Interview: RROYCE – „Nimm mich mit Schirmchen!“

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Am 03.06.2017 hatte ich das große Vergnügen, Frontmann Casi von der Gruppe Rroyce kurz vor ihrem Auftritt beim Wave-Gotik-Treffen im Backstage-Bereich der Moritzbastei interviewen zu dürfen. Es entwickelte sich schnell ein offenes und lockeres Gespräch, zu dem später noch die beiden anderen Bandmitglieder Kay und AL dazustießen. Gerade Casi wusste sehr viel zu berichten – so wurde das Interview deutlich länger als erwartet. Aber lest selbst:

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Vielen Dank Casi, dass du dir kurz vor Eurem Auftritt die Zeit nimmst, uns Rede und Antwort zu stehen. So gehen wir direkt in medias res: Wenn dein Leben ein Drink wäre – welcher Drink wäre das?
– Casi: Auf jeden Fall müsste es wahrscheinlich ein Longdrink sein. Im Moment stehe ich auf Mai-Tai. Der ist so mandelig-marzipanig. Ich kann dem Getränk jetzt aber keine Charaktereigenschaft zuordnen. Schmeckt mir halt. „Ich bin ein Mai-Tai – nimm mich mit Schirmchen.“

Ihr habt ja einige Lieder, die sich um Sex drehen…
– Casi: Das ganze Leben dreht sich um Sex. Viele Menschen sind kopfbestimmt, und es gab mal ‘nen berühmten Sänger, den ich sehr verehre. Der sagte: „Most people keep their brains between their legs.” Recht hat er. 93% aller Songs in jedem Genre handeln über Liebe. Das Leben und die Gedankenwelt der Menschen sind sehr an Sex angelehnt. Das ist für mich jetzt nichts Außergewöhnliches.

Ich glaube, das erste Lied, was ihr rausgebracht hattet – da ging es doch um Sex. Der Titel war Over and Over.
– Casi: Ja, was heißt Sex? Sex, Liebe, Zuneigung, Sehnsüchte. Alles, was dazu gehört. Over and Over beschreibt die Situation am Morgen nach einem One-Night-Stand. Man stellt sich die Fragen „War‘s das jetzt? War das jetzt gut? Musste das jetzt sein? Macht das Sinn? Was habe ich jetzt davon? Isses jetzt Liebe? Isses jetzt wahre Liebe?“ Dass man sich in diesem Falle einer Person hingibt und am nächsten Tag dann sieht: „War ja doch irgendwie scheiße.“

Nun zu einem anderem Song: Viele fragen sich bei Running with the sheep, was es mit den Schafen auf sich hat… Wer hatte die Idee dazu?
– Casi: Die Idee mit den Schafen an und auf der Bühne ist in der Tat aus dem Fankreis entstanden. Das haben wir nicht initiiert – das hat sich so ergeben. Rein inhaltlich beschreibe ich, dass es sehr viele Leute gibt, die sich aufregen, die sich beschweren. Sie sagen „Wir müssen was ändern“, insbesondere in den sozialen Medien liest man das immer wieder. Ich beschreibe die Situation, dass die Person in diesem Song mehr oder weniger versucht, diese Leute für seine Sache zu begeistern: Die Revolution – Gegen die Gesellschaft – Gegen das Establishment. Diese Person sagt „Heute Abend geht‘s los!“ Wenn er alleine zu Hause ist, dann steht er vorm Spiegel und übt seine schlauen Reden. Aber letztendlich schauen alle nur auf und grasen dann gemütlich weiter. Wie die Schafe. Die meisten Leute wollen nicht raus aus ihrer Komfortzone – meckern aber über alles und jeden. Sobald sie aber einwirkend, verändernd aktiv werden müssen, bleiben sie dann doch lieber auf der Couch sitzen. Oh, ein sozialkritischer Text!

Ja, schon sehr. Vielleicht kommt das bei vielen aber gar nicht so rüber, weil der Song so poppig ist – eher so ein „Abtanzsong“, oder?
– Casi: Wie müssen denn sozialkritische Texte klingen? Nach Hannes Wader? Muss es chansonesque sein? Wenn es „poppig“ klingt, ist es doch populär und erreicht womöglich viele Leute. Aber bezogen auf die Texte ist es das Größte, Reaktionen zu bekommen. Weil jeder – und das finde ich wichtig – so viel Freiraum haben sollte, selber zu interpretieren und einfach zu sehen, wie die Kombination von Text und Musik individuell einwirkt und Bilder im Kopf erzeugt. Deswegen finde ich es immer interessant, Rückmeldungen zu kriegen. Ich sitze da, habe eigene Gedanken, habe eigene Ideen, möchte etwas ausdrücken. Was dann aber letztendlich der Hörer daraus macht, das finde ich umso spannender.

Es gibt ja auch Künstler, die sagen, der Zuschauer/Hörer soll sich sein eigenes Bild machen. Nach dem Motto: „Ich sag dir gar nicht, was ich mir dabei gedacht hatte.“
– Casi: Das ist ja die Freiheit, die sich jeder nehmen darf. Das sind Gedankenwelten, die ich für mich thematisch aufarbeite und jeder sollte die Möglichkeit haben dürfen, seine eigene Interpretation für den Song vorzunehmen.

Ihr wart ja schon mal auf dem WGT…
– Casi: Ja, 2013…

…und ihr seid ja jetzt Wiederholungstäter. Fühlt sich das heute anders an als vor vier Jahren?
– Casi: Ja, die Verantwortung für die Band erscheint größer.

