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HIGHFIELD FESTIVAL 2026 – Freitag (14.08.2026)

BHZ, © Joerg Seiche

Als die Fans des Highfield Festivals die Ankündigung lasen, dass das mehrtägige Festival am Ufer des Störmthaler Sees in diesem Jahr bis auf Weiteres ein allerletztes Mal stattfinden soll, war die Bestürzung groß. Doch die Vorfreude ließen sie sich nicht nehmen. Unter dem Motto „One Last Dance“ sollte es vom 14.-16.08.2026 noch einmal richtig abgehen und wir waren für euch bei der 17. und wohl auch letzten Ausgabe mit von der Partie.

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Bei mehr als 33° Außentemperatur begrüßte das Festival seine Gäste am ersten Tag mit bestem Wetter. Sonnencreme und die Wasserflasche waren hier die richtigen Begleiter für alle Feierwütigen. Der Staub lag schon jetzt in der Luft. Auf dem Zeltplatz wurde bereits mächtig Party gemacht und dann ging es auf das Festivalgelände, dass in diesem Jahr etwas anders aussah. Zum einen war das Gelände insgesamt kleiner und die beiden Bühnen (Main Stage und Club Stage) standen sich gegenüber – nicht nebeneinander, wie bisher.

Los ging es dieses Mal auf der großen Main Stage und Itchy machten hier den Anfang. Die Punkrocker aus Eislingen begrüßten das Publikum mit einem gut gelaunten „Wunderschönen guten Morgen.“ Und dann ging es in die Vollen. Vor der Bühne war es schon gut gefüllt und die ersten Zuschauer rockten direkt ab – ein Moshpit war schnell zu entdecken in der Menge. Die drei Herren gaben alles. Der zweistimmige Gesang klang toll und auch sonst war der Sound gut. Nach „Faust“ folgte „Thoughts & Prayers“ und Sibbi und Panzer wechselten sich beim Singen ab. Der Bandname war hinten in großen leuchtenden Buchstaben zu sehen, damit auch jeder wusste, wer hier die Stimmung anheizte. „Ich hab noch nie so einen bunten Haufen auf einem Feld gesehen – regenbogenfarben.“ Recht hatten sie, denn die Zuschauer waren tatsächlich in allen Farben gekleidet – ein bunter Mix und alle hatten Spaß.

Der Aufforderung von Drummer Max zum „Circlepit“ wurde direkt mehrfach entsprochen – „Moshen von ganzem Herzen – Dankeschön“. Sie bedankten sich bei den Technikern und stimmten dann „Ja, als ob“ an. Es wurde gesprungen und gemeinsam wurden 25 Jahre Bandgeschichte zelebriert. Die Band kündigte für den 16.10.2026 ihr neues Album an, was mit viel Beifall beklatscht wurde. Daraus gab es schon als Vorgeschmack „Tribute Song“ für den Pixies-Klassiker „Where is my mind“ auf die Ohren – schon sehr vielversprechend. Und als sich die Musiker dann auch noch in die Menge stellten und weiter spielten, gab es für die Fans kein Halten mehr. Das war doch mal ein guter Einstieg in das Wochenende – so konnte es ruhig weitergehen. Coole Nummer!

Die Club Stage wurde hiernach von Hi! Spencer eröffnet – einer fünfköpfigen Indiepunk-Formation aus Osnabrück. Die Veranstalter hatten es in diesem Jahr so organisiert, dass sich die Auftritte auf den Stages nicht überschneiden und so konnte jede/r alles sehen – das fanden wir echt toll. Allerdings war auch dieses Mal jedes Mal eine kleine Völkerwanderung unterwegs, um die Gigs von Nahem sehen zu können. Los ging es hier mit „Fotopapier“, das von ersten Zuschauern mitgesungen wurde. „Wir haben Bock, eine Stunde zu schwitzen.“ Na, das war ja mal eine Ansage. Gesagt, getan. Der mehrstimmige Gesang und die rockigen Sounds brachten alle Anwesenden dazu, ausgelassen zu tanzen und in der Sonne zu feiern. Viele hatten die Arme oben und klatschten im Takt mit. Die gute Laune der Musiker war absolut ansteckend.

