gleichnamiges Debütalbum eroberte die Charts im Sturm. Das war Anfang
der Neunziger Jahre und der Band gelang es auch im Folgenden ihren Ruf
für tolle Pophymnen zu behaupten, bevor man sich 2003 auflöste und die
Bandmitglieder weitestgehend getrennte Wege gingen. Sänger Brett
Anderson gründete zwei Jahre später mit Suede-Gründungsmitglied Bernard
Butler "The Tears" und veröffentlichte Anfang 2007 sein erstes -nach
ihm selbst benanntes- Soloalbum "Brett Anderson". Hier schlägt Brett
etwas ruhigere Töne an, als es im Bandgefüge Suede zuvor der Fall war,
doch war auf diesem streckenweise der alte Sound noch weiterhin
erkennbar.
Eineinhalb Jahre später schickt er nun den Nachfolger "Wilderness" ins
Rennen. Allerdings geht es auch auf diesem alles andere als wild zu und
von einem Wettlauf kann hier keine Rede sein. Vielmehr stellt dieses
Album vielleicht den einzigen Grund dar, sich mit den langsam
abkühlenden Temperaturen abzufinden. Denn das melancholisch zarte Album
wäre wohl unter heißen Sonnenstrahlen schneller zerflossen als feinste
Eiscreme. "Wilderness" ist ganz klar eine Herbst-/Winterplatte
geworden,bei der Brett die Brücken zu seiner Vergangenheit weiter
einreißt. Im Mittelpunkt steht natürlich Bretts Ausnahmestimme, die
zumeist nur vom Piano begleitet wird. Unterstützung erhält dieses nur
selten, wenn Streicher für eine noch stimmungsvollere Atmosphäre
sorgen.
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