NEON SLEEP & ALEX AMSTERDAM – Oberhausen, Druckluft (28.02.2008)

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Das Druckluft in Oberhausen, genauer gesagt das Caf├ę des Druckluft, war am 28.02.2008 Schauplatz einer interessanten Konzertkombination: Auf der einen Seite der Düsseldorfer Alex Amsterdam, seines Zeichens Singer/Songwriter und nur mit seiner Gitarre bewaffnet, auf der anderen Henning Sommer aka Neon Sleep aus Münster, der sich dem Synthpop verschrieben hat. Leider fanden nur wenige Zuschauer den Weg ins Druckluft, was der Spielfreude der beiden Musiker jedoch zum Glück keinen Abbruch tat.

Nachdem er 7 Jahre lang als Frontmann der Band ?Queen Mom? aktiv war, wandelt Alex seit Ende 2006 auf Solo-Pfaden. Eine Zeit, in der er es immerhin auf knapp 70 Auftritte brachte und die Bühne dabei u.a. mit so namhaften Acts wie Kilians, Heinz-Rudolf Kunze, Ermöbel, Dirk Darmstädter, Carus Thomson oder auch Erfolgsautor und VISIONS Redakteur Oliver Uschmann teilte. Bei Alex Amsterdam stehen eingängige Harmonien, emotionaler Gesang und flüssiges Spiel im Einklang mit ausgereiften, nachdenklichen, aber auch verspielten Lyrics. Er selbst bezeichnet seine Musik als "Eine akustisch-authentische Reise durch die Schönheit der Momente und die Abgründe des Lebens."

So handelt "For A Lifetime And Beyond" von den Grundsatzdiskussionen über die Herangehensweise und zu bevorzugende Stilrichtung von Musik , Diskussionen die er ständig mit seinem Vater führt(e). Bei "Burning my Cash" hingegen geht es fast schon lapidar um die Arten wie man im Leben sein hart erspieltes Geld verprasst.

Alex macht einen äußerst sympathischen Eindruck und ist ganz nah am Publikum wenn er seine mal nachdenklichen, dann wieder beschwingten Geschichten zum Besten gibt. Man sollte ihn im Auge behalten.

Setlist:
01. Some Kind Of Bliss
02. Feel Nothing
03. The Pain
04. For A Lifetime And Beyond
05. The Seek
06. The Lost Art Of Keeping A Secret
07. Down With The Sound
08. Where’s the Eternity
09. There Is Nothing Like It Seems
10. Signs Of Salvation
11. Burning My Cash
12. On The Edge
13. Without A Trace

Im Anschluß wurde es eine ganze Spur elektronischer als Henning Sommer die Bühne betrat und als Neon Sleep eine sehr ansprechende Performance ablieferte. Henning  hatte sich durch Keyboard, Notebook und Gitarre verstärkt und präsentierte Synthpop mit einer Stimme, die das Gesamtklangwerk zerbrechlich aber keineswegs kitschig erscheinen läßt. Vielmehr wirkt seine Musik sehr persönlich und ungemein authentisch. Henning selbst ist nett und wie seine Musik auch selbst sehr schüchtern, doch sobald die Songs beginnen, scheint er in eine fremde Welt zu entschweben und voll in seiner Musik aufzugehen.

Unter dem Namen Neon Sleep wurde bereits eine Single mit dem Namen "Make Me Move On" veröffentlicht und Henning arbeitet derzeit an der Fertigstellung des ersten Longplayers. Nicht zum Set gehörte übrigens die eben erwähnte Single, doch hatten auch die anderen Songs ein großes Potential, so dass dem Album schon jetzt entgegengefiebert werden darf.

Setlist:
01. Take Heart
02. Bright Lights
03. The Unspoken
04. So Much Colder
05. Surrogate
06. Commercial Eyes
07. Avalanches
08. Lies
09. January
10. When Clouds Collide

Bilder des Konzerts gibt es in unserer Concert-Pictures-Sektion!


Alex Amsterdam:


Neon Sleep:

 

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