Sub-Division – 10 Years Before The Dream

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Sub-Division – 10 Years Before the Dream


Sub-Division kommen aus Frankreichen und existieren bereits seit zehn Jahren, wagen sich nun aber erstmals mit ?10 Years Before The Dream? über die innereuropäischen Grenzen um auch uns Deutschen einen Einblick ihrer Musik zu geben. Los geht es dabei mit einem 90-sekündigen Intro, bevor der ?Love Assassin? zuschlägt und die Franzosen erstmals ihre persönliche Symbiose aus Client-ähnlichen Electroklängen und rockigen Gitarrensounds präsentieren. Der Song ist auch gleichzeitig einer der Höhepunkte des Albums, das sich in der Folgezeit immer irgendwo zwischen abwechslungsreich und orientierungslos bewegt. Es dem Hörer einfach zu machen, kann man den dreien jedenfalls nicht vorwerfen. Da scheinen ?The Voice? und ?Age Of Machines? fast schon Teil der Front Line Assembly zu sein, die Platte sich bei ?Game Over? weiter in die Industrial Rock Schiene der über zwanzig Zentimeter langen Nägel zu bewegen, nur um bei ?Next Level? (klasse Titel nach dem Game Over) wieder ruhigere Töne anzuschlagen. Hier dominieren zunächst monotone Synthieklänge, bevor diese durch Gitarrensounds, vereinzelte distorted Noises und den weiblichen Gesang von Sängerin Dee garniert werden. Wieder einiges heftiger kommt ?The Other Side? daher, Rammstein und Konsorten lassen hier grüßen ?.

?New Dawn? ist als nächstes an der Reihe und stellt ein echtes Electro-Rock-Monster dar, bei dem sich weibliche und männliche Stimme gegeneinander auflehnen und der ganze Kampf mit Endzeitsounds untermalt wird. Auch in der Folgezeit bleiben die Franzosen ihrer Stiluntreue treu und hangeln sich durch die verschiedensten Spielarten, erzeugen Songs, die atmosphärisch dem ?Queen Of The Damned? Soundtrack entstiegen sein könnten (?Arise?) und schließen mit ?Birth? den Höllentrip ab, der den Hörer etwas durch den Wind zurücklässt.

Das Problem an ?10 Years Before The Dream? ist, dass es zu uneinheitlich ist und daher weder Fans von ruhigen Synthklängen, noch die Anhänger der härteren Gangart durchweg von überzeugen können wird. Auch nach mehrfachem Genuss kann ich mir daher kein endgültiges Resümee abringen, so dass ich nur raten kann, das Werk mal anzutesten, wenn das hier Beschriebene einen noch nicht vollkommen abschreckt.

Tracklist:
01. Intro
02. Love Assassin
03. The Voice
04. Age Of Machines
05. Game Over
06. Next Level
07. The Other Side
08. Next Dawn
09. 8
10. Arise
11. Alone
12. Virtual Path
13. Birth

Autor: Michael Gamon

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