AMON AMARTH, ARCH ENEMY & HYPOCRISY – Oberhausen, König-Pilsener-Arena (14.12.2019)

Fotos: AMON AMARTH
Amon Amarth, © Markus Hillgärtner
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Amon Amarth, Arch Enemy und Hypocrisy an einem Abend? Wenn bei einem Konzert schon der erste von zwei Supportbands eine etablierte Band ihres Genres ist, kann das Konzert ja nur gut werden. Am Samstag, den 14. Dezember 2019 fanden sich diese drei Hochkaräter des schwedischen Melodic Death Metals zusammen, um im Rahmen der Berserker Tour des Headliners Amon Amarth ein Konzert in der Oberhausener König-Pilsener-Arena zu spielen. Der Innenraum war ausverkauft und auch die unteren Ränge waren gut gefüllt, was bei Bands der härteren Gangart und Arenen dieser Größenordnung nicht selbstverständlich ist.

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Los ging es mit Hypocrisy um Frontmann Peter Tägtgren, den vielleicht auch so mancher von seinem mit Rammstein Sänger Till Lindemann aufgezogenen Nebenprojekt Lindemann kennt, denen die Aufgabe des Anheizers zukam. Aufgrund der frühen Stunde und des um die Halle herrschenden Verkehrschaos (Weihnachtsshopping im Centro + Weihnachtsmarkt vor der Tür + Konzert in der Arena) war die Halle jedoch nur spärlich gefüllt, sodass sich das Aufbauen einer angemessenen Stimmung schwierig gestaltete. Obwohl sich die Band ins Zeug legte, ließen sich nur wenige Zuschauer mitreißen und es wurde deutlich, dass die meisten Zuschauer für Arch Enemy und Amon Amarth angereist sind. Schade eigentlich, wenn man bedenkt was die Band auf ihren eigenen Konzerten leisten kann. Nichtsdestotrotz bekamen die Hypocrisy Fans ein ordentliches sieben Lieder langes Set auf die Ohren.

Weblinks HYPOCRISY:

Homepage: www.hypocrisy.cc
Facebook: www.facebook.com/hypocrisy

Nach Hypocrisy mit einer doch eher statisch anmutenden Bühnenshow, waren Arch Enemy mit Frontwirbelwind Alissa White-Gluz an der Reihe und es zeigte sich sofort, dass die Oberhausener mit Songs und Lyrics der Band vertraut waren. Die Stimmungskurve des Abends stieg mit den ersten Klängen von The World Is Yours drastisch an und von da an gab es kein Halten mehr. Während Alissa schreiend über die Bühne fegte, zeigten sich auch die Instrumentalisten von ihrer besten Seite.

Gespielt wurde eine elf Lieder langes, etwas Will to Power (Erscheinungsdatum: 8. September 2017) lastiges Set, in dem aber auch Klassiker nicht zu kurz kamen. Das leider etwas kurze Vergnügen war für viele Anwesenden schon ein echtes Highlight und dabei hatte das Hauptprogramm noch gar nicht begonnen.

Setlist ARCH ENEMY @ Oberhausen, König-Pilsener-Arena (14.12.2019)

01. The World Is Yours
02. War Eternal
03. My Apocalypse
04. Ravenous
05. Under Black Flags We March
06. The Eagle Flies Alone
07. First Day in Hell
08. As the Pages Burn
09. No Gods, No Masters
10. Dead Bury Their Dead
11. Nemesis

Weblinks ARCH ENEMY:

Homepage: www.archenemy.net
Facebook: www.facebook.com/archenemyofficial

Nun war es an Amon Amarth, der Wikingerhorde um Hauptmann Johann Hegg, dem bereits durchgeschwitzten Publikum den Rest zu geben. Nach dem traditionellen Iron Maiden Song Run To The Hills als Opener vom Bands, feuerte die Pyrotechnik nach dem Fall des Vorhangs bereits zum ersten Stück Raven’s Flight aus allen Rohren und machte klar, dass Oberhausen an diesem Abend einer Brandschatzung zum Opfer fallen würde.

Auf ihrer Berserker Tour haben Amon Amarth wieder einmal eine eindrucksvolle Bühnenkulisse geschaffen, die mit einigen Effekten wie einem nach oben fahrbaren Wikingerhelm-Drumriser bei Prediction of Warfare und goldenem Konfettiregen bei Fafner’s Gold aufwarten konnte. Natürlich durften auch die obligatorischen Wikingerkämpfe, beispielsweise bei The Way of Vikings, nicht fehlen.

Die Band gab sich gewohnt spielfreudig und Johann Hegg grinste wie eh und je wie ein Honigkuchenpferd – eben doch nicht ganz der böse Wikinger. Trotz angeschlagener Gesundheit lieferte er eine tadellose Leistung ab und überzeugte mit ein paar auf Deutsch vorgebrachten Ansagen an das Publikum. Die Instrumentalisten und der gut abgemischte Sound rundeten den akustischen Eindruck zu einem positiven Gesamtbild ab.

Insgesamt gab es vierzehn Songs auf die Ohren, unter ihnen sowohl aktuelle Songs vom neusten Album Berserker (Veröffentlichung 3. Mai 2019), als auch ältere Hits wie der Klassiker Death In Fire. Bei mittlerweile elf Studioalben blieb es aber leider nicht aus, dass es das ein oder andere Lieblingsstück der Fans nicht in die Setlist schaffte. Nichtsdestotrotz erlebten die Anwesenden einen gelungenen Abend mit zwei guten Supports und einem herausragenden Headliner, der mit Feuer und Show nicht geizte.

Setlist AMON AMARTH @ Oberhausen, König-Pilsener-Arena (14.12.2019)

01. Raven’s Flight
02. Runes to My Memory
03. Death in Fire
04. Deceiver of the Gods
05. First Kill
06. Fafner’s Gold
07. Crack the Sky
08. The Way of Vikings
09. Prediction of Warfare
10. Shield Wall
11. Guardians of Asgaard
12. Raise Your Horns
13. The Pursuit of Vikings (Z)
14. Twilight of the Thunder God (Z)

Weblinks AMON AMARTH:

Homepage: www.amonamarth.com
Facebook: www.facebook.com/amonamarth

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