Fünf Jahre lang war es musikalisch vergleichsweise ruhig um Purwien & Kowa geworden. Während sich Christian Purwien und Thomas Kowa zuletzt intensiv ihrem erfolgreichen „Disko 80“-Podcast sowie zahlreichen Nebenprojekten widmeten, warteten viele Fans der analogen Synth-Pop-Welt sehnsüchtig auf neues Material. Jetzt ist das Duo zurück – und zwar so selbstironisch wie eh und je. Mit der neuen Single „Concorde“ kündigen Purwien & Kowa gleichzeitig ihr sechstes Studioalbum „SECHS“ an, das im Oktober 2026 erscheinen soll. Den eigenen Neustart kommentieren die beiden gewohnt trocken mit den Worten: „Niemand hat danach gefragt. Trotzdem ist sie da.“
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Das Musikvideo zu „Concorde“ feiert 20:00 Premiere:
Musikalisch bleibt „Concorde“ eine Liebeserklärung an den minimalistischen Retro-Analog-Sound der frühen 1980er-Jahre. Stoische Drumcomputer, warme Synthesizerflächen und bewusst reduzierte Arrangements treffen auf eingängige Melodien und den unverwechselbaren Gesang von Christian Purwien. Inhaltlich dreht sich der Song um Dekadenz, Jetset-Nostalgie und Überschallromantik – inklusive Champagner, Kaviar und der beruhigenden Vorstellung, lieber mit dem eigenen Namen als mit Bargeld zu bezahlen. Das Duo beschreibt den Stil des Songs augenzwinkernd so, als hätten sie „gerade erst entdeckt, dass Kraftwerk existierte – und es sofort zum Problem aller anderen gemacht“.
Gerade dieser Humor gehört seit Jahren zu den größten Stärken von Purwien & Kowa. Hinter dem Projekt stehen mit Christian Purwien und Thomas Kowa zwei feste Größen der deutschsprachigen Electro- und Darkwave-Szene. Purwien wurde bereits in den 1990ern als Frontmann von Second Decay bekannt und prägte Songs wie „I Hate Berlin“ mit seiner markanten Stimme. Thomas Kowa wiederum verbindet Musik seit Jahren mit humorvoller Literatur, Podcasts und multimedialen Konzepten. Genau dieses Zusammenspiel aus Melancholie, Ironie und nostalgischem Retro-Charme macht den besonderen Reiz des Duos aus.
Auch das offizielle Musikvideo zu „Concorde“ greift diese Mischung perfekt auf. Darin versucht Thomas Kowa höchstpersönlich, die letzte verbliebene Concorde in Bristol zu fliegen – natürlich mit entsprechend absurden Konsequenzen. Gleichzeitig transportiert das Video genau jene Sehnsucht nach einer vergangenen Zukunft, die sich durch den gesamten Song zieht. Man spürt förmlich die Nostalgie für eine glamouröse Ära, die viele der heutigen Hörer nie selbst erlebt haben. Genau darin liegt ein großer Teil der Faszination dieses Projekts.

Tracklist:
01. Italo Disco in San Francisco
02. Concorde
03. Hinter Glas
04. We’re Wrong
05. System
06. Gravity
07. Bandit 2000
08. Irgendwas ist immer
09. Eyes of Aragon
10. Me and my Synthex
Mit dem kommenden Album „SECHS“ kehren Purwien & Kowa nun spürbar stärker zu ihren elektronischen Wurzeln zurück. Während das parallel gestartete Nebenprojekt Heldautomat emotionaler und klavierlastiger ausgerichtet ist, soll hier wieder konsequent getanzt werden. Erste Einblicke in die Produktion liefern die beiden bereits regelmäßig in ihrem beliebten „Disko 80“-Podcast, in dem in den vergangenen Jahren unter anderem Gäste wie Joachim Witt, Mitglieder von Alphaville oder Camouflage zu hören waren. Nach „Concorde“ dürfte klar sein: Dieses ungewöhnliche Duo hat seinen ganz eigenen Platz innerhalb der deutschsprachigen Synth-Pop-Szene längst wieder eingenommen.
Weblinks PURWIEN & KOWA:
Webseite: purwienkowa.com/
Facebook: @purwienundkowa
Instagram: @christianpurwien
Bandcamp: Bandcamp