Mit „Shadows Forming“ legt die finnische Band Hauntees am 28. Februar 2026 ihr Debütalbum vor – ein Werk, das sich wie ein staubiger Roadtrip durch imaginierte Wüstenlandschaften anfühlt, ohne die nebligen Wälder des Nordens zu verlassen. Erschienen über Xonoring Records, markiert das Album den ersten großen Meilenstein für die vierköpfige Gruppe aus Helsinki. Zwischen Witchy Rock, Post-Punk und Garage-Attitüde entfaltet sich ein Sound, der zugleich reduziert und eindringlich wirkt.
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Die Band – bestehend aus Aiju Salminen (Bass, Gesang), Heini Kauppinen (Gitarre, Gesang, Orgel), Piia Jalkanen (Gitarre, Backing Vocals) und Teemu Kumpulainen (Schlagzeug) – ist keineswegs neu in der Szene. Zuvor aktiv in Formationen wie Patsy Walkers, Borderline oder Goo-Hags, bündeln sie in Hauntees ihre Erfahrung zu einem fokussierten, dunklen Gesamtbild. „Hauntees is not a hobby, a job, or a voluntary choice for us. It’s something we simply have to do“, lässt die Band wissen – ein Statement, das weniger Pathos als Notwendigkeit transportiert.
Musikalisch reicht das Spektrum von hypnotisch-düsterem Gothic Rock bis hin zu minimalistisch angehauchten Blues-Momenten. Der Opener „All Over Again“, bereits im Januar als Single veröffentlicht, gilt als Aushängeschild des Albums: rau, direkt, mit einem Sog, der unweigerlich in diese Schattenwelt hineinzieht. Auch „HEKS“ wurde vorab präsentiert und unterstreicht die ritualhafte, beinahe beschwörende Grundstimmung. Dass Kritiker die Atmosphäre mit einer Jukebox in einer „Twin Peaks“-Szenerie vergleichen, überrascht kaum – vieles hier wirkt filmisch, latent unheimlich und doch vertraut.
„Shadows Forming“ erscheint digital sowie als klassische LP, unterteilt in A- und B-Seite, ganz in weiß und auf 150 Exemplare limitiert. Insgesamt neun Songs umfasst das Debüt, darunter mit „London Dungeon“ eine eigenwillige Interpretation eines Misfits-Klassikers. Das Instrumental „Phantom Road“ öffnet den Raum für cineastische Weite, während Stücke wie „Spell“ das Gefühl thematisieren, nur noch ein Schatten seiner selbst zu sein – ein Motiv, das sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. Produziert und gemischt wurde das Werk mehrfach an verschiedenen Orten von Ville-Matti Koskiniemi und Miikka Sipilä, das finale Mastering übernahm der US-amerikanische Engineer Taylor Deupree.

Tracklist:
Seite A:
01. All Over Again
02. Apprehension
03. Spell
04. Oblivion
05. Ghost War
Seite B:
06. Self-Defense
07. Red Alert
08. London Dungeon (Misfits-Cover)
09. Phantom Road
Die LP kaufen: Hauntees : Shadows Forming – Record Shop X
Auch live setzt die Band ein klares Zeichen. Die offizielle Release-Show fand am 27. Februar im Ravintola Sophie in Helsinki statt, weitere Termine in Finnland folgten. Zusätzlich begleiten Hauntees im Frühsommer Toody Cole & Her Band auf mehreren Shows – ein Ritterschlag innerhalb der Garage- und Punk-Tradition. International sorgte insbesondere „All Over Again“ bereits für Airplay in britischen und US-amerikanischen Radioshows.
Weblinks HAUNTEES:
Facebook: @hauntees
Instagram: @hauntees_band