NICK CAVE & THE BAD SEEDS – Distant Sky EP (Live in Copenhagen)

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Unsere Bewertung:


10 Musik

9 SpiellÀnge

9.5

Über den Kultstatus eines Nick Cave und seinen Bad Seeds mĂŒssen wir nicht lange diskutieren, doch es scheint gerade in den letzten Jahren so, als wĂŒrde er mittlerweile nicht nur bewundert, sondern auch durchweg respektiert werden. Wohl kaum eine Tour war so vielbeachtet wie die Shows zum letzten Album Skeleton Tree. Jeder einzelne Auftritt war nicht nur ein einfaches Konzert, es war eine Zelebrierung des Meisters und seines ĂŒberaus talentierten Gefolges um Warren Ellis und hatte etwas fast religiöses an sich. Konzerte von Nick Cave & The Bad Seeds sind Erfahrungen, die man nie wieder vergisst, die sich fest in Herz und Geist fressen. Nicht weiter verwunderlich, dass mit dem Film Distant Sky versucht wurde, dieses Erlebte fĂŒr die Nachwelt festzuhalten. Begleitend dazu erscheint nun die Distant Sky EP (Live in Copenhagen), auf der sich vier Songs befinden und die nur auf limitiertem Vinyl oder als Download erhĂ€ltlich ist.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Die Vinyl-Veröffentlichung ist chronologisch getrennt und so finden wir auf der A-Seite mit Jubilee Street und dem TitelstĂŒck zwei StĂŒcke eher neueren Datums, die sinnbildlich fĂŒr den vielleicht etwas ruhigeren und zugĂ€nglicheren Stil der letzten Veröffentlichungen stehen, aber auch deutlich machen, dass Nick Cave wie bei Distant Sky – im Duett mit der Sopranistin Elsa Torp – ein ErzĂ€hler ist, an dessen Lippen man als Hörer gerne hĂ€ngt, der aber gleichzeitig wandlungsfĂ€hig wie kaum ein zweiter agieren kann. Und selbst wĂ€hrend der ruhigeren Passagen wie der Eröffnung von Jubilee Street hört man immer wieder die Fans vor Begeisterung aufschreien, weil sie ihr GlĂŒck einfach herausschreien wollen oder gar mĂŒssen. Und spĂ€testens wenn Cave selbst förmlich zu explodieren droht, kocht der Saal auch ohne dass man dabei Bilder sieht, die generiert das innere Auge nĂ€mlich von ganz alleine und lĂ€sst Erinnerungen an großartige Konzerte wie dem in DĂŒsseldorf wieder aufleben.

Richtig kultig wird es dann mit zwei unvergleichlichen Klassikern auf der B-Seite, die vom Titelsong des ersten Bad Seeds Albums From Here To Eternity eröffnet wird, das auf 9 Minuten die gesamte Bandbreite der BandfrĂŒhphase aufzeigt, mit zum Teil verstörenden, fast atonalen Klanggebilden aufwartet und die Zuschauer bei den Konzerten regelmĂ€ĂŸig in totale Ekstase versetzte. Vollendet wird die Distant Sky EP (Live in Copenhagen) mit dem an IntensitĂ€t wohl kaum noch zu ĂŒberbietenden The Mercy Seat, das zwar fast friedvoll mit Akustikgitarre beginnt, sich im weiteren Verlauf aber immer weiter steigert und einen die Beklommenheit eines Menschen in der Todeszelle fast nachvollziehen lĂ€sst, so dass sich einem die Nackenhaare aufstellen und die Haut komplett mit GĂ€nsepelle ĂŒberzogen erscheint.

Distant Sky ist eine wundervolle EP, deren einziger Wermutstropfen ist, dass sie mit knapp 29 Minuten zwar fĂŒr eine EP recht lang ausgefallen ist, aber eben nur vier StĂŒcke enthĂ€lt und somit einen kompletten Konzertmitschnitt nur (sehr erfolgreich) anteasert. Denn eins ist nach dieser bestens verbrachten halben Stunde sicher: Man möchte mehr


Distant Sky (Live In Copenhagen) - 12" EP [Vinyl Maxi-Single]

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Tracklist NICK CAVE & THE BAD SEEDS – Distant Sky EP (Live in Copenhagen):

A01. Jubilee Street
A02. Distant Sky
B01. From Here To Eternity
B02. The Mercy Seat

Nick Cave & The Bad Seeds – Distant Sky Clip – Live in Copenhagen

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Geschrieben von
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