Zwischen Cyberpunk-Dystopie, Industrial-Härte und stampfendem Mid-Tempo hat sich in den letzten Jahren ein Projekt etabliert, das die Bildwelten futuristischer Untergänge in clubtaugliche Wucht übersetzt: Neuroklast. Gegründet 2020 von Kay S. (ex-Chainreactor) und Markus H. (ex-reAdjust/Fractal Age), arbeitet das Projekt mit verzerrten Elektronikschichten, Metal-Anleihen und einer klaren Erzählung von Konzernen, Kontrolle und brüchigen Ordnungen. Anfang 2026 kündigte das Duo eine Neuausrichtung an – nicht als Korrektur, sondern als radikale Verschärfung.
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Mit der neuen Single „Lilith“, erschienen am 13. Februar 2026, setzt Neuroklast diesen Schnitt hörbar um. Der Track dient als offizielles Debüt der neuen Frontfrau RAGE und verschiebt den Schwerpunkt deutlich in Richtung Cyberpunk-Metal: brutale Growls, schwere Riffs, rohe Energie statt primär elektronischer Verdichtung. Inhaltlich spielt der Song mit dem Mythos der Lilith als Figur von Rebellion und Unabhängigkeit – Transformation als Akt der Selbstermächtigung. Das begleitende Musikvideo über den darkTunes-Kanal inszeniert RAGE als zentrale Kraft in einer dystopischen Szenerie und visualisiert den erklärten Bruch mit dem bisherigen Kapitel.
„Lilith“ ist Auftakt einer neuen Phase, die das bisherige Klangbild bewusst „anzündet“. In der Diskografie markiert der Schritt eine Verschiebung der Gewichte: Wo frühere Veröffentlichungen wie „Beyond the Blackwall“, „Streetkid“ oder die 2024er-Releases stärker im Dark-Electro/Industrial verankert waren, rückt nun die metallische Härte in den Vordergrund. Die Referenzwelt bleibt Cyberpunk – geprägt von der Ästhetik futuristischer Megacities und der Vorstellung einer Zukunft, in der Konzerne Regierungen ersetzen –, doch die musikalische Umsetzung wird körperlicher, direkter, aggressiver.
Der Blick zurück zeigt, dass diese Zuspitzung vorbereitet wurde. Mit dem „Succubus (Gladiatorz Club Edit)“ – veröffentlicht im Dezember 2025 in Kooperation mit Cassiopeja – festigte Neuroklast zuletzt noch einmal den Club-Status des Projekts. Die Clubversion funktionierte als „Waffe“ für die Tanzflächen der Szene; „Lilith“ verschiebt den Fokus nun von der reinen Clubtauglichkeit hin zur Bühnen-Wucht. Es ist weniger Kurswechsel als Eskalation: dieselbe dystopische Erzählung, aber mit schärferen Kanten.
Produktion und Ästhetik folgen diesem Ansatz. Stampfende Mid-Tempo-Beats, verzerrte Industrial-Texturen und Metal-Riffs bilden die neue Basis, darüber RAGEs kompromisslose Präsenz. Die Band spricht offen von einer „neuen Ära ohne Gnade“ – ein bewusstes Narrativ, das den Bruch mit dem bisherigen Kapitel markiert, ohne die Herkunft des Projekts zu verleugnen. Die Szene-Verortung bleibt klar: darkTunes Music Group und ProNoize als Partner, Club- wie Live-Kontext als Zielraum.
Weblinks NEUROKLAST:
Facebook: @Neuroklast
Instagram: @neuroklast_music
YouTube: album
