ANGST MACHT KEINEN L√ĄRM – DRESDEN, TANTE JU (02.09.2017)

Pascow, © Claudia Helmert
Pascow, © Claudia Helmert
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Nachmittagswolken, deswegen lieber eine Jacke mehr eingepackt, regenresistent vorbereitet sein und auf zur Tante Ju. ‚ÄěDen Berg hoch und einfach immer den Leuten hinterher‚Äú. Viel war los, weil Schreng Schreng und La La¬†es auch verdient haben, dass viel los ist. Das eloquent dynamische Nachmittagsunterhaltungsprogramm war nicht seicht, aber smart, unterhaltsam und angenehm einstimmend. Die gro√üe B√ľhne durfte dann vom lokalen Support Goldner Anker¬†er√∂ffnet werden, der schon hier und da von zuckenden Beinen und nickenden K√∂pfen unterst√ľtzt wurde. Langer Applaus, kurzer Umbau und schon sind da¬†Karies¬†aus Stuttgart, die mir seit ihrer Fr√ľhlingstour mit den Beatsteaks √ľberaus positiv in Erinnerung geblieben sind. Die positiven Erinnerungen an diese d√ľster-raue Idee von Punk werden verst√§rkt, das Publikum dr√§ngt sich schon dichter. Etwas bodenst√§ndiger wird es bei Captain Planet, die wie die meisten guten Punkbands ihre Heimat in Hamburg fanden. Es folgten eine Essenspause am Stand des √ľber-leckeren lokalen ‚ÄěFalschen Hasen‚Äú und der Umbau zu Love A. ‚ÄěEs ist unglaublich besch√§mend, diese Band nicht zuvor gekannt zu haben‚Äú sagt meine Begleitung und hat damit recht. Auf die mitrei√üende Dynamik des S√§ngers J√∂rkk, schmettert das Publikum Energie zur√ľck und l√§sst hier die angenehme Symbiose entstehen, die ein kolossales Konzerterlebnis ausmachen. Danke daf√ľr und diese sympathische Cleverness. Wieder Getr√§nk holen und Festival-ungew√∂hnliche, aber lobenswerte feste wie saubere Toiletten genie√üen. Es wird dunkler und die Lichtshow ergibt langsam Sinn. Pascow starten durch. Hier ein Stage Dive eines Zuschauers, da ein Stage Dive des S√§ngers Alex. Die B√ľhnengestalt wird f√ľr Turbostaat etwas freier und platzschaffender, die Energiereste des Publikums geb√ľndelt. Jetzt nochmal alles geben. Es war schon alles so unglaublich gut. Die bandeigene Eing√§ngigkeit wird mit stark h√∂rbaren Mitsing-Ch√∂ren belohnt. Obendrauf gibt‚Äôs Stage Dives und lauten Applaus. Die F√ľ√üe werden langsam kalt und der Innenraum der Tante Ju ge√∂ffnet. Ratttengold, das gegenw√§rtige Projekt von Jens Rachut, reichen den noch Anwesenden nicht nur gro√üartige Texte und raue Melodien, sondern auch jede Menge Sympathie. Das Punk-Urgestein, das auch die Zeile zum Festival-Titel liefert, performte zuvor mit Angeschissen, Alte Sau, N.R.F.B., Oma Hans, Kommando Sonne-nmilch, Dackelblut oder Blumen am Arsch der H√∂lle.

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Zusammenfassend waren die Auftritte der wohl-ausgew√§hlten Bands nat√ľrlich viel zu kurz f√ľr die Gro√üartigkeit ihrer Musik und ihre Botschaft, das Publikum begeistert, das Essen gut und das Bier k√ľhl. Wir freuen uns auf das n√§chste Jahr!

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