OMD – The Punishment of Luxury

GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

8 Gesamtnote

Gesamtnote

Es gibt so Antworten, die kommen gerne mal Reflex-artig und man denkt sich: Eigentlich ungerecht. Nehmen wir doch nur mal OMD. ErzĂ€hlt man davon, das neue Album von OMD erhalten zu haben, so kommt viel zu hĂ€ufig die Antwort: „Die gibt’s noch?“ Das ist schade und wird der Band auch nicht gerecht, denn auch ihrem 13. Album zeigen sie auch nach 40 Jahren, dass sie es nicht verlernt haben. Wo man auch liest: Der Name Kraftwerk flattert gerne mal ĂŒber all dem als das große Vorbild. Aber auch das ist wiederum nur ein Teil der Wahrheit. Klar, kĂŒhle Elektronik-Momente mag es geben. Aber vor allem ist es ein elektro-poppiges Album geworden, das seinen eigenen Sound vertritt.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Der begegnet bereits von Beginn an mit dem titelgebenden Opener des Albums. The Punishment of Luxury treibt das Tempo voran, ertönt mit spielerischen Synthie-Melodien und ist direkt ein tanzbarer Einstieg. Klar, 80er-Reminiszenzen lassen sich da nicht vermeiden, aber dass eine Vermeidung intendiert wĂ€re, scheint auch eher ausgeschlossen. ZeitgemĂ€ĂŸ klingt es dennoch. Auch Isotype – zu dem es vorab bereits einen Video-Clip gab – mit seinen eröffnenden Computer-Stimmen schlĂ€gt schnell in die Kerbe. Mit atmosphĂ€rischen FlĂ€chen wirkt es eingĂ€ngig, die MelodiefĂŒhrung ist abwechslungsreich, Langeweile kommt nicht auf. StĂŒcke dieser PrĂ€gung machen das Gros auf dem Album aus und sind durchaus abwechslungsreich.

Hin und wieder sind dann aber auch Momente da, in denen das Gesamtbild durchbrochen wird. What Have We Done beispielsweise als ruhiger Moment, der aber dennoch nicht plĂ€tschert. Sehr erwĂ€hnenswert ist hier auch As We Open, So We Close, das mit seinen verschrobenen Rhythmus-Pattern fĂŒr Aufmerksamkeit sorgt und trotz dieser Verschrobenheit Harmonie ausstrahlen kann und sich somit weiterhin gut ins Gesamtbild einfĂŒgt. Auch merkt man bei La Mitrailleuse auf, bei dem zunĂ€chst einmal statt Beats Maschinengewehre erklĂ€ngen, wobei man es hier eher mit einer Soundcollage als mit einem vollstĂ€ndigen StĂŒck zu tun hat. Die anschließenden Ghost Star und The View From Here bringen das Album dann wieder weitaus harmonischer zu einem gelungenen Ende.

Die Frage, ob es der Band mit The Punishment of Luxury gelingen kann, auch ein neues Publikum zu erschließen. Hier aber kann man wohl auch guten Gewissens die Gegenfrage anfĂŒhren, ob das nach all den Jahren noch das erklĂ€rte Ziel der Musiker sein wird. Wer die Band und das Genre mag, der wird auch an diesem Album seinen Gefallen finden. Mag es vielleicht nicht die große Innovation sein (man macht eben das, was man kann – und das sehr gut!), so ist es doch ein sehr gelungenes Album und bietet keinerlei Schwachstellen. Daher an dieser Stelle eine Empfehlung!

Tracklist OMD – The Punishment of Luxury:

01. The Punishment of Luxury
02. Isotype
03. Robot Man
04. What Have We Done
05. Precision & Decay
06. As We Open, So We Close
07. Art Eats Art
08. Kiss Kiss Kiss Bang Bang Bang
09. One More Time
10. La Mitrailleuse
11. Ghost Star
12. The View From Here

Weblinks OMD:

Homepage: www.omd.uk.com
Facebook: www.facebook.com/omdofficial
Twitter: www.twitter.com/officialomd

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