JUSTIN SULLIVAN and DEAN WHITE – Essen, Grend (05.08.2009)

Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Das Grend in Essen ist wirklich hübsch und angenehm klein mit einer niedrigen Bühne. Bisher hatte ich noch nicht das Vergnügen hier gewesen zu sein, umso froher aber war ich, als ich die angenehme Atmosphäre dort gleich erkannte. Auch wenn viele erfahrene Fans dabei waren, die schon vorherige Performances von Justin oder anderen New Model Army Mitgliedern an gleicher Stelle erlebt hatten, so war ich nicht der einzige, der Justin auf seinen Solotouren bisher nicht gesehen hatte oder zumindest das Grend nicht kannte, denn auf den Gesichtern vieler Fans war diese freudige Überraschung ebenso abzulesen, wenn diese die nur knapp 30cm hohe Bühne und den gemütlich kleinen Raum erstmalig betraten. Kein Wunder, spielt Justin Sullivan mit seiner Band New Model Army sonst doch in deutlich größeren Locations wie zum alljährlichen Weihnachtsbesuch im Kölner Palladium vor dann knapp 4000 Besuchern. Ihn gemeinsam mit New Model Army Keyboarder und Zweitgitarrist Dean White dann vor weniger als 150 Leuten spielen zu sehen versprach natürlich etwas ganz Besonderes zu werden. Und genau so sollte es dann auch kommen …

Es wurde sofort klar, dass Justin und Dean mit guter Laune angereist waren und so waren sie zwischen den Songs immer zu Späßen aufgelegt, ließen sich über die höllischen Temperaturen mit Vergleichen wie "Sweatbox" oder "Welcome To Hell" aus oder Justin erzählte lustige Anekdoten aus seinem Leben auf Tour, oder über die merkwürdigen Achtziger Jahre, zugleich eines seiner Lieblingsthemen am heutigen Abend. Der vom tollen "Before I Get Old" eröffnete Mainset bestand aus ca 15 Songs, darunter auch der New Model Army Klassiker "Heroes", aber auch die bisher unveröffentlichte Songs oder Solostücke Justins wurden frenetisch gefeiert und fast durchweg an allen Ecken und Enden mitgesungen.

Nachdem der Hauptteil absolviert war, verließen Justin und Dean die Bühne zu lautem Applaus, der auch nicht nachließ, so dass die beiden Musiker nach wenigen Minuten natürlich noch einmal die Bühne betraten. Im Gepäck eine weitere Setlist für die Zugaben, welche auch einige weitere New Model Army Songs enthielt. Allen voran das wunderschöne "Lovesongs", das den Anwesenden bei Textzeilen wie "why do they always play lovesongs when you are far away" nicht nur eine Gänsehaut über den Rücken bescherte. Leider forderte die Hitze nun ihren Tribut und so entfielen drei Stücke von der Playlist, darunter die NMA-Hymne "Green And Grey", aber es gab zumindest mit "225" einen grandiosen Abschluss dieses knapp 100 Minuten dauernden Sets.

Ein absolut unvergesslicher Abend in einer solch intimen Atmosphäre, dass es sicher an niemandem spurlos vorbei ging. Am Ende gingen alle verschwitzt, aber mehr als nur zufrieden nach Hause und werden sicher wiederkommen, wenn der nächste Ruf der Briten erschallt.

Gespielte Songs:
AID
Aimless Desire
Autumn
Ballad of Bodmin Pill
Before I get old
Dawn
Heroes
La Push
Lights go out
Lovesongs
No Pain
Ocean Rising
One Bullet
Someone like Jesus
Snelsmore Wood
Stanger
Tales of the road
Turn away
You weren┬┤t there

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Concert-Pictures Sektion (für Bildkommentare muss man aus Spamverhinderungsgründen leider angemeldet sein) oder direkt hier durch Anklicken des Fotos:

Bericht und Fotos : Michael Gamon

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