MONO INC. – Augsburg, Sommer am Kiez (01.07.2022)

Fotos: MONO INC.
MONO INC., © Marius Meyer
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Tatsächlich: Der Regen hat pünktlich aufgehört. Rund um den Helmut-Haller-Platz und Bob’s Fast and Slow Food herrschte noch ein reges Treiben – da wurden Schilder getragen und angebracht, Kaffees und Kaltgetränke für die Künstler bestellt und gebracht und letzte Vorbereitungen getroffen, denn es sollte endlich wieder losgehen: Die Rückkehrs des Sommers am Kiez, endlich wieder wie gewohnt auf dem Hallerplatz vor dem Bahnhof Augsburg-Oberhausen. Als dann gegen 18 Uhr sogar noch die Sonne rauskam, waren alle Weichen gestellt für einen gelungen Auftakt der diesjährigen Festivalreihe und einen Eröffnungsabend, den mit Mono Inc. direkt ein Hochkaräter eröffnete.

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Zunächst aber gab es mit Oxic Inc. noch den Support-Act zu sehen, der sich gut in diesen Abend einfügte. Waviger Gothic-Rock mit Post-Punk-Einflüssen begegnete dem Zuschauer hier, begonnen mit Hypnotize Me, das eingängigen Gesang und einen treibenden Sound bot, was vor der Bühne direkt die Neugierde weckte, sodass sich bereits jetzt viele Besucher Richtung Bühne wandten. Druckvolle Klänge der alten Schule (ohne dabei alt zu wirken), atmosphärische Momente – all das passte gut in den Abend, was dankend angenommen wurde und wiederum auch die Band sehr freute, die sich von der guten Laune direkt anstecken ließ. Nach dem vermeintlichen Schluss mit AHAB, einer erneut sehr atmosphärisch wirkenden Nummer, stellte die Band fest, dass sie noch Spielzeit hat und kam noch einmal zurück. Widerworte auf Seiten des Publikums gab es keine, sodass man davon ausgehen kann, dass die Band sich an diesem Abend auch einige neue Zuhörer erspielt hat.

Setlist OXIC INC. – Augsburg, Sommer am Kiez (01.07.2022):

01. Intro
02. Hypnotize Me
03. Izaya
04. Crossed the Line
05. Vale of Tears
06. Running Blind
07. Catatonic D.
08. Seastars
09. Voice of Imagination
10. AHAB

Eine Umbaupause später konnte es dann losgehen mit dem Headliner des Eröffnungsabends: Mono Inc. betraten die Bühne und legten mit Louder Than Hell los – und tatsächlich war es lauter geworden als noch bei Oxic Inc. Die Band schien guter Dinge, legte sich ins Zeug und eröffnete den Abend so wie auch ihr aktuelles Album The Book of Fire. Machte die Band gut sechs Wochen zuvor in Hamburg einen angespannten bis erschöpften Eindruck, so schien es diesmal so, als sei ein Schalter umgelegt worden. Ein Eindruck, den Sänger Martin Engler indirekt auch bestätigte, als er davon sprach, dass am Abend zuvor die Tour zum Album beendet worden sei und man nun im Festival-Modus sei. Was auch Änderungen mit sich brachte, wie sich später zeigen sollte.

Zunächst einmal war es – natürlich, möchte man sagen – erst einmal ein Best Of-Set. Druckvoller Dark bis Gothic Rock, Stücke wie Symphony Of Pain oder The Banks of Eden luden zum Mitgehen ein, ruhigere Momente mit Stücken wie Boatman fügten sich gut ein und man merkte zwar, dass die Band routiniert ihr Programm spielt, aber auch, dass sie Spaß dran hatte, an diesem Abend gelöst aufzuspielen. Sicher, das alte Spiel mit der vermeintlichen Enttäuschung über das zu leise Publikum und die Glückseligkeit, wenn es dann doch lauter wird, das wirkt phasenweise schon zu einstudiert, aber es gab an diesem Abend auch die selteneren Momente. Zwischenzeitlich stand auch mal Engler solo auf der Bühne, schnappte sich die Akustikgitarre und coverte unter anderem Hallelujah, wie er da so allein stand. Was man es schon früher auf Festivals von der Band kannte, wurde im Zuge dieses kleinen Akustik-Intermezzos auch mal wieder The Passenger gecovert, inkl. Mitsing-Chorus.

Um diese Momente herumgebaut gab es ein angenehmes Mono Inc.-Konzert zu erleben, das Hit-lastig erschien und den Fans der Band das bot, wofür sie da waren – und eine Band zeigte, die an diesem Abend frei aufspielte. Zum Zugabenteil hin war es mit Überraschungen dann spätestens vorbei, aber das ist auch nicht weiter verwerflich, schließlich gehören Stücke wie Voices of Doom, Kein Weg zu weit wie auch Children of the Dark (auch ohne die anderen Beteiligten) bei Mono Inc. dazu. Somit kombinierte der Abend zweierlei: Auf der einen Seite war es ein gelungenes Konzert von Mono Inc., auf der anderen Seite aber auch ein Auftakt nach Maß für den diesjährigen Sommer am Kiez, der noch bis in den August hinein mit vielen spannenden Konzerten aufwartet.

Setlist MONO INC. – Augsburg, Sommer am Kiez (01.07.2022):

01. Louder Than Hell
02. Funeral Song
03. Symphony of Pain
04. Gothic Queen
05. The Banks of Eden
06. Boatman
07. Arabia
08. Where the Raven Flies
09. Acoustic-Part
10. Drum Battle (Das Boot)
11. Get Some Sleep
12. Welcome to Hell (Z)
13. Voices of Doom (Z)
14. Kein Weg Zu Weit (ZZ)
15. Children of the Dark (ZZ)

Weblinks MONO INC.:

Homepage: www.mono-inc.com
Facebook: www.facebook.com/monoinc
Twitter: www.twitter.com/mono_inc

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