Emmon – Nomme

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Emmon – Nomme

Die schwedische Musikerin Emma NylĂ©n alias Emmon hat mit "Nomme" (RĂŒckwĂ€rts fĂŒr Emmon) nun ihre dritte Scheibe nach "The art and the evil" und "Closet wanderings" auf den Markt gebracht und ĂŒberrascht immer noch mit ausgefeilten, gut produziertem synthetischen Pop zwischen Retro und Moderne, Kitsch und Anspruch, GefĂŒhl und Tanzbarkeit. Grund genug, sich das neue Werk genauer anzuschauen.

Der Opener „Basexpressen“ nimmt sich viel viel Zeit, in die GĂ€nge zu kommen und das Warten lohnt sich, denn öffnet sich der Song erstmal, kann man den Synthpop Track vollends genießen. Knarzige BĂ€sse und ein fast alles erdrĂŒckender FlĂ€chensound sorgen fĂŒr wohliges Schaudern. Fließend geht der Track in "Distance" ĂŒber, einer Singleauskopplung des Albums, die zeigt, wie man einen perfekten Song aufbaut: treibende Beats, schöne Harmonien und ein genialer Refrain, bei dem man einfach mitsingen muss. „BodyJar“ nimmt sich dann wieder etwas zurĂŒck, zugunsten einer schönen AtmosphĂ€re, die einen an das britische Popduo „Client“ denken lĂ€sst. Die ruhige Stimmung wird noch eine Zeit gehalten, kommt „Ghost Dance“ (eine weitere Single) doch im ersten Teil recht still daher, bis der Chorus wieder zum Tanzen anregt. Sogar Instrumentaltitel wie "Blacklight" haben es in sich; ist der Titel alles andere als FĂŒllmittel, wird hier doch elegant die BrĂŒcke zum nĂ€chsten Song geschlagen. "Slottet" bildet den nĂ€chsten Höhepunkt des Albums, denn in bester "Early Human League"-Manier wird hier ein New Wave Feuerwerk abgebrannt, welches seinesgleichen sucht. GrundsĂ€tzlich liegt die StĂ€rke des schwedischen Projektes in den "wavigen" StĂŒcken, die dennoch durch die druckvolle Produktion modern herĂŒberkommen. Auch die gesangliche Leistung von Emma (SĂ€ngerin der Band "Paris") liegt weit ĂŒber dem allgemeinen Synthpop Durchschnitt, was im Track „Oratory“ bestĂ€tigt wird, denn hier hört man einfach gerne zu. Perfekt abgerundet wird die Scheibe durch den TanzflĂ€chenknaller "All yours" und den weiteren Instrumentaltitel "Hammerville Heights", bei dem man irgendwie an das FrĂŒhwerk einer Electropop Band aus Basildon denken muss. Fazit: ein perfektes Album und der AnwĂ€rter des besten Synthpop Albums 2011!

Diese Scheibe könnte euch gefallen, wenn ihr auf "Client" und "Ladytron" steht.

Tracklist:
01. Basexpressen
02. Distance
03. BodyJar
04. Ghost Dance
05. Blacklight
06. Slottet
07. Love Track
08. Oratory
09. All Yours
10. Hammerville Heights

Bewertung 9/10 Punkten

Autor: Frank Stienen


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