THE CULT – K├Âln, Live Music Hall (06.03.2008)

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Nachdem wir Ende Februar bereits die Möglichkeit hatten The Mission hier auf ihrer Farewell Tour zu sehen, betrat keine zwei Wochen später die nächste Kultband meiner Jugend die Bühne der Kölner Live Music Hall: The Cult!

Die Band hatte Ende 2007 mit "Born Into This" einen neuen Longplayer veröffentlicht und Köln war die einzige Deutschland Station der Briten im Rahmen ihrer aktuellen Tour. Die Live Music Hall war recht ordentlich gefüllt, aber nicht ganz ausverkauft. Doch hatten die Fans somit zumindest etwas mehr Platz um ihre Helden gebührend zu feiern, was sie auch von Beginn an taten.

Doch zunächst standen an diesem Abend noch zwei Supportbands auf dem Programm. Als erstes betraten die Lokalmatadoren und ehemalige Misfits-Coverband "The Other" die Bühne und lieferten einen ordentlichen Set bestehend aus Rocksongs mit Gothic-Thematiken ab. Zudem konnte die Band mit einer beachtlichen Merchandisevielfalt auf sich aufmerksam machen, angefangen von The Other-Comics bis hin zu T-Shirts mit der Aufschrift "I Love Dead Girls", entnommen aus dem Track "Menage A Mort".

Zweiter Support waren die Essener "Zero" mit ihrem Progressive-Alternativerock. Der auffällige Sänger Chris Vega und seine Mannen (Bassist Charlie M. und Drummer Chains, der auch bei Cyan Inc. an den Fellen sitzt) heizten das Publikum ordentlich vor und ebneten den Weg für den Mainact des Tages.

Das aktuelle Lineup von The Cult besteht aus den Gründungsmitgliedern Ian Astbury (Gesang) und Billy Duffy (Gitarre), sowie den neu hinzugekommenen Chris Wyse (Bass) und John Tempesta (Drums). Live werden sie zudem von Mike Dimkich an der Gitarre verstärkt. Und die fünf machten von anfang an deutlich, dass hier gestandene Profis am Werk sind und rockten von der ersten Sekunde an ordentlich ab. Kann man die Energie schon auf den Longplayern der Band fühlen, so wirkte das Gebotene live sogar noch etwas druckvoller. Billy Dufy überzeugte mit seinem Gitarrenspiel und spätestens als Ian Astbury die Bühne betrat war klar, dass man einiges geboten bekommen würde.

Ian Astbury ist schlicht und ergreifend ein Frontman wie er im Buche steht: Stimmgewaltig, sehr authentisch und äußerst chatismatisch. Und so hangelte man sich -von den Fans frenetisch gefeiert- durch die verschiedensten Schaffensphasen der Band und reihte Hit an Hit. Angefangen bei "Spiritwalker" das 1984 die Independentcharts anführte, über Songs vom Urklassiker "Love" (u.a. "Rain"), dem Nachfolgealbum "Electric" (u.a. mit "Lil’Devil") und dem nicht weniger erfolgreichen Album "Sonic Temple" (hier vertreten u.a. durch "Sun King", "Edie (Ciao Baby)", "Sweet Soul Sister" und "Fire Woman") bis hin zu Songs der Marke "Dirty Little Rockstar" vom aktuellen Album "Born Into This".

Die Band gönnte sich und dem Publikum kaum Verschnauffpausen und so wurde mitgesungen und im Pit auch gerne mal gepogt. Die Stimmung war wirklich gigantisch und auch der Band schien es sichtlich Spaß zu machen, so dass sie sich nach dem Hauptteil auch für eine Zugabe nicht lange bitten lies. Der vielleicht größte Hit "She Sells Sanctuary" wurde hier ebenfalls noch zum Besten gegeben und es gab absolut  kein Halten mehr. Nach knapp 90 Minuten war die Reise vorüber und alle Beteiligten verliessen, wie schon bei The Mission 10 Tage zuvor, die Halle mit mehr als zufriedenen Mienen. The Cult sind definitiv zurück, schade, dass der Köln-Gig der einzige Stopp in Deutschland war, aber vielleicht beehrt uns die Band ja bald mal wieder. Man kann es nur hoffen!

Autor: Michael Gamon

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