MISSION JUPITER – „This Is Not The End“ führt „Aftermath“ zu einem leisen, großen Finale

Lesedauer: 3 Minuten

Mit „This Is Not The End“ schicken Mission Jupiter den Schlussakkord ihres aktuellen Albums „Aftermath“ ins Rampenlicht – und zwar mit einem neuen Lyric-Video, das heute, am 28. November 2025, offiziell ins Netz geht. Die Alternative-Metal-/Prog-Formation aus Minsk setzt damit genau an dem Punkt an, an dem das Album emotional am weitesten aufreißt: ganz am Ende, wenn der Staub sich legt und trotzdem noch ein Funken Hoffnung bleibt.

Mission Jupiter - This Is Not The End (Lyric Video)

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Der Song ist im Original die finale Nummer auf „Aftermath“ und wirkt dort wie ein letzter tief durchgezogener Atemzug nach all den Brüchen, Kämpfen und Selbstzweifeln, die das Album vorher durchspielt. Im Pressetext beschreibt die Band den Track als Botschaft der Erneuerung, als Erinnerung daran, dass selbst im dunkelsten Moment „immer noch ein Schimmer Licht vor uns liegt“ – und als natürliche Fortsetzung des vorangehenden Songs „Nothing Lasts Forever“, mit dem „This Is Not The End“ eine Art emotionalen Doppelpack bildet. In der für Mission Jupiter typischen Mischung aus cineastischen Spannungsbögen, schweren Riffs und schwebenden Melodien wächst sich das Stück zu einer Hymne auf das „Trotzdem weiter“ aus – ohne Kitsch, dafür mit spürbarem Herzklopfen.

Die Lyrics von „This Is Not The End“ greifen genau diese ambivalente Stimmung zwischen Dunkelheit und Aufbruch auf. Wenn Mission Jupiter singen „When darkness falls / And curtain drops / We tend to think / This is forever and ever“, dann beschreibt das diesen Moment, in dem alles endgültig wirkt, als würden Vorhang und Licht zugleich fallen. Doch der Song bleibt dort nicht stehen. Mit „When sadness comes / And lights go off / We all believe / This hell will be over / We’ll rise again“ öffnet sich der Text hin zu einem stillen, aber entschlossenen Trotz. Schmerz ist hier nicht Endpunkt, sondern Wendepunkt. Die Band fasst das in knappe, klare Worte, die mehr andeuten als aussprechen – und gerade deshalb so kraftvoll wirken.

Musikalisch bleiben Mission Jupiter ihrer Linie treu: „This Is Not The End“ verbindet atmosphärische Gitarrenflächen und moderne, druckvolle Produktion mit dieser besonderen Stimme von Kate Varsak, die zwischen Verletzlichkeit und Größe pendelt, ohne je ins Theatralische zu kippen. Gerade im Rahmen des Albums funktioniert der neue Clip wie ein Blick zurück auf die gesamte Reise von „Aftermath“ – von den direkten Einschlägen à la „Self-Destruction“ bis zu den politisch aufgeladenen Momenten wie „Crippled Country“. Wenn du das Album durchgehört hast, fühlt sich dieser Song weniger wie ein klassischer Abschluss, sondern eher wie das leise Öffnen einer neuen Tür an.

„Aftermath“: Mission Jupiter schreiben ihr drittes Kapitel

„Aftermath“ ist das dritte Studioalbum von Mission Jupiter und gleichzeitig der erste Longplayer mit Sängerin Kate Varsak, die der Band hörbar Rückenwind gibt. Das Album erschien am 20. Juni 2025 über Label 51 Recordings und vereint zehn Stücke, die sich zwischen Alternative Metal, Progressive Rock, atmosphärischem Post-Rock und melancholischem Pop bewegen. Die bereits veröffentlichten Singles „Sometimes It Hurts“, „Human Nature“, „Self-Destruction“, „Crippled Country“ und „Bittersweet (Love Song)“ haben den Weg dahin schon vorgezeichnet – mal heftig, mal fragil, immer mit starkem Gespür für Spannungsbögen.

Besonders spannend im Albumkontext ist „Jak Spyniajecca Bol“ („Wie der Schmerz endet“), gesungen in der Muttersprache der Band. Der Track zeigt, wie sehr Mission Jupiter ihre Herkunft musikalisch und emotional einbinden, ohne sich stilistisch einzuengen: zwischen düsterer Atmosphäre, großen Melodien und einem Hauch osteuropäischer Melancholie entsteht ein Moment, der solange nachhallt, bis „This Is Not The End“ den Kreis schließt.

Tracklist Aftermath
  1. Revelation
  2. Sometimes It Hurts
  3. Human Nature
  4. Self-Destruction
  5. Crippled Country
  6. Jak Spyniajecca Bol
  7. Bittersweet (Love Song)
  8. The Dark
  9. Nothing Lasts Forever
  10. This Is Not The End
Kurzer Blick zurück: Von Minsk in die Welt

Gegründet in Minsk, Belarus, haben Mission Jupiter sich in den letzten Jahren Schritt für Schritt aus dem Underground nach oben gearbeitet. Mit den beiden Vorgängeralben „Architecture“ (2018) und „Talk To Me“ (2021) legte die Band das Fundament: moderne, düstere, atmosphärische Songs, die Alternative Rock und Prog mit cineastischen Klangräumen verbinden und schon damals das Versprechen in sich trugen, dass hier mehr geht als ein regionaler Geheimtipp.

Mit „Aftermath“ und der Präsenz von Kate Varsak wirkt dieses Versprechen jetzt eingelöst. Die neuen Songs klingen fokussierter, internationaler und gleichzeitig persönlicher. Internationales Fachpublikum attestiert der Band inzwischen nicht nur starke Songwriting-Qualitäten, sondern vor allem eine enorme emotionale Bandbreite – vom wuchtigen „Self-Destruction“ über das politisch aufgeladene „Crippled Country“ bis zur bittersüßen Sehnsucht in „Bittersweet (Love Song)“.

MISSION JUPITER zeigen mit ihrer Single „Crippled Country“ Haltung und Herz

Für dich als Hörer*in heißt das: Wenn du auf atmosphärischen Alternative Metal mit Prog-Schlagseite stehst, auf große Stimmen, die dich eher umarmen als anschnauzen, und auf Alben, die wirklich als Reise gedacht sind, solltest du dir „Aftermath“ im Ganzen geben – und dir mit dem neuen Lyric-Video zu „This Is Not The End“ noch einmal bewusst machen, wie konsequent Mission Jupiter diese Reise zu Ende erzählen. Ganz am Schluss steht kein lauter Knall, sondern ein intensives Versprechen: Es geht weiter.

Weblinks MISSION JUPITER

Facebook: @missionjupiterband
Instagram: @missionjupiterband

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