HELL BOULEVARD + FLORIAN GREY @ Kulttempel, Oberhausen (26.09.2019)

Hell Boulevard © Miriam Neiken
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

F√ľr eine nur drei Shows umfassende Tournee unter dem Motto Dead Serious schlossen sich Hell Boulevard und die langj√§hrigen Freunde von Florian Grey zusammen. Oberhausen, Hannover und Leipzig waren die drei St√§dte, in denen es jeweils zwei Headliner-Sets auf die Ohren gab. Los ging’s mit rund 25 Minuten Versp√§tung um kurz vor 20 Uhr aber mit dem Special Guest The Fright, musikalisch auch im Dark-Rock-Bereich angesiedelt. 2002 gr√ľndete sich die Band, tourte bereits mit The 69 Eyes – aber eine stabile Fanbase scheinen sich die Mannen um S√§nger Lon in den 17 Jahren nicht erarbeitet zu haben. Die Zuschauerreaktionen blieben doch recht verhalten, denn so richtig kicken wollte die Performance nicht. Zum einen waren die meisten dargebotenen Songs eher im Midtempo gehalten, zum anderen hatte der Frontmann nicht nur einmal Probleme, die T√∂ne zu halten.

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Da zog der Auftritt von Florian Grey doch schon deutlich st√§rkere Reaktionen. Gut, bei einem ausgebildeten Bariton, wie es in der Facebook-Info der Gruppe steht, erwartet man doch vielleicht eine andere Stimmfarbe, aber: Florian wei√ü mit seinem Publikum umzugehen, interagiert charmant wie professionell und kommt doch sehr charismatisch r√ľber. Dazu gabs eing√§ngige „Symphonic Dark Rock/Pop“-Songs (so bezeichnet Grey selbst die Musik der Band) – und nach gut 55 Minuten wurde das Quartett, zu dem auch Hell-Boulevard-Gitarrist Von Marengo geh√∂rt, mit verdientem Applaus verabschiedet. Fans von Erdling und Clan Of Xymox aufgepasst: Mit beiden Acts wird Florian Grey in den kommenden Monaten touren, Termine siehe Facebook.

Die meisten Zuschauer im vielleicht zu 40 Prozent gef√ľllten Kulttempel schienen allerdings vor allem wegen Hell Boulevard angereist zu sein. Musikalisch sehen sich die Italiener als „Goth-Rock’n’Roller“ und legten im Vergleich zu den anderen Bands des Abends einen H√§rtegrad drauf. Songs wie Satan In Wonderland, Zero Fucks Given oder Love Is Dead punkten mit deftigen Riffs, Tempo und Ohrwurm-Melodien, dass S√§nger Matteo „vDiva“ Fabiani nicht nur eine bet√∂rende, tiefe Stimme, sondern auch ein Szene-Model-√Ąu√üeres mitbringt, schadet dem Gesamtkonstrukt sicher nicht. Prognose: Mit ihrem Sound k√∂nnten Hell Boulevard das n√§chste gro√üe Ding im Fahrwasser von Mono Inc., Lord Of The Lost, Unzucht & Co. werden. Flei√üig sind sie jedenfalls: Am Morgen des Oberhausens-Konzerts gab die Band weitere Tourdaten f√ľr 2020 bekannt (interessanterweise ausschlie√ülich in Deutschland), ein neues, drittes Album namens Not Sorry wird ebenfalls folgen.

Nach rund 60 Minuten k√ľndigten Fabiani dann das Ende der Show an. Wahre Fans wussten aber, dass es das noch nicht gewesen sein konnte – schlie√ülich fehlte noch das obligatorische (und wirklich gro√üartige) Britney-Spears-Cover Baby One More Time. Das allerdings performten Hell Boulevard diesmal nicht alleine, sondern mit den Musikern aller Bands des Abends, die spontan die B√ľhne enterten. Den Text kann ja sowieso jeder mitsingen – ein stimmungsvolles Ende dieses Konzertabends!

Setlist HELL BOULEVARD @ Kulttempel, Oberhausen (26.09.2019):

01. As Above So Below
02. Satan In Wonderland
03. Bitch Next Door
04. A Lesson In Pain
05. Love Is Dead
06. All I’ve Lost
07. Bad Boys Like Me
08. Zero Fucks Given
09. Dead Valentine
10. In Black We Trust
11. Baby One More Time

Weblinks HELL BOULEVARD:

Homepage: shop.hellboulevard.com
Facebook: www.facebook.com/hellboulevard

Weblinks FLORIAN GREY:

Homepage: www.florian-grey.com
Facebook: www.facebook.com/floriangreyofficial

Weblinks THE FRIGHT:

Homepage: www.the-fright.de
Facebook: www.facebook.com/thefrightofficial

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