Hocico – Dog Eat Dog (Maxi-CD)

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Hocico – Dog Eat Dog (Maxi-CD)Hocico - Dog Eat Dog (Maxi-CD)

Hocico - Dog Eat Dog (Maxi-CD)

Wenn man an elektronische Musik aus Mexiko denkt, fällt den meisten sicherlich zu allererst das energiegeladene Duo Hocico ein, dessen beiden Mitglieder Erk Aicrag und Racso Agroyam zudem bei Dulce Liquido gemeinsam aktiv sind. Quasi nebenbei macht Erk mit seinen beiden anderen Mitstreitern Jeans und Grigory Feil derzeit vor allem durch sein Projekt Rabia Sorda von sich reden und brachte die Festivalbühnen des Sommers ordentlich zum kochen. Dieser Herbst steht aber wieder ganz im Zeichen von Hocico und als Vorbote zum am 01.10.2010 erscheinenden Album ?Tiempos De Furia? und die darauffolgende Tour durch deutsche Lande schicken Erk und Racso mit ?Dog Eat Dog? ein echtes Energiebündel in den Ring um den Hörer gehörig in die Waden zu beißen.

Die Maxi-CD enthält neben dem Titeltrack vier Remixe desselben, welche unter anderem von namhaften Szenevertretern wie Aesthetic Perfection und Solitary Experiments angefertigt wurden. Abgerundet wird die Six-Track-Scheibe durch die gelungene B-Seite ?Escape The Spell?. Wie nicht anders zu erwarten, sind beide Songs den Mexikanern spontan zuzuordnen, ergänzen den bekannten Sound aber trotzdem durch einige neue Facetten, die sich als schmückendes Beiwerk um die bekannten Hooklines und den verzerrten Gesang Erks schmiegen. Einen ersten Eindruck vom Titeltrack hatten wir ja bereits beim diesjährigen E-tropolis Festival in Berlin bekommen, wo der Song live aufgeführt wurde und sehr gut bei uns ankam. Wirklich getrübt wird diese Einstellung auch nicht durch den nun vorliegenden Silberling, allerdings hatte ich mir nach dem Gig noch etwas mehr versprochen. ?Dog Eat Dog? ist sicher ein guter Song und wird in keiner Hocico-Sammlung fehlen dürfen, zu den ganz großen Hits der Band kann es aber dann doch nicht ganz aufschließen. Daran ändern leider auch die Remixe nichts. Der ?Arsch Dolls Remix? nimmt dem Song ein wenig die ihm innewohnende Rockattitüde und ergänzt weitere clubtaugliche Sounds, bleibt so aber doch etwas zu monoton um wirklich zu überzeugen. Daniel Graves von Aesthetic Perfection versieht das zähnefletschende Monster mit einem wabbernden Bassrhythmus und weißt ihn damit etwas in seine Schranken, da war etwas mehr drin. Poppiger und gefälliger wird?s wie vermutet bei Solitary Experiments ?Doggy Style Remix?, bei dem die Berliner den Track zum Glück nicht vollends zähmen, ihn aber durch dezente Elektronikbeilagen etwas feiner herrichten. Nicht richtig warm werde ich dann aber wieder mit dem diese EP beschließenden ?Diabolic Art Remix?, der mit an Militärdrums erinnernde Beats versucht, eine ganz eigene Stimmung zu erzielen, was aber nur bedingt gelingt.

Insgesamt also eine gute Veröffentlichung, die aber leider wieder einmal zeigt, dass Remixe in den meisten Fällen nicht der Weisheit letzter Schluss sind und dem Original nur selten das Wasser reichen können oder ihm gar neuen und innovativ-strahlenden Glanz verleihen. Wenn man bedenkt, dass der Song ?Dog Eat Dog? selbst natürlich auch auf dem neuen Album enthalten sein wird und die hier vorliegenden Maxi-CD neben den vernachlässigwerten Remixen nur einen weiteren Song aufbietet, wird für die meisten Hörer sicherlich die Anschaffung von ?Tiempos De Furia? vollkommen ausreichend sein. Fans der Mexikaner werden hingegen sicherlich auch die Vorabmaxi ihr Eigen nennen wollen, zumal sie mit einem recht schicken Digipak-Cover aufwarten kann.

Tracklist:
01. Dog Eat Dog
02. Escape The Spell
03. Dog Eat Dog (Arsch Dolls Remix)
04. Dog Eat Dog (Aesthetic Perfection Remix)
05. Dog Eat Dog (Doggy Style Remix By Solitary Experiments)
06. Dog Eat Dog (Diabolic Art Remix)

Autor: Michael Gamon


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