„Wie schön, dass ihr da seid“, so Frontmann Sven, der dann „Hallo Jolien“ anstimmte. Und immer wenn hier „Hallo, Hallo“ gesungen wurde, winkte der ganze Platz vor der Bühne, was die Band sichtlich freute. Die Gitarristen Janis, Jan und Malte standen kaum eine Sekunde still, während Drummer Niklas sein ganzes Können zeigte. „Trotz Todeshitze“ wurde es immer wilder – wie etwa zu „Platten“ oder „Unsere Jahre“. Die Textzeilen wurden vor und auf der Bühne nur so herausgebrüllt – was ein Spaß. Die Bitte „passt aufeinander auf“ wurde mit Beifall bekundet und bei dem Spruch „Ihr seid gut, so wie ihr seid“ brandete Jubel auf. „Richtung Norden“ passte gut zu diesem Tag, denn auch hier waren wir ja „am Strand“. Auch diese Band kündigte ein neues Album an, dass noch 2026 erscheinen soll und die neue Single daraus kam hier an diesem Tag beim Highfield super an. Was wollten wir also mehr? Gute Musik von grinsenden Herren dargeboten – das war einfach toll.

Die Main Stage war im Anschluss Schauplatz für Ska-Punk aus Oberhausen und Mülheim an der Ruhr, denn Sondaschule standen auf dem Plan. Zuerst verbargen sich die Musiker hinter einem Vorhang. Die Fans warteten schon ungeduldig und riefen nach ihren Helden. Bei den ersten Tönen fiel das große Tuch und dann ging die wilde Fahrt mit dem riesigen Mofa los – der große Lenker eines solchen bildete das Bühnenbild und die Herren standen darauf oder daneben.  Frontmann Costa stand am vorderen Bühnenrand und grinste in die Menge. Seine Kollegen taten es ihm gleich und gaben vom ersten Moment an alles. Posaunist Chris stand kaum eine Sekunde still. Der mehrstimmige Gesang war ein Ohrenschmaus – wie etwa bei „Gute Zeiten“ oder „Wir bleiben wach“. „Hallo Highfield!“

Die Mischung aus Reggae-Sounds und der Punk-Attitüde brachte die Zuschauer dazu, ausgelassen in der Sonne – in eine Staubwolke gehüllt – zu tanzen. Da war gute Laune angesagt. Scherzhaft meinte der Sänger hierzu: „Das ist der kühlste Sommer unserer Zukunft. Gewöhnt euch dran.“ Na hoffentlich hat er damit mal nicht Recht. Die Musiker hatten auch ihren Spaß – auf den Boxen im Bühnengraben oder mal links und rechts vor den großen Leinwänden an der Stage. Die Party nahm immer mehr Fahrt auf – auch mit Stücken wie „Schöne Grüße vom Meer“ oder „Ärgerlich“. Bei letzterem verkleidet sich Gitarrist Phillip als „der Dicke von den Hives“ – wir haben sehr gelacht. Die Circlepits wirbelten immer mehr Staub auf – wir hatten das Gefühl, als schauen wir durch einen Schleier auf die Band. Eigentlich konnte die Formation hier machen was sie wollte – die Fans feierten alles ab und das war auch gut so.

Punk war hier weiter angesagt, denn nun sollten Adam Angst die Club Stage rocken. Weil es so warm war, spritzten die Securities etwas Wasser auf die wartende Menge und dann ging es auch schon in die Vollen. Sänger Felix kroch auf allen Vieren nach vorn und dann sprang er los und das Publikum tat es ihm gleich. „Wir sind zusammen“ – das traf hier vollkommen zu. Gemeinsam den Moment genießen und abfeiern. Die Musiker sahen toll aus – alle in schwarz gekleidet – das ergab ein schickes Gesamtbild. Die Band heizte so ordentlich ein, dass sie sich fast Sorgen um ihr Publikum machten – „kippt uns bloß nicht um“. Sie waren echt froh, dass sie „Teil des Finales“ beim Highfield sein durften.

Mit Stücken wie „Mindset“, „Angst“ oder „Punk“ wurde den Fans alles abverlangt. Es wurde mitgeklatscht, getanzt, gesprungen und gesungen. Auch der ein oder andere Moshpit bildete sich und ließ wieder Staubwolken über der Menge entstehen. „Seid ihr bescheuert? Aber geil!“ Dafür verausgabten sich die Herren aber auch sichtlich – die Spielfreude war ihnen anzusehen. Intensive Texte mit intensiver Performance untermalt – das sind Adam Angst. Weiter ging es noch mit „Ja ja, ich weiß“ oder „Die Lösung für deine Probleme“. Das machte einfach nur gute Laune – gern wieder.

