ITCHY POOPZKID – Dortmund, FZW (08.11.2015)

Itchy Poopzkid, (c) Marcus Nathofer
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Itchy Poopzkid hatten Anfang 2015 ihr sechstes Album mit dem gleichnamigen Titel Six ver├Âffentlicht. Zuerst starteten sie mit einer kleinen Warm-up Tour, bevor es an die gro├če Six-Tour, quer durch Deutschland, ├ľsterreich und der Schweiz ging. Die drei Jungs existieren nunmehr seit 2001 und kommen aus der N├Ąhe von Stuttgart. Ihr neues Album startete in den deutschen Albumcharts auf Platz 5, und auch die ├Ąlteren Werke bieten Punkrock vom Besten. Mehr als 90% ihrer Konzerte sind ausverkauft, was die Frage aufkommen l├Ąsst: Warum spielen Sibbi, Panzer und Max ihre Konzerte immer noch in den kleinen Clubs oder Clubr├Ąumen? Sp├Ątestens nach dieser Tour und dem neuen Album sollte die Fangemeinde um die drei Punkrocker so gro├č sein, dass es sich lohnen w├╝rde gr├Â├čere B├╝hnen in Betracht zu ziehen.

An diesem Abend wurde die kleine Halle des FZW in Dortmund musikalisch zerlegt. Die mit gut 300 Personen ausverkaufte Location bekam eine ordentliche Portion Punkrock ab. Doch bevor Sibbi, Panzer und Max ran durften, gab es ein gelungenes Warm-up Programm von den Schweden Atlas Losing Grip. Punkrock aus Schweden -fragten wir uns- gibt es das wirklich? Ja gibt es und die f├╝nfk├Âpfige Band existiert auch schon seit 2005. Sie sind bisher ├╝berwiegend als Support Band in Erscheinung getreten. Ihr Sound war gut, aber nicht pr├Ągend. Als Einheizer bew├Ąhrten sich Atlas Losing Grip an diesem Abend mit Bravour und am Ende gab es ordentlich Applaus.

Nachdem die Schweden ihr Set beendet hatten wurde die B├╝hne noch schnell ein wenig Itchyfein gemacht und dann hie├č es: LetÔÇÖs have fun und lasst uns die Halle abrei├čen.
Es war beeindruckend, wie viel Stimmung bei den 300 angereisten Personen im Publikum aufkam, als die Drei ├╝ber die B├╝hne rockten. Immer wieder sorgten Daniel Friedl (Panzer), Max Zimmer und Sebastian Hafner (Sibbi) mit Slapstick Einlagen f├╝r Unterhaltung zwischen den St├╝cken. Eine tolle Nummer gab es vor dem Song Silence is killing me: Panzer fragte das Publikum, ob einer oder eine dabei w├Ąre, der/die Max am Schlagzeug vertreten k├Ânnte. Jemand, der ge├╝bt hatte und es sich zutrauen w├╝rde auf die B├╝hne zu kommen. Philip war der einzige, der dezent und ruhig den Arm hob. Und er hatte es drauf! Zusammen mit Sibbi und Panzer spielte er die Nummer am Schlagzeug nahezu perfekt. Auch gab es heute einen echten Running-Gag, da erst festgestellt wurde, dass einige D├╝sseldorfer im Dortmunder Publikum waren und dann immer wieder darauf hingewiesen wurde. Panzer, Sibbi und Max sorgten wirklich f├╝r eine ÔÇ×Hammer-StimmungÔÇť. Wer hier nicht ins Schwitzen kam, war nicht wirklich anwesend. Panzer spielte auch wieder seine Nummer mitten im Publikum und trotz der Enge wurde nicht auf eine Wall Of Death verzichtet. Nach guten 1,5 Stunden gab es dann auch noch drei Zugaben. Bei der vorletzten legten alle Besucher den Arm ├╝ber die Schulter des Nachbarn und dann wurde im Rhythmus gesprungen. Mit Down Down Down ging dann auch dieses Konzert der Itchys zu Ende. Bevor es allerdings raus aus dem FZW ging, wurde noch schnell der Merch-Stand gepl├╝ndert.

Geschrieben von
Mehr von Marcus Nathofer

Fotos: WIRTZ

WIRTZ – K├Âln, Palladium (04.11.2018) ├ähnliche Beitr├Ąge
Weiterlesen