Reingehört Winter 2017/2018: EAARTH RECORDER, KRAYENZEIT, WE CAME AS ROMANS

Reingehört August 2016: ALYZEE / DAMAGE / LITTLE BROTHER ELI
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Jeden Monat erreichen uns eine Vielzahl von Neuveröffentlichungen und getreu des Mottos “So many records – so little time” würden die meisten davon untergehen. In unserer Rubrik >Reingehört< stellen wir Euch daher einige Releases im “Schnelldurchlauf” vor:

Lass Dir den Beitrag vorlesen:
EAARTH RECORDER – Too Cold To Touch EP

Da ist sie also, die erste EP von Eaarth Recorder, einem neuen Projekt aus Nordrhein-Westfalen. Die Band besteht aus Alex, Stefan und Ben. Letzterer dürfte einigen Lesern als ehemaliger Gitarrist von Leichtmatrose ein Begriff sein, wohingegen Stefan zudem bei Our Banshee aktiv ist. Die EP „Too Cold To Touch“ ist das erste hörbare Lebenszeichen, die enthaltenen vier Tracks klingen allerdings alles andere als wie ein Herantasten. Stilistisch zeigt man sich sehr offen und experimentiert mit Stilelementen verschiedenster Genres, gibt sowohl alten, dunklen Electrosounds, als auch Synthie- oder Gitarrenflächen eine Chance und macht auch nicht vor einer dunklen Ballade wie „tread softly bearer of the stars“ – bei dem mich Alex’ Stimme zum Teil doch etwas irritiert – nicht Halt. Die Bezeichnung Suicide Pop – dem Titel des bald erscheinenden ersten Longplayers – scheint da durchaus richtungsweisend und hilfreich, auch wenn Pop suggeriert, dass die Musik leicht zugänglich wäre. Zum Teil muss man sich aber doch erst einmal ein wenig herantasten, dann aber gewinnen die Songs mit jedem Hördurchlauf immer mehr an Tiefe und setzen sich weiter im Gehörgang fest. Freunde von Post Punk oder Wave-Postrock sollten den Jungs jedenfalls definitiv eine Chance geben. (Michael Gamon)

KRAYENZEIT – Von Mond Und Schatten

Während sich Saltatio Mortis weiter noch ein wenig Zeit mit einem neuen Studioalbum lassen, gibt es mal wieder neues Material von Krayenzeit und somit eine durchaus gute Art, die Wartezeit zu überbrücken. Zwar handelt es sich bei den Krähen sicher nicht um eine bloße Kopie, aber Stil und damit Zielgruppe sind durchaus vergleichbar. Konnte schon das frühere Material überzeugen, zeigt sich die Band auf Von Mond Und Schatten weiter gereift, ohne ihren Sinn für Humor wie bei der abschließenden Vogelhochzeit verloren zu haben. Die Jungs aus Ludwigsburg werden dieses Mal von Anna Katharina Kränzlein (Schandmaul), Anna Murphy (ex-Eluveitie/Cellar Darling), Katja Moslehner (ex-Faun), Malte Hoyer (Versengold) und Aello (Harpyie) verstärkt und können es sowohl ruhig angehen (Nirgendmeer), als auch die Gitarren sprechen lassen (Blut Von Meinem Blut) und ordentlich Gas geben. Am Wohlsten fühlen sie sich aber im Midtempo mit leichten Dynamikwechseln. Fans von Mittelalterrock mit folkigem Einschlag kommen voll auf ihre Kosten und können bedenkenlos zugreifen. (Michael Gamon)

Krayenzeit - "Spieglein, Spieglein" (Official Video)

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WE CAME AS ROMANS – Cold Like War

Ein Stück weit Back to The Roots heißt es im Hause We Came As Romans. Auf dem neuen Album Cold Like War gehen die Jungs durchaus wieder etwas härter zur Sache, als es noch auf ihrem selbstbetitelten letzten Album der Fall war. Geblieben ist trotz allem das Gespür für feine Melodien, die nun aber zum Teil brachialer zum Ausdruck kommen. Fans der ersten Stunde wird es freuen, diejenigen, die erst beim letzten Album hinzugekommen sind, werden sich ab und an aber vielleicht wundern, wie Ihnen hier zum Teil die Ohren durchgepustet werden. Die Jungs aus Troy/Michigan setzen weiter auf zweistimmigen Gesang, wobei dem aggressiven bis gutturalen jetzt wieder ein wenig mehr Raum eingeräumt wird. Bei den meisten Songs wie dem Titeltrack oder dem fast balladesken Promise Me behält hingegen der Cleangesang weiter deutlich die Oberhand. Wieder einmal ein sehr gutes Album der Amerikaner, das sicher auch live eine Menge Spaß machen dürfte. (Michael Gamon)

We Came As Romans - Cold Like War (OFFICIAL MUSIC VIDEO)

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