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BUSTIÉ verwandeln auf „THROB“ Schmerz, Wut und Clubkultur in ein düsteres Manifest

Mit „THROB“ veröffentlicht Bustié am 22. Mai 2026 über Psychic Eye Records ihr erstes vollständiges Studioalbum — und liefert gleichzeitig eines der spannendsten, unbequemsten und energetischsten Dark-Electro-Werke des Jahres ab. Das Projekt rund um die New Yorker Künstlerin Angelika Padilla alias Pogo Pope sprengt dabei konsequent die Grenzen klassischer Darkwave- und EBM-Strukturen und formt aus Freestyle, Acid House, Synth-Pop, Punk und düsterer Clubästhetik ihre eigene Vision von „Anarcho Body Music“.

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Schon die ersten Sekunden machen klar, dass hier niemand versucht, klassische Darkwave-Schablonen zu bedienen. Die Beats pumpen schwer und körperlich, Synthesizer schneiden kalt durch die Songs und über allem liegt diese fiebrige Atmosphäre zwischen Underground-Club, Straßenkampf und emotionalem Zusammenbruch. Bustié greifen tief in die Geschichte elektronischer Tanzmusik zurück — von Miami Bass über New Beat bis hin zu New Jack Swing — und formen daraus ihren selbsternannten Stil der „Anarcho Body Music“. Das klingt mal hypnotisch, mal aggressiv, mal überraschend verletzlich, aber niemals berechenbar.

Besonders faszinierend ist dabei, wie selbstverständlich politische Haltung und Clubkultur ineinanderfließen. Angelika Padilla nutzt ihre Musik nicht als dekorative Pose, sondern als unmittelbares Ventil für queere Selbstermächtigung, Wut auf gesellschaftliche Unterdrückung und das Leben marginalisierter Communities. Gerade deshalb wirken Songs wie „Lady of Dread“ oder „Perimeters of Love“ nicht wie theoretische Aktivismus-Parolen, sondern wie emotionale Entladungen mitten auf einer überfüllten Tanzfläche. Bustié schaffen etwas, woran viele politisch motivierte Musikprojekte scheitern: Die Botschaft bleibt niemals trocken, weil sie ständig in Bewegung bleibt.

Dabei besitzt „THROB“ trotz aller Härte auch erstaunlich viel Wärme. Tracks wie „Smile Now, Cry Later“ tragen eine fast nostalgische Sehnsucht in sich und verneigen sich hörbar vor der Lowrider- und Backyard-Party-Kultur von Los Angeles. Zwischen schmutzigen Electro-Beats, dunklen Synth-Flächen und Dancefloor-Euphorie entstehen immer wieder Momente, die gleichzeitig melancholisch und euphorisch wirken. Genau diese emotionale Ambivalenz macht das Album so stark: Es will tanzen, kämpfen, trauern und provozieren — oft alles gleichzeitig.

Noch intensiver wird das Ganze durch die persönliche Geschichte hinter dem Album. „THROB“ war ursprünglich bereits vor Jahren geplant und erscheint nun erst nach einer langen Phase voller Verlust, Schmerz und emotionaler Umbrüche. Angelika Padilla beschreibt das Werk selbst als Verarbeitung von Wut, Herzschmerz und gesellschaftlichem Druck — aber ebenso als Feier der eigenen Community. Besonders die Widmung an ihre verstorbene Mutter Catherine verleiht dem Album zusätzlich eine spürbare emotionale Schwere, die weit über klassische Clubmusik hinausgeht.

Musikalisch bleibt Bustié dabei angenehm unkontrollierbar. Mal erinnern die Songs an heruntergekommene Dark-Electro-Kellerclubs, dann wieder an verschwitzte Freestyle-Partys oder düstere Industrial-Nächte. Gerade diese ständige Reibung zwischen verschiedenen Subkulturen macht „THROB“ so spannend. Das Album wirkt nicht wie ein Produkt, das gezielt für Algorithmen oder Szene-Trends entworfen wurde — sondern wie ein echtes Bedürfnis, sich laut, unbequem und sichtbar Raum zu verschaffen.

Tracklist:
01. Perimeters of Love
02. Negative Approach FT Harry Figueroa
03. Cruel Intentions
04. Smile now,Cry Later FT Gina Kuhn
05. Miami FT Rosa Castillo
06. Bruise Control FT Harry Figueroa
07. W.I.L.T (will infatuation last tonight?) FT Harry Figueroa
08. Lady of Dread FT Esmé Figueroa
09. Confess FT Esmé and Harry Figueroa
10. Bubastis FT Heather „CrowJane“

Das Album vorbestellen: THROB | Bustié

Mit „THROB“ liefern Bustié deshalb nicht einfach nur ein starkes Dark-Electro-Album ab. Sie schaffen ein Werk, das gleichzeitig politisches Statement, Underground-Clubsoundtrack und emotionales Ventil ist — roh, intensiv und voller Leben. Gerade weil die Songs eine derart körperliche und unmittelbare Energie transportieren, dürfte es besonders spannend werden, wie sich dieses Material künftig live entfaltet. Nach der aktuellen US-Tour bleibt definitiv die Hoffnung, Bustié bald auch auf europäischen Bühnen erleben zu können — denn genau diese Mischung aus Clubschweiß, Widerstand und emotionalem Chaos schreit förmlich nach dunklen Nächten irgendwo zwischen Kellerclub, Nebelmaschine und verschwitzter Tanzfläche.

Weblinks BUSTI:

Webseite: anarchobodymusic.com/
Facebook: @Bustiemusic
Instagram: @bustiemusic
Bandcamp: Bandcamp
YouTube: @anarchobodymusic

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