A PROJECTION, WIRES & LIGHTS + ON THE FLOOR – Hamburg, Hafenklang (08.02.2020)

A Projection, © Marius Meyer
Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Sch√∂ne St√§dte mit sch√∂nen Konzerten verbinden? Immer wieder eine erfreuliche Angelegenheit. Eine, wie sie sich auch im Februar ergab, als A Projection im Hamburger Hafenklang auftraten. Mit ihrem aktuellen Album Section im Gep√§ck waren sie bereits f√ľr einige Shows unterwegs, bevor der Stopp im Norden als Abschluss der Deutschland-Tour anstand, f√ľr das ein sch√∂nes Package geschn√ľrt wurde ‚Äď so traten an diesem Abend nicht nur A Projection selbst auf, sondern hatten auch Wires & Lights sowie On The Floor mit dabei, die den zahlreich anwesenden G√§sten einen ansprechenden und musikalisch hochwertigen Abend bescherten. Da sp√§ter noch Partybetrieb sein sollte, ging es dann auch bereits zeitig los.

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Es war kurz vor acht, als On The Floor vor bereits gut gef√ľllten Reihen antraten und mit ihrem old schoolig gepr√§gten Gothic Rock-Sound den Abend er√∂ffneten. Dark Wave und Post-Punk als Zutaten mit dabei und sichtbare Spielfreude leiteten den Abend gut ein. Treibende Sounds, eing√§ngiger Gesang und gut dosierte Melancholie schimmerte durch St√ľcke wie Chain oder auch We light the sky. Auch das Publikum hatte sichtlich seine Freude am Heimspiel der Band. Die insgesamt acht St√ľcke konnten √ľberzeugen und auch Floorshow, gecovert von den Sisters of Mercy, f√ľgte sich dabei gut ein, bevor Killing Queen den ersten Auftritt dieses Abends beendete. Wie man nach der Show im Publikum zudem feststellte, haben einige On The Floor an diesem Abend zwar erst kennengelernt, aber sich ‚Äď verst√§ndlicherweise ‚Äď vorgenommen, sich auch nach der Show noch einmal mit der Musik auseinanderzusetzen.

Setlist ON THE FLOOR ‚Äď Hamburg, Hafenklang (08.02.2020):

01. Backseat
02. Chain
03. This Is All
04. Some Say
05. We light
06. Shine
07. Floorshow
08. Killing

Schnell Nachschub an der Bar geholt oder auch eine Runde Tischkicker gespielt und schon ging es weiter. Gegen halb neun betrat mit Wires & Lights die zweite Band des Abends die B√ľhne. Die Berliner Post-Punk-Band war manch einem bereits ein Begriff, sodass es kein gr√∂√üeres Anw√§rmen brauchte und direkt viel Bewegung im Raum zu vernehmen war. Trotz Anw√§rmens war es ein cooles Auftreten in Kombination mit den manchmal k√ľhl wirkenden und dennoch eing√§ngigen Sounds. Songs wie Swimming gaben die Richtung vor, nahmen die Zuschauer ein und f√ľgten sich zu einem abwechslungsreichen Set. Mal direkter nach vorn, mal mehr Melancholie, immer eing√§ngig und tanzbar ‚Äď bis hin zum Schluss mit Going, Going, Gone. Eine Band, die man sich merken und bei n√§chster Gelegenheit wieder anschauen sollte. Sei es auf Festivals, im Club oder auch, wenn The Mission ihre neuen Termine bekanntgeben ‚Äď bei der aktuell pausierten bzw. verschobenen Tour sind sie schlie√ülich auch als Support dabei.

Setlist WIRES & LIGHTS ‚Äď Hamburg, Hafenklang (08.02.2020):

01. Controller:Resistor
02. Swimming
03. Anyone
04. Sleepers
05. Dead To Us
06. Electric
07. Drive
08. Going, Going, Gone

Eine weitere Umbaupause stand an und kurz vor halb zehn war es soweit, dass A Projection die B√ľhne betreten konnten. Die d√ľstere Atmosph√§re wurde weiter unterstrichen, viel Stroboskop, d√ľstere Post-Punk-Stimmung verbreitete sich schon von den ersten Kl√§ngen an. Mit Dark City er√∂ffneten die Schweden ihre Show und schon war man mittendrin im Geschehen. G√§nsehaut und Bewegungsdrang kamen hier schnell zusammen und eigentlich hatte man schnell gar keine andere Gelegenheit mehr, als freudig mitzugehen. Mit Substitute war man an zweiter Stelle auch bereits im aktuellen Album Section, das Anlass der Tour war. Ein Album, das sich sp√ľrbar gut ins Werk der Band einf√ľgt.

Dass nach dem zweiten Album, dem Vorg√§nger Framework, der S√§nger die Band verlie√ü und fortan Bassist Rikard Tengvall den Gesang √ľbernahm, ist tats√§chlich eine Info, die sich einem nicht von selbst erschlossen h√§tte, denn auch die √§lteren St√ľcke √ľbernahm er, als w√§re es schon immer so gewesen. St√ľcke wie The Laughing Garden standen da nahtlos in einer Reihe mit j√ľngeren Nummern wie Lucy Shrine. Nat√ľrlich, ein Name, den man bei A Projection nicht aus dem Kopf bekommt, ist stets Joy Division. Das Genre ist eben Post-Punk und dass die schwedischen Musiker ein Faible f√ľr die gro√üen Vorbilder haben, daraus haben sie nie ein Geheimnis gemacht.

Dennoch ist es ganz klar eine A Projection-Show, die es an diesem Abend zu sehen gab. Die Band war in ihrem Element, ging in den Kl√§ngen auf und man merkte, dass sie das lebte, was es zu h√∂ren und sehen gab. Wenn S√§nger Rikard Tengvall zwischenzeitlich am Boden liegt, so wirkt das nicht aufgesetzt, sondern einfach verloren in seiner Kunst. Als Zuschauer verliert man sich hier direkt mit in den Kl√§ngen und der Show. Ein Auftritt, der einen nach den insgesamt 18 gespielten St√ľcken mit einem gl√ľckseligen L√§cheln im Gesicht in die Nacht entlie√ü. Nat√ľrlich nicht, ohne zuvor am Merchandise-Stand noch den Geldbeutel etwas erleichtert zu haben.

Setlist A PROJECTION ‚Äď Hamburg, Hafenklang (08.02.2020):

01. Dark City
02. Substitute
03. Transition
04. Time
05. I’m not here
06. The Laughing Garden
07. Breach
08. Lucy Shrine
09. Disbelief
10. Fall
11. Down
12. No Light
13. Live Again
14. Young Days
15. Something Whole
16. Exit
17. For Another Day
18. Hands

Weblinks A PROJECTION:

Homepage: www.aprojection.com
Facebook: www.facebook.com/aprojectionband
Bandcamp: aprojection.bandcamp.com

Section (Digipak)

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