Eine düstere Nacht in Rüsselsheim: Die COLD TRANSMISSION LABEL NIGHT startet in ihre fünfte Ausgabe

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Lesedauer: 3 Minuten

Im Herbst gehört wieder eine Nacht der „CT Family“. Am 17. Oktober 2026 geht die Cold Transmission Label Night in die fünfte Runde – und bleibt dabei ihrem bewährten Zuhause treu: dem Kulturzentrum Das Rind. Was hier entsteht, ist kein klassisches Konzertformat, sondern eher ein Treffpunkt der Szene – kompakt, nahbar und mit genau der Mischung aus Live-Musik und Aftershow, die man so nicht oft findet.

Mit Lovataraxx steht der erste Act fest, der für Bewegung sorgen dürfte – und zwar nicht subtil. Das Duo aus Lyon arbeitet mit Reduktion, aber nicht im Sinne von Zurückhaltung, sondern als bewusstes Stilmittel. Analoge Synths, scharf konturierte Drum-Maschinen und ein tiefer, flächiger Bass greifen ineinander und erzeugen genau diese unterkühlte Spannung, die sich live schnell überträgt. Der Gesang bleibt dabei bewusst distanziert, fast entrückt, und verstärkt den hypnotischen Charakter ihrer Tracks. Was auf den ersten Blick minimal wirkt, entwickelt mit der Zeit eine eigene Dynamik. Inhaltlich bewegt sich das Duo dabei zwischen mythologischen Motiven, Science-Fiction-Referenzen und einer gewissen romantischen Kälte, die sich auch in ihrem visuellen Konzept widerspiegelt. Live wird daraus mehr als nur ein Konzert. Lovataraxx schaffen es, mit vergleichsweise wenigen Mitteln eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, die sich direkt auf den Raum überträgt. Unterstützt von visuellen Elementen und einer klaren ästhetischen Linie wirkt ihr Set wie eine durchgehende Bewegung – reduziert, aber wirkungsvoll.


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Durch Daniel Knutz bekommt das Line-up eine sehr direkte, persönliche Komponente – und einen Künstler, der tief in der Berliner Underground-Szene verankert ist. Seine Musik bewegt sich zwischen Darkwave, Post-Punk und Deathrock-Anleihen, getragen von markanten Synthflächen, treibenden Beats und einer Stimme, die sofort wiedererkennbar ist. Dabei bleibt sein Ansatz konsequent: schreiben, produzieren, visuell umsetzen – alles aus eigener Hand. Inhaltlich ist das Projekt klar positioniert. Knutz verbindet persönliche Themen mit einer deutlichen politischen Haltung, die sich unter anderem im „Goths Against Fascism“-Gedanken widerspiegelt. Seine Songs greifen gesellschaftliche Spannungen auf, ohne sie plakativ auszuspielen – sie wirken eher wie Momentaufnahmen, die sich festsetzen und nachhallen. Live bedeutet das: keine große Inszenierung, sondern Präsenz. Seine Auftritte leben von dieser Unmittelbarkeit – reduziert, aber intensiv, mit einer Energie, die sich nicht künstlich herstellen lässt. Gerade in einem intimen Rahmen wie dem „Das Rind“ dürfte genau das den Unterschied machen.


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Einen deutlich filmischeren Zugang bringt Crying Vessel mit – und 2026 kommt hier spürbar Bewegung ins Projekt. Seit Anfang des Jahres ist mit Larry ein weiteres Bandmitglied an Bord, das Gitarre und zusätzliche Vocals übernimmt und dem Sound eine neue Dynamik verleiht. Erste Eindrücke davon gab es bereits mit „Bringing Down The Nation 2.0.“ und „Forgotten Time“, doch live dürfte sich diese Erweiterung noch einmal ganz anders entfalten. Musikalisch bleibt das Fundament erhalten: dichte Synthflächen, treibende Beats und eine Stimme, die zwischen Nähe und Kontrolle pendelt. Gleichzeitig öffnet sich das Projekt durch die neue Konstellation hörbar, wird breiter, vielleicht auch direkter. Was auf Platte oft wie ein innerer Monolog wirkt, bekommt auf der Bühne mehr Körper und Reibung. Und es bleibt nicht bei diesem Status quo. Bis zur Label Night im Oktober soll bereits neues Material vorliegen, ein frisches Album ist angekündigt. Das bedeutet: Crying Vessel kommen nicht nur mit bekannten Tracks nach Rüsselsheim, sondern sehr wahrscheinlich mit einem Set, das sich genau in dem Moment im Wandel befindet. Gerade das macht ihren Slot jetzt schon zu einem der spannendsten im Line-up.


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Jetzt ist es offiziell: Mit Antipole und Pedro Code ist das Line-up der Cold Transmission Label Night 2026 komplett. Die beiden Künstler werden ihr gemeinsames Album „Future Echoes“ live auf die Bühne bringen – eine seltene Gelegenheit, diese intensive Zusammenarbeit in genau diesem Rahmen zu erleben. Hinter Antipole steht der norwegische Gitarrist Karl Morten Dahl, dessen melancholischer, gitarrengetriebener Sound seit Jahren fest in der internationalen Post-Punk- und Darkwave-Szene verankert ist. Gemeinsam mit Pedro Code, bekannt durch IAMTHESHADOW und seine markante, tiefe Stimme, entsteht eine besondere Dynamik zwischen Atmosphäre, Emotion und klanglicher Tiefe. Damit bekommt der Abend eine zusätzliche, ruhige Intensität, die sich bewusst von klassischen Live-Momenten abhebt und das Gesamtbild der Veranstaltung weiter schärft.


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Damit erweitert sich das Line-up nicht nur musikalisch, sondern auch in seiner emotionalen Bandbreite. Zwischen Clubenergie, düsteren Synth-Wellen und introspektiven Momenten entsteht ein Abend, der die Vielschichtigkeit der Cold Transmission-Familie einmal mehr unter Beweis stellt. Hinter all dem steht das Label Cold Transmission Music, das sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im internationalen Darkwave- und Post-Punk-Umfeld entwickelt hat und dessen Label Nights weit mehr sind als reine Showcases, sondern Ausdruck eines Netzwerks, das bewusst auf Nähe setzt und genau dadurch diese besondere Atmosphäre schafft.

Infos:
17.10.2026 – Rüsselsheim, Das Rind
Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr
VVK: 30 € | AK: 35 €

Tickets bekommst du hier: Ticketshop – Cold Transmission Label Night Tickets, Kulturzentrum das Rind, 65428 Rüsselsheim – online bestellen

Fotos: COLD TRANSMISSION LABEL NIGHT

Weblinks COLD TRANSMISSION:

Webseite: www.coldtransmission.de/
Facebook: @coldtransmissionmusic
Instagram: @cold_transmission_official
Bandcamp: Bandcamp
YouTube: @coldtransmissionmusic


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