SHOUT OUT LOUDS & MIGHTY OAKS – Köln, Live Music Hall (27.03.2013)

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Am Abend des 27.03.2013 war die schwedische Indie-Rock Band Shout Out Louds zu Besuch in der Kölner Live Music Hall. Die Band um Frontmann Adam Olenius veröffentlichte dieses Jahr ihr viertes Studioalbum Optica und feierte zudem das 10-jĂ€hrige Bestehen der Band unter diesem Namen. Also gibt es genĂŒgend gute GrĂŒnde, um auf eine grĂ¶ĂŸere Europatournee zu gehen.

Doch zunĂ€chst sollte uns die Indie-Folk Band Mighty Oaks aus Berlin auf den Hauptact einstimmen. Das Trio besteht aus einem SĂ€nger sowie einem Bassisten und einem Gitarristen. Wobei interessanterweise alle drei aus verschieden Nationen stammen. Sie leiteten ruhig ein und Frontmann Ian Hooper erzĂ€hlte dem Publikum zwischen den Liedern viel ĂŒber die Band, deren ZukunftsplĂ€ne und grob die Inhalte der prĂ€sentierten Lieder. Ian Hooper brillierte dabei mit einer sehr gefĂŒhlvollen und facettenreichen Stimme, die jedes Lied individuell sofort interessant erscheinen ließ. Wer also die Musik von Mumford and Sons bis hin zu Bright Eyes zu schĂ€tzen weiß, sollte durchaus mal in die Aktuelle EP der Mighty Oaks reinhören.

Nach 6 Liedern war dann ihr Set beendet und sie rĂ€umten den Platz fĂŒr die Schweden von Shout Out Louds. Schon von Beginn an war zu erahnen, dass sich die Band einige Gedanken bezĂŒglich der BĂŒhnenshow gemacht hat, so waren auf der BĂŒhne ellipsenförmige LED-Stehlampen arrangiert, an deren StĂ€nder zusĂ€tzliche LED-LĂ€ufe eingearbeitet waren. Somit konnte spĂ€ter wĂ€hrend des Konzerts jedes Lied individuell mit verschiedenen Farb- oder Lichtspielen ausgeleuchtet werden, was natĂŒrlich fĂŒr ein wunderbares Ambiente sorgte. Inwieweit die richtige Lichttechnik ein Konzert wertvoll ergĂ€nzt oder es eher zu einem Mallorca-Feten-Auftritt verkommen lĂ€sst, ist sicherlich sehr von der Musikrichtung und dem Maße an verwendeter Technik anhĂ€ngig. Persönlich finde ich, es wurde hier sehr gut auf die melodisch teilweise schleppende Musik der Shout Out Louds angepasst und somit alles richtig gemacht.

Das Konzert eröffnet hat die schwedische Indie-Rock Band dann klassisch mit dem Opener ihres aktuellen Albums Sugar. Ein etwas selbstbesinnender Song mit wahrscheinlich dem weitesten Tiefgang des neuen Albums, aber dennoch musikalisch sehr wertvoll verpackt. Es folgte mit Waking in your Footsteps ein weiteres Lied aus dem aktuellen Album. Adam Olenius kommunizierte wĂ€hrend des Konzerts nicht viel mit dem Publikum, so waren die Vorstellung des Staff-Teams und ein paar „Thank you“ das einzige, was man zunĂ€chst vom Frontmann hörte. Der nĂ€chste Song war dann mit Fall Hard die erste Singleauskopplung ihres letzten Studioalbums Works und nebenbei bemerkt auch eine ihrer erfolgreichsten Singles, womit das Fangekreische nach den ersten Akkorden des Liedes schnell erklĂ€rt ist. Besonders erfrischend war, dass die Band nicht zwanghaft versuchte wie auf den Platten zu klingen, sondern Variationen zuließ und bei manchen Songs auch versuchte es bis ans Äußerste zu treiben. So wurde z.B. bei Impossible, eines ihrer wahrscheinlich bekanntesten Lieder, stark variiert, ohne sich dabei vom Original so weit zu entfernen, dass es ein eingefleischter Fan als unertrĂ€glich empfĂ€nde. Dies kam generell gut an und man hatte somit in jedem Moment das GefĂŒhl wirklich Livemusik und nicht eine schlechtere Wiederholung der Studiolieder zu hören.

Mit Please Please Please dem achten von insgesamt 14 Liedern der regulĂ€ren Setlist, spielten sie eins der Lieder, durch welche sie damals internationale Bekanntheit erlangten und welches unter anderem in der US- Serie The O.C gespielt wurde. Im nĂ€chsten Lied wurde es dann deutlich ruhiger mit Blue Ice, welche die erste Singleauskopplung ihres aktuellen Albums ist. Von dieser gab es, wie Sparklingphotos.de Ende letzten Jahres bereits berichtete, eine limitierte Version, bei der man sich die Platte, bevor man sie hören konnte, selbst aus Eis herstellen musste. Im weiteren Konzertverlauf gab es dann einen guten Mix ihrer besten Songs, wobei natĂŒrlich ein kleiner Fokus auf ihrem aktuellen Album lag. Die QualitĂ€t der Technik sowie die Performance der Band wurden aber konstant bis zum Ende gehalten und auch vor allem die Liederauswahl machte den Abend zu einem wunderbaren Musikerlebnis. Als Zugabe gab es dann noch mit Walls und dem letzten schon im Titel sehr treffenden Song Tonight I have to leave it, zwei Songs obendrauf.

Somit können wir den zwei Bands sehr dankbar fĂŒr diesen Abend sein und hoffen, dass sie möglichst bald wiederkommen, damit sich auch die Leute, die an diesem Abend nicht die Gelegenheit hatten dort zu sein, von ihrer Live-QualitĂ€t ĂŒberzeugen lassen können.

Setlist Shout Out Louds:
01. Sugar
02. Walking in Your Footsteps

03. Fall Hard
04. Normandie
05. Impossible
06. Glasgow
07. Chasing the Sinking Sun

08. Please Please Please
09. Blue Ice
10. Hard Rain
11. Illusions
12. 14th of July
13. Very Loud
14. Destroy
15. Walls (Z)
16. Tonight I Have To Leave It (Z)

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der Fotos

Shout Out Louds:

Mighty Oaks:

Autor: Kevin Linka
Fotos: Markus HillgÀrtner

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