitzen zu bringen und um ihre schwarz/wei├č bemalten muskul├Ąren K├Ârper zum Vorschein zu bringen. Sogar im Publikum blieb es nicht mehr lange trocken und innerhalb k├╝rzester Zeit waren wir alle von oben bis unten vollgeschwitzt. Und dann konnten wir pl├Âtzlich unseren Augen gar nicht trauen, als Tim van Horn sich doch noch auf der B├╝hne zeigte und dort sein Ding machte. Joe schnappte sich ein M├Ądchen aus dem Publikum und nahm sie mit auf die B├╝hne. Das muss der sch├Ânste Moment ihres Lebens gewesen sein, der jedoch nicht lange andauerte, da sie ihre Aufgabe schnell im Crowd- Surfen fand. Jeder, der Combichrist bereits live erlebt hat wei├č, was bei einer Show dieses Kalibers auf uns zukommen kann. Doch keine Show der energiegeladenen Jungs gleicht mittlerweile der anderen. Am Ende wurden auch hier nun wieder alle Instrumente auf der B├╝hne zerst├Ârt, was von dem finalen Song What the f*ck is wrong with you, der mit I did it my way folgte, passend begleitet wurde.

Zufrieden, m├╝de und nass machten wir uns also auf den Weg zur├╝ck ins Hotel, um zu duschen und zu schlafen. Denn der n├Ąchste Festivaltag stand bereits kurz bevor.

Wir haben f├╝r euch schon einmal Galerien mit Bildern des zweiten Tages zusammengestellt, die ihr durch die [GALLERY]-Links oder durch Anklicken der Bilder erreichen k├Ânnt. Au├čerdem haben wir noch ein paar Musiker Off-Stage getroffen und fotografiert, die Galerie dazu findet ihr hier:


Galerie Summer Darkness – Bands (Off-Stage)

Der Bericht und Fotos des dritten Tages folgen in K├╝rze!

Autorin : Monique Rijksen
Fotos : Roger op den Camp

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Galerie Summer Darkness – Bands (Off-Stage)

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