DAVID GARRETT – Köln, LANXESS Arena (01.12.2016)

Fotos: DAVID GARRETT
David Garrett, © Markus Hillgärtner
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Es ist sicherlich nicht einfach, klassische Musik und Rock/Pop unter einen Hut zu bringen. Aber David Garrett schafft es immer wieder, seine Fans verschiedenster Generationen für beide Seiten seiner Crossover Touren zu begeistern. So auch am 01.12.2016 in der Kölner Lanxess Arena, wo er auf seiner „Explosive Live!“ Tour Halt gemacht hat.

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David Garrett stand wieder einmal mit seinem unverkennbaren jugendlichen Charme und seiner Gelassenheit auf der Bühne und ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als ihm am Anfang des Konzertes die E-Saite seiner Geige riss und er vor dem Publikum das ausgewechselte Instrument neu stimmen musste. Er bat vor den Kameras um etwas “Privatsphäre“ und wunderte sich mit einem breiten Grinsen, dass das Publikum auch nach dem Stimmen des Instrumentes lachend klatschte – „Ihr konntet das hören?“.

Begleitet wurde David Garrett auch dieses Mal wieder von seiner herausragenden Band, der neuen Philharmonie Frankfurt und dem Deutschen Fernsehballett. Die Leinwände über der drehbaren Bühne in der Mitte der Arena zeigten abwechselnd Live Aufnahmen, Ausschnitte aus seinen Musik Videos und Animationen passend zur Lightshow. Bei dem Lied Let It Go aus dem Soundtrack zu Disneys Animationsfilm Frozen wurde die Bühne in Nebelschwaden gehüllt und auf den Leinwänden tanzten Eiskristalle. Ein weiteres Highlight seiner Bühnenshow war der bestimmt drei Meter hohe Marshmallow Man, der passend zum Lied Ghostbusters direkt neben der Bühne aufgepumpt wurde.

Für das von seinem Bandmitglied Franck van der Heijden geschriebene Stück Furious hat sich David etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Er wolle seinen Fans gerne zeigen, was während eines solchen Konzertes in seinem Kopf vorgeht. Dazu wurden die Leinwände in zwei Teile geteilt. Der eine Teil zeigte eine Nahaufnahme seiner rechten Hand, sodass das Publikum jede seiner Bewegungen sehen konnte. Parallel dazu waren dann im oberen Teil die Noten zu sehen, die in der passenden Geschwindigkeit mitliefen. Mit im Gepäck hatte das Ausnahmetalent außerdem die Sängerin Edita. Sie unterstützte ihn bei zwei Liedern auf der Bühne, unter anderem bei Marathon, welches seine Schwester Elena geschrieben hat. Als Abschluss der ersten Hälfte präsentierte der Stargeiger dann eine Hommage an den im April 2016 verstorbenen Künstler Prince mit den Worten: „Wenn Prince Geige gespielt hätte, hätte er das Lied so gespielt wie ich jetzt“. Es folgte eine furiose Interpretation von Purple Rain.

Auch die zweite Hälfte war nicht minder emotional und ereignisreich. Zuerst widmete er das Lied You’re my inspiration von Chicago dem Publikum, denn er kreiert seine Stücke nicht nur für sich selbst, sondern hauptsächlich für den Moment, wenn er sie auf der Bühne spielt. Das nächste klassische Stück Midnight Waltz widmete er seiner Mutter. Poppiger ging es dann weiter mit einem Duell zwischen E-Gitarre und elektrischer Geige, welches dann fließend in Bachs Präludium überging. Danach hatte Edita ihren zweiten Auftritt mit dem von David Garrett geschriebenen Song How Many Times und mit dem Lied Killing In The Name Of von Rage Against The Machine wurde nochmal gezeigt, was die Pyrotechnik zu bieten hatte. Die Hits zweier Musiklegenden stellten dann den Abschluss eines großartigen Konzertes dar. Zuerst das Lied They Don’t Care About Us der Pop-Ikone Michael Jackson, bei dem das Publikum kräftig mitklatschte und dann als krönendem Abschluss die Ballade Music von John Miles, mit der sich, laut Garrett, „jeder ein Stück weit identifizieren kann“.

Fotos: Markus Hillgärtner

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