findet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal statt und ist durch und durch
ein Festival der etwas anderen Art. Haldern liegt am schönen
Niederrhein und das gleichnamige Festival entstand vor 25 Jahren aus der Idee einiger Messdiener. Es hat sich mittlerweile zu mehr
als nur einem Geheimtipp in der Musiklandschaft Deutschlands, Europas
oder gar der ganzen Welt gemausert, zu dem jedes Jahr knapp 10.000 Menschen fast schon rituell pilgern. Das Festival wurde damals wie heute
vorsichtig aufgebaut und das ganze Dorf arbeitet in jedem Jahr hart, um
ein Gelingen zu garantieren. Dabei geht so manche Freizeit verloren,
doch nur dieser Einsatzbereitschaft ist der gute Ruf des Haldern Pop zu
verdanken, nämlich das "nette Festival von nebenan" zu sein, bei dem es
so manche Perle zu entdecken gibt. Viele Bands hatten in Haldern ihren ersten großen Festivalauftritt
Deutschlands bevor sie später ganz groß rauskamen. Aber auch
"Klassiker" sind gern gesehene Gäste in dieser idyllische Provinz. Umso erstaunlicher, dass die Macher
weiter auf dem Teppich und ihren Grundsätzen treu bleiben. Aber
natürlich hat sich der gute Ruf auch weiter rumgesprochen und so
erweitert sich das Einzugsgebiet von Jahr zu Jahr und die daraus
resultierende Internationalität tut dem Festival sichtlich gut.
Das Festival wird in diesem Jahr -exklusiv zum Jubiläum- bereits
einen Tag früher und somit am Donnerstag beginnen, unter dem Motto ?Ich
glaube, ich kenne einen, der das weiß? stehen und ganz wie von den
Machern gewohnt wieder aufstrebende Künstler abseits des Kommerzes
aufbieten.
Der Großteil der in diesem Jahr auftretenden Bands
steht mittlerweile fest und es wird wieder einmal deutlich, dass die Veranstalter nicht
einfach auf die vermeintlich "großen Namen" setzen, sondern auf
Künstler, denen es gelingt, sich von der Masse abzuheben und ihr Ding
durchzuziehen, statt auf den schnellen Erfolg zu schielen und die somit
perfekt in die Philosophie des Haldern Pop Festivals passen. Denn auch
hier geht es nicht um Erfolg -nicht einmal um Musik allein-, sondern um
ein ganzes Lebensgefühl, bei dem alle zusammenhalten und daran
arbeiten, dass dieses bodenständige Pflänzchen "Haldern Pop" hell
erstrahlen kann. Dazu passend auch die Erklärung, warum die Kilians
"schon wieder " in Haldern auftreten: Bisher hatte die Band nie zum
offiziellen Lineup des Haldern Pop Festivals gehört, die Gäste aber auf
eigenen Wunsch von einem Bus aus auf dem Zeltplatz unterhalten. Im März
2008 wurde dieser Einsatz zunächst mit einem Auftritt beim "Rock im
Saal" am Ort der Pressekonferenz belohnt, im August folgt dann der
verdiente Auftritt auf der Festivalbühne, denn soviel Willen und
Leidenschaft muss in den Augen der Veranstalter einfach anerkannt
werden. Und da wären wir wieder bei der "harten Arbeit für die Kunst"
die das besondere an Haldern ausmacht und der Kreis ist geschlossen.
Neben dem eigentlichen Festival ist "Haldern" zudem zu weit mehr als "nur" einem
Festival herangereift. Schon seit fünf Jahren veröffentlicht das hauseigene
Label "Haldern Pop Recordings" ausgesuchte Bands des Haldern-Programms.
Die gesellschaftliche Vision komplettiert das Bild eines in die
gesellschaftliche Wirklichkeit eingebetteten Vollwertfestivals: Ein "Haldern-Haus" mit Café, Ton- und Videostudio, einer
Mikrofonmanufaktur, einem Grafikatelier, Gemüsegarten und Räumen für
die Jugendarbeit ist geplant.
Erstmals sucht das Haldern Pop in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit seinem neuen Partner restorm.com im Rahmen des Music Challenge 2008 "Be one
of them" zwei Bands/ bzw. Solokünstler für einen Auftritt im
Spiegelzelt auf dem Jubiläumsfestival 2008. Die ermittelten Künstler
gewinnen zudem die Produktion einer 7? Vinyl-Single in einer Auflage
von 500 Exemplaren sowie ein Brauner Phantom (1. Preis) bzw. ein
iQuader Mikrofon (2. Preis).
Alle Bewerbungen sind bis spätestens 31. Mai 2008 an restorm.com zu richten. Nachdem ein Profil auf restorm.com angelegt wurde, ist
die Bewerbung via dem Link http://www.restorm.com/haldernpop möglich.
Das bisher bestätigte Line-Up lautet:
– Alamo Race Track (im Zelt)
– The Blakes
– Bohren und der Club of Gore (im Zelt)
– Dirty Projectors (im Zelt)
– The Dodos
– Editors
– Flaming Lips (Hauptbühne, Donnerstag)
– Fleet Foxes (im Zelt)
– Foals
– Guillemots
– Gutter Twins (im Zelt)
– The Heavy
– Iron and Wine
– Jack Penate
– Jamie Lidell
– Joan as Police Woman
– The Kilians
– Loney, Dear (im Zelt)
– Kate Nash
– Kula Shaker
– Lykke Li (im Zelt)
– Mintzkov
– The National
– Okkervil River
– Ólafur Arnalds (im Zelt)
– Scott Matthew (im Zelt)
– Soko (im Zelt)
– White Lies
– Yeasayer (im Zelt)
Weitere Infos findet ihr auf der Festivalhomepage!
Fotos mit freundlicher Genehmigung von Haldern-Pop.