Ist das nicht entspannter? Du weißt jetzt, wie‘s läuft.
– Casi: Nee, ich will‘s ja immer besser machen als beim letzten Gig. Damals haben wir hier als Rookies aufgespielt. Wir damals zum WGT gekommen, wie die Jungfrau zum Kinde. Wir haben damals den UNBACO-Wettbewerb gewonnen und die beiden Organisatoren hatten einen guten Kontakt zu den Bookern des WGT. Die haben denen gesagt: „Hier ist unsere Gewinner-Band – hört euch das mal an.“ Wir haben erst ein paar Tage vorher erfahren, dass wir zum WGT fahren dürfen. Das war der fünfte Auftritt der Bandgeschichte. Wir haben damals auch in der Moritzbastei spielen dürfen. Wir haben „auf die Schnelle“ einen Tonträger zusammengeschustert…

Da habt ihr euch ja echt beeilen müssen…
– Casi: Das haben wir. Unter Druck arbeiten wir im Kollektiv augenscheinlich immer am besten. Diese CD, die wir dann mitgebracht hatten, war in einer ganz fürchterlichen Qualität – eine bessere Demo-CD womöglich. Und nach dem Gig haben wir dann halt unseren Merch aufgebaut. Plötzlich stand da ‘ne Riesenschlange. Wir haben unsere 100 Exemplare an den Mann und an die Frau gebracht.

Das flasht einen doch, oder?
– Casi: Genau – das hat uns so geflasht. Das WGT hat Besucher aus der ganzen Welt – und DAS ist nicht übertrieben. Leute haben uns so tolle Feedbacks gegeben. Spätestens ab diesem Zeitpunkt stand für uns fest, dass wir die Band weiter pushen müssen! Man kann schon sagen, dass der Gig damals vor vier Jahren so ‘ne Art Initialzündung bei uns ausgelöst hat. Dieses Feedback hatten wir nicht erwartet – ja, das hat uns weggehauen. Und heute Abend ist so: Wir wissen, viele Leute freuen sich auf uns… Vor 4 Jahren waren die Leute „eher zufällig“ bei uns. Ich freue mich tierisch auf das, was gleich kommt, weil da draußen Leute stehen, die auf uns warten. Ein tolles Gefühl.

Ich glaube, das könnte gleich tierisch voll werden. Oder mit was rechnest Du da?
– Casi: Ich habe keine Erwartungen. Ich checke auch im Vorfeld nicht, wie voll es ist. Ich bleibe hier und fokussiere. Und wenn dann die ersten Akkorde erklingen und ich da raus gehe, dann lasse ich mich gern weghauen.

Machst Du das auf anderen Konzerten auch so?
– Casi: Ja. Immer. Ich stapele meistens tief und hoffe auf „ein paar“ gutgelaunte Leute. Aber wenn da auf einmal 200 stehen – das gibt so einen Kick. Und das ist einfach fast schöner als Sex.

Es gibt schon ‘nen Adrenalinschub…
– Casi: Das ist der Hammer.

Du agierst ja auch viel mit den Fans – viel mit der ersten Reihe…
– Casi: Ich finde das so wichtig. Du kriegst doch auch was zurück. Und ich möchte das auch zurückgeben. Was habe ich davon, wenn ich mich von den Leuten distanziere? Ich finde diese Interaktionen ganz wunderbar. Mit das Schönste an den Auftritten ist immer das „Danach“ – die Feedbacks, die glücklichen Gesichter am Merch. Was habe ich davon, wenn ich mich davon fernhalte? Gar nichts. Man lernt nicht daraus. Man kann nicht für sich produktiv nachbereiten, wenn es „toll“ oder „kacke“ war für die Leute.

…und in den Medien steht dann halt „die war‘n scheiße“ – und Facebook ist voll mit bösen Kommentaren…
– Casi: Haha… Naja… Zum Glück bleiben die meisten höflich und posten nicht, wenn sie es doof fanden. Gerade Facebook ist so eine Plattform, die für uns sehr wichtig ist. Natürlich bereite ich auch das nach. Und wir gucken und suchen, was geschrieben wird. Wir sind ja auch froh und stolz, wenn da ein Feedback kommt – das ist alles sehr wichtig.

Es ist heute ja auch alles viel schneller geworden. Früher brauchteste nur alle zwei bis drei Jahre eine CD rauszubringen. Heute fragen die Fans schon nach einem halben Jahr nach: „Wann gibt‘s neue Gehörfutter?“
– Casi: Ja, genau. Wir haben mal gehört: „In eurem Status, wenn ihr nicht jedes Jahr ‘ne CD raushaut, dann seid ihr ganz schnell weg vom Fenster.“ Wir möchten uns da nicht unter Druck setzen. Wir arbeiten natürlich auch an neuen Sachen, haben aber keine Deadline. Wir wissen, dass wir mit Karoshi die Latte sehr hochgelegt haben – auch für uns. Wir haben mit Dirk Riegner zusammengearbeitet, der das Album produziert hat. Und da wollen wir einfach entspannt und ohne Druck anschließen.

Wollt ihr das nächste Album auch wieder mit Dirk machen?
– Casi: Wir hätten nichts dagegen. Aber wir gucken einfach mal. Ich kann ja heute nicht sagen; was in sechs Monaten ist – oder in acht Monaten. Deswegen lassen wir es einfach laufen und gucken dann.

Gehst du heute auf die Obsession Bizarr?
– Casi: Wir hätten einen triftigen Grund, dort hinzugehen. