MUMFORD & SONS – Düsseldorf, ISS Dome (14.05.2016)

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Peitschende Winde fegen umher – mittendrin zahlreiche Menschen, die mitsamt ihrem Jutebeutel energisch ihr Ziel ansteuern: ISS Dome, Düsseldorf. Die britische Folk-Rock Band Mumford & Sons gibt an diesem Abend der Landeshauptstadt die Ehre.

Ehe die Musiker rund um den Leadsänger Marcus Mumford die Bühne betreten, gewährt der Singer-Songwriter Bill-Ryder Jones aus Merseyside, England, der in jungen Jahren als Gitarrist der Band The Coral Erfolge feierte, mit eher melancholischen Tönen und einer recht introvertierten Darbietung den Konzertbesuchern nochmals ein paar Momente des Dahinschwelgens.

Pünktlich auf die Minute eröffnen Mumford & Sons wenig später mit dem Song Snake Eyes aus ihrem aktuellen Album Wilder Mind die Show. Im Anschluss fordert Marcus Mumford die Konzertgänger nochmals dazu auf, am heutigen Abend die Sorgen abzulegen und stattdessen in den nächsten anderthalb Stunden das Beisammensein und das Leben zu feiern – mit der Intention, dass zum Ende des Konzerts einer den anderen kennt und niemand ohne ein Lächeln den Heimweg antreten muss. Das Publikum feiert den Appell der Band mit frenetischem Jubel, womit sich wieder einmal zeigt, dass Authentizität am längsten währt…

Der Song Believe ermuntert dann auch die restlichen skeptischen Besucher sich von ihren Sitzplätzen zu erheben und sich der Feier anzuschließen. Die Bandmitglieder genießen fasziniert den Anblick der tanzenden Menschenmengen, sei es jung oder alt. Der Klassiker Little Lion Man, mit dem einmal alles begann, wird hingegen mit euphorischen Freudensprüngen gefeiert, dessen Beben die ganze Halle erfasst. Fast mag man meinen, dass an diesem Abend nicht nur die angereisten Fans vor Freude strotzen sollen, sondern jeder dort draußen. Die Setlist bietet einen Mix aus allen Alben, die aus Mumford & Sons‘ Feder stammen. Ein ganz besonderes Highlight setzt jedoch die Akustik-Session, bei der die Bandmitglieder in einem im Innenraum errichteten Podest zu viert vor einem einzigen Mikrofon zusammen Time Shel und Cold Arms, von einem Lichtermeer umringt, performen.

Kurz vor knapp werden die Fans dann auch noch mit einem sprühenden Funkenvorhang und mit ein wenig Glück mit einem Handschlag des Frontmann belohnt, der es sich nicht nehmen lässt, dankend durch die Menge zu wandern. Ehe die Band das Ende einläutet, werden auch der Support-Act Bill-Ryder Jones und seine Bandkollegen von Mumford & Sons auf die Bühne gebeten um gemeinsam mit ihnen den The Kinks Klassiker You really got me zu performen. Zum Schluss erklimmt dann selbst ein Teddybär mit Rucksack die Bühne – somit eine lohnenswerte Reise für jeden Einzelnen, die so schnell bestimmt nicht in Vergessenheit geraten wird.

Setlist MUMFORD & SONS @ Düsseldorf, ISS Dome (14.05.2016):

01. Snake Eyes
02. Tompkins Square Park
03. Believe
04. Little Lion Man
05. Broad-Shouldered Beasts
06. Lover Of The Light
07. Broken Crown
08. Ghosts That We Knew
09. Wilder Mind
10. The Cave
11. Ditmas
12. Dust Bowl Dance
13. Time Shel
14. Cold Arms
15. Hot Gates (Z)
16. Forever (Z)
17. You Really Got Me (Z)
18. I Will Wait (Z)
19. The Wolf (Z)

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Foto: Markus Hillgärtner (Archivbild)

Geschrieben von
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