PLACEBO & THE MIRROR TRAP – Köln, Lanxess Arena (02.11.2016)

PLACEBO & THE MIRROR TRAP - Köln, Lanxess Arena (02.11.2016)
Placebo, © Michael Gamon
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

20 Jahre Placebo – ein Grund zum Feiern. Also schnürten Brian Molko und Stefan Olsdal ein deftiges Jubiläumspaket, bestehend aus einer umfangreichen Best-Of-Compilation und einer umfassenden Tournee. Zum einzigen NRW-Konzert gastierten die Alternative-Rocker dabei in der Deutzer Lanxess Arena. Und brachten mit The Mirror Trap einen sehr anständigen Support mit, der ärgerlicherweise unter einer ziemlich matschigen Soundkulisse zu leiden hatte. Frisch klingender Indie mit einer Prise Rock & Roll in Kombination mit stellenweise aufblitzenden Wave-Synthies und der mitreißenden wie stimmlich starken Performance von Sänger Gary Moore – es gab bei Placebo sicher schon schlechtere Vorbands. Einige Stücke aus dem neuen Album Simulations hatten die Schotten mit im Gepäck und betrieben im Rahmen der akustisch beschränkten Möglichkeiten gute Werbung in eigener Sache.

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Setlist THE MIRROR TRAP @ Köln, Lanxess Arena (02.11.2016):

01. Second Life
02. Bleach Your Bones
03. Something About Forever
04. American Dreams
05. Joyride
06. No ID
07. Piranhas
08. New Trance
09. Under The Glass Towers

PLACEBO & THE MIRROR TRAP - Köln, Lanxess Arena (02.11.2016)

Simulations [Explicit]

Preis: 9,99 €

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Nach 30 Minuten Umbaupause begannen Placebo gegen 20.45 Uhr ihre Zeitreise. Vorab hatte Sänger Molko angekündigt, einige alte Stücke auf dieser Tour womöglich zum allerletzten Mal live zu spielen – umso größer war die Freude über den Opener Pure Morning und die gender-konformen Begrüßungsworte des gut aufgelegten Frontmanns: “Good evening, ladies and gentlemen… and those of you who find yourselves in between.” Pünktlich zum Auftritt der Hauptband befand sich dann auch der Sound auf einem zufriedenstellenden Niveau. Mit Loud Like Love, der neuen Single Jesus’ Son sowie Soulmates folgten zunächst weitere Stücke der treibenderen Art. In der Folge bewiesen Placebo aber wie von den vergangenen Touren bereits gewohnt, dass sie sich um die Setlist-bezogenen Erwartungen der Anhängerschaft einen feuchten Dreck kümmern und viele der beliebtesten Songs nicht in ihr Programm einbauen. Der Mittelteil des Konzerts bestand fast ausschließlich aus langsamen Stücken, die überwiegend nur den absoluten Die Hard-Fans bekannt sein dürften und wurde von Brian Molko passenderweise die “Melancholic Section” genannt. Space Monkey, Devil In The Details, I Know, Exit Wounds, Lady Of The Flowers… von einer reinen Best-Of-Show war das Programm weit entfernt. Und dies im Übrigen bei ausnahmslos allen Konzerten dieser Tour, da die Songauswahl immer die Gleiche war. Und damit blieben Hits wie Meds, Taste In Men, Bruise Pristine, Black-Eyed oder English Summer Rain komplett außen vor, auch Every You, Every Me gab es jeweils nur als Musikvideo vor dem Beginn des Konzerts. Nach knapp anderthalb Stunden und einer visuell ansprechend umgesetzten wie lautstark bejubelten David Bowie-Hommage bei Without You I’m Nothing durfte dann aber doch noch ein wenig getanzt und mitgegrölt werden. Der “Stumpf ist manchmal doch Trumpf”-Song For What It’s Worth leitete einen famosen Schlussspurt ein, der nach knapp über zwei Stunden Konzertlänge in der wunderschön-atmosphärischen Kate Bush-Coverversion Running Up That Hill gipfelte. Auch wenn der Mittelteil zunächst ein wenig auf de Stimmung bei den gut 12.500 Zuschauern drückte, insgesamt ein sehr gelungener Auftritt. Auf die nächsten 20 Jahre!

Setlist PLACEBO @ Köln, Lanxess Arena (02.11.2016):

01. Pure Morning
02. Loud Like Love
03. Jesus’ Son
04. Soulmates
05. Special Needs
06. Lazarus
07. Too Many Friends
08. 20 Years
09. I Know
10. Devil In The Details
11. Space Monkey
12. Exit Wounds
13. Protège Moi
14. Without You I’m Nothing
15. 36 Degrees
16. Lady Of The Flowers
17. For What It’s Worth
18. Slave To The Wage
19. Special K
20. Song To Say Goodbye
21. The Bitter End
22. Teenage Angst (Z)
23. Nancy Boy (Z)
24. Infra-Red (Z)
25. Running Up That Hill (ZZ)

Foto: Michael Gamon

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