Heute um 19 Uhr feiert „Læknisgaldr“ von Heilung seine Premiere. Die erste Single aus dem kommenden Album „Sagas“ verbindet archaische Klänge, menschliche Knochen und Atem zu einer rituellen Klangwelt. Das begleitende Musikvideo ist zugleich der zweite Teil einer größeren Geschichte über Trauma, dessen Folgen und die Möglichkeit, seelische Wunden zu heilen.
Mit „Sagas“ öffnen Heilung ein besonderes Kapitel ihrer Bandgeschichte. Die Veröffentlichung vereint Aufnahmen, die während der Zusammenarbeit mit dem britischen Entwicklerstudio Ninja Theory für das Videospiel „Senua’s Saga: Hellblade II“ entstanden sind. Das Kollektiv hatte sich dafür intensiv mit den Landschaften und Geschichten des mittelalterlichen Nordens auseinandergesetzt. Neben bereits bekanntem Material enthält „Sagas“ bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus dieser Schaffensphase. Das Album ist damit eine eigenständige Veröffentlichung zwischen der Arbeit am Soundtrack und dem nächsten regulären Studioalbum, dessen Entstehung Heilung im September angekündigt hatten.
Musikvideo: „Læknisgaldr“ – Premiere am 13. Oktober 2026 um 19:00 Uhr.
Den Auftakt bildet „Læknisgaldr“, dessen Titel sich sinngemäß als Heilzauber verstehen lässt. Für die Aufnahme experimentierten Heilung mit menschlichen Knochen und Atem als Klangquellen. Dabei sei etwas Unerwartetes geschehen, berichtet das Kollektiv: „We’ve recorded a ghost! Can you hear it?“ Die Musiker beschreiben damit eine unsichtbare Präsenz, die sich während der Aufnahmen auf geheimnisvolle Weise in den Klängen manifestiert habe. Ob als bewusstes Spiel mit Wahrnehmung oder als Ausdruck der spirituellen Vorstellungswelt, die Heilung seit Jahren prägt, bleibt der Interpretation überlassen. Fest steht, dass „Læknisgaldr“ den experimentellen Ansatz der Gruppe konsequent weiterführt.
Auch das Musikvideo geht über die reine Bebilderung eines Songs hinaus. Es bildet den zweiten Teil einer größeren Erzählung über Trauma und dessen Bewältigung. Inhaltlich knüpft das Konzept an jene Fragen an, die bereits „Senua’s Saga: Hellblade II“ prägen: Wie entstehen seelische Verletzungen, welche Spuren hinterlassen sie und wie kann Heilung möglich werden? Die visuelle Umsetzung entstand unter der Regie von Gornoss. Für Kamera, Licht und Schnitt zeichnete er ebenfalls verantwortlich, während Teddy Masson Colorgrading und visuelle Effekte übernahm. Maria Franz koordinierte das Projekt, die Produktion lag bei Eudaimonia APS und Maria Franz.
Musikalisch verantworten Kai Uwe Faust, Christopher Juul und Maria Franz die Komposition. Christopher Juul übernahm zudem Produktion, Mischung und Mastering in den LAVA Studios in Kopenhagen. Gedreht wurde unter anderem im norwegischen Borre National Park sowie an verschiedenen Schauplätzen in Island, darunter Árdalur und Írárfoss. Die Landschaften und die Beteiligung zahlreicher Darsteller verleihen dem Video einen unmittelbaren Bezug zur nordischen Natur- und Sagenwelt. Dabei geht es Heilung nicht um eine politische oder religiöse Botschaft, sondern um eine künstlerische Auseinandersetzung mit Geschichte, Spiritualität und menschlichen Erfahrungen.
Mit „Læknisgaldr“ geben Heilung erstmals einen konkreten Einblick in „Sagas“. Der Song verbindet die experimentelle Arbeit mit ungewöhnlichen Klangquellen mit dem übergeordneten Gedanken, Musik als Zugang zu Erinnerung, Schmerz und möglicher Heilung zu begreifen. Um 19 Uhr geht das offizielle Musikvideo heute online. Damit beginnt die Veröffentlichungsgeschichte von „Sagas“ mit einem Stück, das nicht nur die besondere Entstehungsgeschichte der Aufnahmen aufgreift, sondern zugleich den thematischen Rahmen für die begleitende visuelle Erzählung setzt.
HEILUNG erwachen aus der Stille: Neues Studioalbum und „Sagas“ angekündigt
Weblinks HEILUNG:
Webseite: heilung.travelling-merchant.com
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