The Pains Of Being Pure At Heart – The Pains Of Being Pure At Heart

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The Pains of Being Pure at Heart – The Pains of Being Pure at Heart


Alles andere als ein leicht zu merkender Bandname, den die vierköpfige Band aus New York uns da vorsetzt. Deutlich leichter fällt es einem hingegen, die Musik von Beginn an zu mögen, zumindest wenn man mit Bands wie The Smiths, The Jesus And Mary Chain, My Bloody Valentine, Brilliant Corners oder Belle & Sebastian aufgewachsen ist. An letztere erinnert dann auch das schlichte, aber trotzdem einnehmende Coverartwork. Die Pains sind Retro, aber im allerbesten Sinne. Verwende ich das Wort sonst zumeist für Rockbands, die ihre Wurzeln in den schäbigen Siebzigern haben, so werden hier Erinnerungen an die Achtziger und frühen Neunziger Jahre wach, eine Epoche, der ich die meisten meiner Lieblingsbands verdanke. Irgendwo las ich, dass die Band sich vorgenommen hatte, die Musik zu machen, die sie am liebsten hören wollte, als sie alle noch siebzehn Jahre alt waren. Und genau das trifft den Nagel hier auf den Kopf. Das Debüt der vier ist quasi ein Blick zurück nach vorne, sticht aus den sonstigen Veröffentlichungen dieser Tage heraus und trifft einen direkt ins Herz. Kein Wunder, dass ein wahrer Hype um sie ausgebrochen zu sein scheint, der in diesem Fall allerdings mal wirklich verdient ist.

Gleich der Eröffnungstrack "Contender" zeigt auf, was man hier erwarten darf: Sphärische Schrammelgitarren und einfühlsame männliche und weibliche Vocals. Frontman Kip und Mitsängerin Peggy verzaubern den Hörer meist gemeinsam und schaffen so eine ganz besondere Atmosphäre. Das wird  gerade im Folgetrack "Come Saturday" deutlich, bei dem das Tempo noch etwas angezogen wird, was der Hittauglichkeit des Tracks in keinster Weise schadet. Man hört der Band den Spaß an, den sie bei den Aufnahmen gehabt haben muss. Die lockere Leichtigkeit, mit der die New Yorker ihre Songs zum Besten geben erinnert, neben den bereits oben angesprochenen Bands, zudem an die großartigen Stone Roses, was insbesondere in Songs wie "The Tenure Itch" deutlich wird. Einzelne Anspieltipps zu nennen verbietet sich hier fast, aber neben dem schon genannten "Come Saturday" und der Single "Young Adult Friction" hat "Everything With You" sicher das größte Hitpotential, wohingegen Songs wie "A Teenager In Love" eher durch ihre romantische Gesamtwirkung punkten können und einfach geliebt werden müssen.

Man könnte das Namedropping auf die Spitze treiben und hier noch viele viele weitere Bands nennen, aus deren Schaffen sich die Pains das Beste entliehen haben, um ihr persönliches "Jugendalbum" aufzunehmen. Aber man kann auch einfach ein "Kaufen, Kaufen, Kaufen" ausgeben, denn bereuen wird man dies sicher nicht! Ein erfrischendes Album zum Träumen, relaxen oder Spaß haben, je nach persönlicher Stimmung. Glücksgefühle werden garantiert.

Wenn man überhaupt einen Kritikpunkt ausmachen möchte, dann den, dass das Album mit  35 Minuten etwas kurz ausgefallen ist, aber da wären wir wieder beim 80s/90s Standard angekommen.

Tracklist:
01. Contender
02. Come Saturday
03. Young Adult Friction
04. This Love Is Fucking Right
05. The Tenure Itch
06. Stay Alive
07. Everything With You
08. A Teenager In Love
09. Hey Paul
10. Gentle Sons

Bewertung : 9 / 10 Punkte


Autor : Michael Gamon

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