LINKIN PARK & THIRTY SECONDS TO MARS – USA- Irvine, Verizon Wireless Amphitheater (11.09.2014)

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Im Sommer haben Linkin Park ihr neues Album The Hunting Party vorgestellt, das in Deutschland, ganz wie in vielen anderen L├Ąndern, sofort Platz 1 der Charts erreichte. In England belegte man Rang 2, in ihrem Heimatland USA ging es immerhin auf den dritten Platz. L├Ąngst sind sie absolute Superstars. Im November kommen Linkin Park auf Deutschlandtour, wir hatten jedoch bereits im September die Chance die Band mit neuer Show live zu erleben. Denn aktuell durchstreiften Linkin Park zun├Ąchst im Rahmen der sogenannten Carnivores-Tour die Vereinigten Staaten und schn├╝ren dort ein ganz besonderes Paket, denn als Co-Headliner sind Thirty Seconds To Mars mit am Start.

Ausgerechnet am 11. September ist es soweit: Gemeinsam mit dem Support AFI pr├Ąsentieren sich Linkin Park und Thirty Seconds To Mars im Verizon Wireless Amphitheater Irvine, gut 50km s├╝dlich von Los Angeles. Recht nah w├╝rde man meinen, doch die Strecke von dort kann gut und gerne mal 3 Stunden und mehr dauern, so dass auch so mancher Besucher offensichtlich sp├Ąter als geplant im wundervollen Rund ankommt. Da AFI, wie auch ihre beiden Headliner, aus Kalifornien stammen, f├Ąllt es ihnen leicht, die Massen schon fr├╝hzeitig zu animieren und sp├Ątestens mit dem Schlusstrack, ihrem Hit Miss Murder, sind alle hier nicht nur wegen der noch immer hei├čen Temperaturen vollkommen aufgew├Ąrmt.

Setlist AFI:
01. The Leaving Song Pt. II
02. Girl’s Not Grey
03. I Hope You Suffer
04. Medicate
05. Love Like Winter
06. 17 Crimes
07. The Days of the Phoenix
08. Silver and Cold
09. Miss Murder

Beste Voraussetzungen also f├╝r Jared Leto, dem in diesem Jahr frisch gebackenen Oskar-Gewinner und seine Mannen um mit Thirty Seconds To Mars ein wahres Feuerwerk abzufackeln. Zur Carl Orff Hymne O Fortuna aus Carmina Burana betritt die Band die B├╝hne und dann ist er da: Wie der fleischgewordene Jesus steht Jared Leto jetzt ganz klar im Mittelpunkt und vom ersten Ton an hat er seine Fans voll im Griff. Diese sind bestens vorbereitet, schwenken Fahnen und jubeln so laut, dass es auch darum nicht ganz unsinnig ist, heute Geh├Ârschutz zu tragen. Dank Hits wie Kings And Queens, City Of Angels, der Akustikversion von The Kill (Bury Me) oder einem instrumentalen Cover-Medley von Metallicas Enter Sandman und Panteras Cowboys From Hell kennt die Begeisterung bei den Fans keine Grenzen und auch die Band selbst ist sichtlich bestens gelaunt. Jared Leto heizt die Stimmung immer wieder durch seine Ansagen an, beschw├Ârt die Fans geradezu mit der amerikanischen Fahne, betont wie sch├Ân es ist in Kalifornien zu leben und erntet jeweils lautstarken Beifall, der bis zum abschlie├čenden Closer To The Edge anh├Ąlt, bei dem wieder einige Fans die B├╝hne betreten d├╝rfen und gemeinsam mit ihren Helden tanzen und feiern.

Setlist THIRTY SECONDS TO MARS:
Intro: Carmina Burana: O Fortuna (Carl Orff)
01. Up in the Air
02. Search and Destroy
03. This Is War
04. Conquistador
05. Kings and Queens
06. Do or Die
07. City of Angels
08. End of All Days
09. The Kill (Bury Me)
10. Cowboys From Hell (Pantera cover)
11. Closer to the Edge

Nach dem Auftritt von Thirty Seconds To Mars hatte ich wirklich meine Zweifel, ob dies noch zu toppen w├Ąre, doch kaum haben Linkin Park die B├╝hne betreten, sind diese Bedenken wie weggeblasen, denn nun geht es erst so richtig ab! Mit einem Mash-up Intro hei├čen sie ihre Fans willkommen und dann folgt Kracher auf Kracher. Guilty All The Same vereint die Fans in einem einzigen Trog der Begeisterung und ganz gleich ob Mike Shinoda danach rappt oder Chester Bennington mit seiner unverwechselbaren Stimme so richtig rockt, hier wird nur noch gefeiert. Im Sauseschritt und mit teils verk├╝rzten, daf├╝r umso kraftvolleren Versionen geht es hier zur Sache. Was f├╝r ein Gl├╝ck, dass es im Mittelteil einen Balladenblock mit Castle of Glass und einem Medley aus Leave Out All the Rest, Shadow of the Day und Iridescent zum Durchatmen gibt, denn sonst w├Ąren hier wohl einige Ausf├Ąllen zu verzeichnen gewesen. So aber hat man wieder neue Kraft gewonnen und ist bereit f├╝r Numb, Somewhere I Belong oder das extrem abgefeierte In The End, bevor sich die Band nach Faint eine kleine Auszeit zur Entspannung g├Ânnt. Nat├╝rlich haben die Fans aber noch nicht genug und wollen mehr. Und das sollen sie bekommen, denn Linkin Park kommen noch einmal f├╝r weitere 6 Songs zur├╝ck, bei denen der Gesang der Fans wahrhaftig das gesamte Stadtgebiet von Irvine ├╝berschallt. Einfach nur Wahnsinn was hier an dieser Anh├Âhe abgeht, ein Event, das ich sicher f├╝r sehr lange Zeit in Erinnerung behalten werde. Kein Wunder also, dass die Deutschlandtour der Jungs nat├╝rlich l├Ąngst zum Pflichttermin avanciert ist!

Setlist LINKIN PARK:
01. Mashup Intro #2
02. Guilty All the Same
03. Given Up
04. With You
05. One Step Closer
06. Blackout
07. Papercut
08. Rebellion
09. Runaway
10. Wastelands
11. Castle of Glass
12. Leave Out All the Rest / Shadow of the Day / Iridescent (Balladen Medley)
13. Robot Boy
14. Joe Hahn Solo
15. Numb
16. Waiting for the End
17. Final Masquerade
18. Wretches and Kings / Remember the Name
19. Dirt Off Your Shoulder / Lying From You
20. Somewhere I Belong
21. In the End
22. Faint
23. Burn It Down (Z)
24. Lost in the Echo (Z)
25. New Divide (Z)
26. Until It’s Gone (Z)
27. What I’ve Done (Z)
28. Bleed It Out (Z)


Linkin Park:

Thirty Seconds To Mars:

Fotos: Michael Gamon

Geschrieben von
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