LAIBACH melden sich auch 2026 zu Wort: die Single „Allgorhythm“, neues Album „Musick“ und eine Europa-Tour als Kommentar zur digitalen Überflutung

Laibach photo Nika H. Praper & Ludvik
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Lesedauer: 3 Minuten

Seit mehr als vier Jahrzehnten steht Laibach für eine Form von Popkultur, die sich nicht mit Oberfläche begnügt. Das slowenische Kollektiv, 1980 in Trbovlje gegründet und aus dem NSK-Umfeld hervorgegangen, arbeitet mit Überzeichnung, Monumentalität und bewusster Mehrdeutigkeit. Ihre Kunst funktioniert als Spiegel: Machtmechanismen werden nicht erklärt, sondern performativ vorgeführt – ein Ansatz, der die Gruppe immer wieder zwischen Provokation und Reflexion verortet hat.

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Hier kannst du dir das Musikvideo zur neuen Singe „Allgorhythm“ ansehen:


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Mit „Allgorhythm“ liegt nun die erste neue Single aus dem für 2026 angekündigten Album „Musick“ vor. Der Titel spielt bewusst mit Algorithmus und Rhythmus und zielt auf die Logik digitaler Verwertung: Musik als berechenbarer Output in einem Markt, der täglich von zehntausenden neuen, oft KI-gestützten Veröffentlichungen überschwemmt wird. Klanglich verbindet der Track maximalistischen Pop mit industrieller Härte und elektronischer Präzision; produziert wurde er gemeinsam mit Richard X, unterstützt von der langjährigen Gastsängerin Donna Marina Mårtensson sowie der ghanaischen Künstlerin Wiyaala.

Die Single streamen: Laibach – Allgorhythm (feat. Wiyaala)

Am 1. Mai 2026 erscheint über Mute Records das Album „Musick“ mit zehn Tracks – das erste Studioalbum mit ausschließlich neuem Originalmaterial seit 2014. Inhaltlich greift das Werk die Ambivalenz des Titels auf: „Music“ trifft auf „sick of music“, Überdruss und Abhängigkeit zugleich. Musikalisch wird das Projekt als pop-orientiertestes Statement der Gruppe beschrieben, mit Verweisen auf K-Pop, J-Pop und 90er-Eurodance, ohne den industriellen Kern aufzugeben. Aufgenommen in Ljubljana mit analogen Synthesizern, Apps und unkonventionellen Klangquellen, versteht sich die Platte als konzeptionelle Abrechnung mit der Logik des zeitgenössischen Musikmarkts. Erscheinen wird „Musick“ als limitierte Neon-Pink-Vinyl, als CD im Ecopac mit Booklet sowie in digitalen Formaten auf allen gängigen Plattformen.

Tracklist:
01. Musick
02. Fluid Emancipation
03. Singularity
04. Resistencia
05. Love Machine
06. Luigi Mangione
07. Keep It Reel
08. Yes Maybe No
09. Allgorhythm
10. Das göttliche Kind

Das Album vorbestellen: Musick

Parallel zum Release startet die „Musick“-Tour durch Europa. Zwischen Mai und Juni stehen Auftritte in Graz, Schorndorf, Köln, Aarhus, Göteborg, Stockholm, Helsinki, Tallinn, Riga, Vilnius, Warschau, Prag, Leipzig und München auf dem Plan. Das neue Live-Programm verbindet Material aus dem Katalog mit frischen Stücken und versteht das Konzert weiterhin als performativen Raum, in dem Klang, Bild und Bedeutung ineinandergreifen.

Laibach 2026 Tour:
18.05.26 Graz (AT), Orpheum
19.05.26 Schorndorf, Manufactur
20.05.26 Köln, Essigfabrik
22.05.26 Aarhus (DK), Voxhall
23.05.26 Göteborg (SE), Filmstudion
24.05.26 Stockholm (SE), Circus
26.05.26 Helsinki (FI), Savoy
27.05.26 Tallinn (EE), Salme Kultuurimaja
28.05.26 Riga (LV), Spelet Concert Hall
29.05.26 Vilnius (LT), Loftas
30.05.26 Warschau (PL), Progresia
31.05.26 Prag (CZ), Palac Acropolis
02.06.26 Leipzig, Täubchenthal
03.06.26 München, Muffathalle

Tickets bekommst du hier: Laibach

Dass diese Rückkehr mehr ist als ein klassischer Release-Zyklus, zeigt der langfristige Kontext: Das Projekt arbeitet seit jeher mit Überidentifikation statt direkter Kritik, spielt mit totalitären Codes und verschiebt damit Wahrnehmungsgewohnheiten. „Musick“ setzt diese Linie fort – als zeitgenössischer Kommentar zu Plattformökonomie, KI-Ästhetik und der Frage, wie viel Autonomie Kunst in einer automatisierten Öffentlichkeit noch behaupten kann.

LAIBACH kündigen ihre Europa-Tour 2026 an – legendäre Avantgarde-Band spielt auch in Deutschland

Weblinks LAIBACH:

Webseite: laibach.org
Facebook: @Laibach
Instagram: @laibachofficial


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