THE SISTERS OF MERCY – NL-Tilburg, 013 (23.02.2011)

Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Um 19:15 Uhr erreichten wir das 013 in Tilburg. Es standen schon einige Leute vor der Halle und gegenĂŒber des Eingangs gab es einen Feueract von Army Of Fire um das wartende Publikum zu unterhalten. An der Kasse dann die unangenehme Überraschung: Die Sisters Of Mercy wollten heute nicht fotografiert werden. Es war auch noch ein weiterer Fotograf da, der auch sehr enttĂ€uscht war. Das gleiche war ĂŒbrigens auch schon den Fotografen in BrĂŒssel passiert und auch wir mussten also leider alle Kameras abgeben. Schön hingegen, dass alle Zuschauer am Eingang wegen des dreißigjĂ€hrigen JubilĂ€ums der Sisters ein Paket Postkarten von vergangenen Konzerten bekamen.

Das 013 ist eine sehr schöne Halle, denn alle Zuschauer haben hier eine gute Sicht auf die BĂŒhne. Wir lassen die EnttĂ€uschung ĂŒber den zurĂŒckgezogenen Fotopass hinter uns und genießen das Konzert. Es sind ĂŒber 2000 Fans gekommen. Ohne VorankĂŒndigung oder Vorprogramm beginnt das Konzert. The Sisters Of Mercy eröffneten mit „Kiss The Carpet“. Die BĂŒhne wurde von Rauch ĂŒberflutet, aber Frontmann Andrew Eldritch konnte man gut sehen. Er trĂ€gt ein hellgelbes T-Shirt. Ihm zur Seite standen die beiden Gitarristen Chris Catalyst und Ben Christo, die zwei waren auch bei einigen Songs als stimmliche ErgĂ€nzung eingebunden, aber bei „This Corrosion“ fehlte die Stimme von Patricia Morrison natĂŒrlich schon.

Das Publikum wurde erst beim dritten Song „Marian“ richtig warm und machte mit. Der Song wurde von vielen aus voller Brust mitgesungen. Es folgten u.a. „Ribbons“ und „Alice“. Etwas unnötig war hingegen die „John, I’m only dancing“ Coverversion von David Bowie, weil das Original einfach nicht zu ĂŒbertreffen ist. Die Sisters Of Mercy haben da ja eigentlich ein sehr großes Repertoire und genĂŒgend eigene Songs, aus denen sie wĂ€hlen können. Es folgten noch „Dominion“, „Giving ground“, „Detonation Boulevard“, „More”, „This Corrosion” und “Flood 2”. Mittlerweile hatten sie eine Stunde gespielt und wie erwartet, verließen die Sisters nun die BĂŒhne und hinterließen viele enttĂ€uschte Zuschauer ob des vermeintlich kurzen Auftritts. Aber Andrew ist sehr berechenbar und so kamen sie natĂŒrlich zurĂŒck und spielten noch „Something fast“ und „Temple of love“. Aber das Publikum war noch immer nicht zufrieden und es folgten in einem zweiten Zugabeblock noch „First & last and always“, „Pipeline“ und „Vision thing“. Dann wurde das Konzert aber tatsĂ€chlich endgĂŒltig beendet. Aber viele Zuschauer warteten trotzdem noch lange im Foyer, es war nĂ€mlich angekĂŒndigt worden, dass The Sisters of Mercy eine Aftershow geben wĂŒrden, bei der Andrew als DJ die Scheiben drehen lassen wĂŒrde. Doch leider haben wir sie nicht mehr sehen können. Außer den enttĂ€uschten Fotografen haben sie dann wohl doch auch einige Fans enttĂ€uscht. Der Gig selbst war aber sehr gut. Zwar nicht so gut wie vor 20 Jahren oder mehr, aber doch einiges besser als nur wenige Jahre zurĂŒck bei Festivalauftritten wie dem Suikerrock 2008, wo die Songs deutlich gitarrenlastiger prĂ€sentiert und damit ihrer IdentitĂ€t beraubt wurden. Aktuell sind Konzerte der Sisters Of Mercy jedenfalls wieder einen Besuch wert!

Setlist:
01. Kiss the carpet
02. Flood I
03. Marianne
04. Crash and burn
05. Ribbons
06. Logic
07. Alice
08. John, I’m only dancing
09. Dominion
10. Summer
11. Giving ground
12. Detonation Boulevard
13. More
14. Lucretia, my reflection
15. This corrosion
16. Flood II
17. Something fast (Z)
18. Temple of love (Z)
19. First and last and always (ZZ)
20. Pipeline (ZZ)
21. Vision thing (ZZ)

Autorin: Monique Rijksen
Fotos: Roger Op Den Camp

Geschrieben von
Mehr von Sparklingphotos.de

TORUL & EGOAMP – Oberhausen, Kulttempel (11.10.2015)

EGOamp wurde von Asmodi Caligari und Cesare Insomnia gegrĂŒndet. Das Projekt wird...
Weiterlesen