Iris – Blacklight

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Etwas Warmes braucht der Mensch zum Anfang der ungemütlichen Jahreshälfte. Da kommt ?Blacklight?, das dritte Iris-Studioalbum, gerade zum richtigen Zeitpunkt aus dem Presswerk, um mit seiner angenehmen elektronischen Wärme direkt ins Herz zu fließen. Schon die ersten stromdurchtränkten Takte von ?Closer To Real? vermitteln ein beruhigendes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Der sonst so kühl erzeugte Sound aus künstlichen Musikmaschinen bekommt von den beiden Amerikanern einen behaglichen Touch Feingefühl verpasst. Minimale Gitarrenbegleitung lockert die synthetische Traumwelt von Iris auf. Die milde Stimme von Reagan Jones wird mit Hall aufgebauscht und die Feinheit der Songs erhält so ein wundervolles Volumen. Dahin siechende Melodien bekommen mit dem nächsten Stromstoß einen Tritt verpasst und wandeln sich in tanzbaren Rhythmen, die leichtfüßig durch ?The Marianas Dephts? brummen.

Man kann Iris mit geschlossenen Augen vertrauen, ihrem Synthie-Pop-Sound blind folgen. Wie eine schillernde Seifenblase legt sich der Gesang von ?Red Right Return? um die blubbernden Klänge herum. Schwebend, immer höher steigend tänzelt die bunte Kugel zu den elektrischen Impulsen, bis die immer dünner werdende Haut von ?Cruel Silence? flirrend bunt leuchtet und die changierende Farbpracht mit einem Ton verblasst.

Tracklist:
01. Closer to real
02. X Wires
03. Panic Rev
04. The Marianas Depth
05. Disintegrate
06. Fighter
07. Red Right Return
08. Prophetic
09. Cruel Silence


Autorin: Martina Peitz


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