DE/VISION / IRIS / TENEK – Oberhausen, Saint (09.09.2010)

Geschätzte Lesezeit: 4 Minute(n)

Tenek ist das Nebenprojekt vom Mesh-Keyboarder Geoff Pinckney zusammen mit Sänger Peter Steer, die das Elektropop Festival in den heiligen Hallen des Saint eröffneten. Die beiden britischen Jungs präsentierten Songs ihrer Alben ?Stateless? und dem aktuellen Werk ?On the Wire? Das Duo begeisterte mit ihrer Mischung aus Electropop, Rock und House. Außergewöhnlich bei dem Auftritt war, dass es keinen Leadsänger gab, sondern dass Geoff und Peter beide sangen und Keyboard spielten, Peter sogar für einige Stücke die E-Gitarre zupfte. Sympathisch und mit typisch britischem Understatement präsentierten sie ihre Ohrwurm Melodien und der begeisterte Applaus am Ende bewies, dass das Publikum mehr als zufrieden war.

Setlist:
01. Losing Something
02. Higher Ground
03. If I Should Fall
04. Synchronized
05. On The Wire
06. Submission
07. I Don’t Cry For You
08. Blinded By You
09. No Time For Fighting

Das amerikanisch-kanadische Trio Iris ist seit Ende der 90er Jahre aus der elektronischen Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken. Iris besteht aus Reagan Jones (Vocals), Andrew Sega (Gitarre, Keyboards) und Ned Kirby (Bass). Reagan kam mit seinem ?On Ear Monitoring?, also Kopfhörer auf die Bühne und versprühte seinen Bernard Sumner-Charme on Stage. Gefühlvoll und oft mit geschlossenen Augen sang er eine schöne Mischung aus den verschiedensten Iris Hits. ?The Marianas Depths? hatte fast eine psychedelisch-hypnotische Wirkung auf die Fans, die langsam in Bewegung kamen und bei ?Lands Of Fire? schon fast ins Schwitzen gerieten. Allgemein muss man sagen, dass die Stimmung im Saint sehr schön war, man fühlte sich zuhause bei Freunden. Bei ?Appetite? konnte man sich etwas erholen und Reagan zeigte, dass er ein guter Sänger ist, während Andrew und Ned Gitarre und Bass streichelten. ?We are in a church, pretty cool!? sprach Sänger Reagan und animierte die Zuschauer zum mitklatschen, welche dies auch bei dem Track ?Closer to Real? gerne machten. Mit dem fast progressiven Song ?New Invaders? verabschiedeten sich Iris von ihren Fans, aber nicht ohne sich noch einmal bei den Zuschauern und den anderen Bands zu bedanken.

Setlist:
01. Disintegrate
02. The Marianas Depths
03. Lands Of Fire
04. Appetite
05. Nobody Wins
06. It Generates
07. Closer To Real
08. Sorrow Expert
09. Cruel Silence
10. New Invaders
11. Panic Rev

Wer kennt sie nicht, die Jungs aus Darmstadt, die seit nunmehr 20 Jahren Synthiepop vom Feinsten produzieren und schon lange keine Depeche Mode-Epigonen mehr sind; haben sich die Jungs doch ihren eigenen Stil kreiert. Als Trio gestartet, bestehen De/vison seit etlichen Jahren aus Steffen Keth (Vocals, Synths) und Thomas Adam (Synths, Backing Vocals) und haben mit ?Popgefahr? ihr aktuelles Album herausgebracht.

Mit einem mysteriös-spannenden Intro erschien Thomas auf der Bühne und bearbeitete seine Synths, die sich hinter einem Laptop Monitor mit leuchtendem Apfel-Logo verbargen. Mit dem Opener ?Until The End Of Time? erschien Sänger Steffen auf den Brettern und wurde mit einem angemessenen Applaus begrüßt. Im Gegensatz zu den Vorgängerbands zeigten De/vison eine minimale Show, passend zur Attitüde des neuen Albums ?Popgefahr?. Mit gekonnten Dave Gahan-Rockposen und Shufflebeat gaben die Jungs ?mAndroids? zum Besten und schon begannen die Fans zu tanzen und das sorgte für gute Stimmung. Passend zum Titel ?Flash of Life? begannen die Leuchttraversen im Hintergrund zu Leuchten und spiegelten sich in den leuchtenden Augen der Zuschauer. Nun wurde es grooviger, denn der Hit ?Foreigner? vom Kultalbum ?Void? zeigt, dass die Band mehr drauf hat, als tumben Synthpop. Während ?Try to forget?, einem der genialsten Songs der Band, mischte sich Iris Sänger Reagan unter die Leute und feierte mit ihnen und die Fans sangen jede Zeile mit, sodass Steffen eine gesangliche Pause genießen konnte. Ein sichtlich gut gelaunter Thomas spielte mit Dauergrinsen die Tasten und lies sich auch von Steffens Warnung, dass hinter ihm ein Spiegel montiert war und man ihm auf die Finger gucken konnte, nicht beirren. Fast das komplette Album ?Popgefahr? wurde gespielt, sowie viele alte Klassiker, die die Fans in schöne alte Zeiten entführte. Steffen war von der Begeisterung der Fans so überwältigt, dass er den Text bei ?Twisted Story? vergaß und fast das Mikrofon fallen lies, was ihn aber nicht davon abhielt alles zu geben. Stimmlich top und tänzerisch groovig verabschiedete sich das Duo viel zu schnell vom Publikum, bevor De/vison für drei Zugaben (u.a. das minimal-knarzige ?Rage? und ?Time To Be Alive?, dem besten Track des Albums ?Popgefahr?) die Bühne zurück eroberten und sich schließlich zum Abschluss frenetisch beklatschen ließen. Fazit: ein genialer Elektropop-Abend mit toller Stimmung und genialen Bands.

Setlist:
01. Intro / Until The End Of Time
02. mAndroids
03. What You Deserve
04. Flash Of Life
05. A New Dawn
06. Foreigner
07. What It Feels Like
08. Try To Forget
09. Deep Blue
10. Bleed Me White
11. Plastic Heart
12. What?s Love All About
13. Ready To Die
14. I Regret
15. Your Hands On My Skin
16. Twisted Story
17. Rage (Z)
18. Time To Be Alive (Z)
19. Flavour Of The Week (Z)

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Concert-Pictures Sektion (für Bildkommentare muss man aus Spamverhinderungsgründen leider angemeldet sein) oder direkt hier durch Anklicken des jeweiligen Bandfotos:

De/Vision:

Iris:

Tenek:

Autor: Frank Stienen
Fotos: Michael Gamon

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