Die Main Stage war wenig später dann Schauplatz für eine Formation, die immer größer wird – gemeint sind hier die Giant Rooks. Mit blauen Lichtern beleuchtet kamen die Jungs aus Hamm nach vorn. Frontmann Frederik sah mit Hemd und Anzughose sehr schick aus und auch seine Kollegen hatten sich fein gemacht. „Want it back“ erklang und schon feierten die Fans eine wilde Tanzparty. Der Sänger konnte kaum stillstehen und lief immer wieder hin und her. Sein intensiver Gesang war ein Trommelfellschmeichler. Überhaupt war der Sound hier echt fein. Und auch wenn die Band in der prallen Sonne performte, gaben sie dennoch alles für uns. Papierflieger flogen hierbei über die Menge, die fast jede Textzeile lauthals mitsang. Dann nahm Frederik auch mal einen Drumstick in die Hand und drosch auf eine kleine Drum ein – cooler Beat. Er und seine Kollegen grinsten die ganze Zeit über – die hatten echt Spaß und ihr Publikum ganz genauso.

Dann kündigten sie ihr drittes Album an, das am 16.10.2026  erscheinen wird und daraus gab es „Slow Dance (For A Minute)“ schon an diesem Tag auf die Ohren. Dafür griff der Sänger ebenfalls zur Gitarre. Der mehrstimmige Gesang kam super an am Störmthaler See und alle freuten sich schon jetzt auf die restlichen neuen Songs. Dieser Sound der Rooks passte so richtig zur langsam untergehenden Sonne – eine wirklich schöne Stimmung kam auf, die noch lange so hätte gehen können. Aber irgendwann war auch der Spaß vorbei.

Wir legten dann erst einmal eine ausgiebige Pause mit leckerem Essen ein und dann waren wir zu BHZ wieder vor der Main Stage mit am Start. Die Berliner Hip-Hop-Truppe hatte ein riesiges Pult auf die Bühne gestellt, an dem drei DJs ihr Können zeigten und  außerdem wurde davor oder darauf gemeinsam performt. Das Publikum brüllte vom ersten Ton an die Zeilen ihrer Helden mit und die vier Jungs hatten sichtlich ihre Freude daran. Nebelfontänen schossen gen Himmel und machten die Show noch ausgelassener. Der Gesang war oftmals mit Autotune oder anderen Effekten verzerrt, was aber das Markenzeichen von Longus Mongus, Ion Miles, Monk und Big Pat ist.

Tracks wie „Crash Dummy“ oder „2018“ hatten es unter anderem in die Setlist geschafft. Die Jungs „aus Berlin 030“ waren wie kleine Flummies – stillstehen war keine Option. Mal standen sie am vorderen Bühnenrand und dann liefen sie nach links oder rechts und wieder zurück. Die Arme der Fans waren immer wieder oben und bouncten im Takt auf und ab. Die Jungs erinnerten auch an ihren verstorbenen Freund und Kollegen Dead Dawg, indem sie eine Fahne mit seinem Namen schwangen und seine Texte hören ließen. Die Zuschauer feierten dann richtig und bildeten gleich mehrere Circlepits. Gemeinsam arbeiteten sie an dem Motto „Abreißen“. Die Bühne blieb aber zum Glück noch stehen.

Die Hitze des ersten Tages hatte bei uns schon ihren Tribut gefordert und so machten wir uns an der Stelle schon auf den Weg ins Bett und ließen die Festivalbesucher den Rest des Tages allein zelebrieren.

Hier geht’s zum Bericht vom Samstag:

HIGHFIELD FESTIVAL 2026 – Samstag (15.08.2026)

Hier geht’s zum Bericht vom Sonntag:

HIGHFIELD FESTIVAL 2026 – Sonntag (16.08.2026)

Weblinks HIGHFIELD:

Homepage: https://highfield.de/
Facebook: https://www.facebook.com/highfieldfestival/
Instagram: https://www.instagram.com/highfieldstvl/

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