Seventh Harmonic – Garden Of Dilmun

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Seventh Harmonic – Garden of DilmunSeventh Harmonic - Garden Of Dilmun

Seventh Harmonic - Garden Of Dilmun

Neoklassik ist eigentlich nicht so mein Fachgebiet, trotzdem war ich gespannt was mich bei Seventh Harmonic erwarten würde, denn mit Caroline Jago (Sol Invictus) und Ann-Mari Thim (Arcana) geben hier zwei exaltierte Künstler dieses Genres ein gemeinsames Stelldichein. Und diese Spannung scheint auch zunächst gerechtfertigt zu sein, denn „Garden Of Dilmun“ wird von dem wirklich schönen und fast schon bombastisch daherkommenden „Valensanimi“ bestens eröffnet. Die beiden Künstlerinnen legen gleich alle Karten auf den Tisch und zeigen auf, wo die Stärken des Genres liegen. Orchestrale Sounds und Heavenly Voices Gesang gehen hier eine schöne Symbiose ein und die weiß auch mich zu überzeugen. Leider legt der Track die Messlatte zugleich auch sehr hoch und die Hürde scheint für die weiteren zwölf Tracks unerreichbar zu sein. Zwar ist ein Song wie „Aiode“ ebenfalls schön anzuhören und man begibt sich fast zwangsläufig auf eine Reise durch fremde und wohl auch längst vergangene Zeiten, aber so recht will mich die Reiselust trotz der weiterhin anrührenden Stimme Ann-Maris und der vielfältigen Instrumentierung der einzelnen Songs dann doch nicht mehr packen. Ruhigere Lieder wie „Mabon“, „Litha“ oder „Melete“ schaffen sicher eine intime und emotionale Atmosphäre, der reine Tonträger verfehlt meinen persönlichen Geschmack aber doch eher. Mit der richtigen, bunten Bühnenshow mag dies allerdings durchaus anders aussehen, weshalb ich mir ein Livekonzert der Band gerne mal ansehen würde.

Schade, „Valensanimi“ ließ mich kurz hoffen, dass mir Seventh Harmonic mit „Garden Of Dilmun“ einen tieferen Zugang zur Neoklassik eröffnen könnten, aber im Endeffekt bleibt für mich dann doch nur ein Album, dass Freunde der Neoklassik vermutlich in Verzückung versetzen wird, von mir –bis auf eben jenes „Valensanimi“- in Zukunft aber wohl eher selten hervorgekramt werden dürfte. Gut gemacht ist es sicher, aber es kann für mich persönlich den zunächst aufgebauten Spannungsbogen vor allem durch die dann verstärkt auftretenden ruhigen Stücke und Instrumentals nicht über die volle Albumlänge halten und verkommt dadurch zum Ende hin fast schon zur Hintergrundberieselung, bevor Trommeln bei „Equiabimi“ das Ende ankündigen.

Tracklist:
01. Valensanimi
02. Aiode
03. Dilmun
04. Imbolc
05. Mabon
06. Eostre
07. Soporanimi
08. Beltane
09. Mneme
10. Litha
11. Samhain
12. Melete
13. Equianimi

Bewertung: 6/10 Punkte

Autor: Michael Gamon


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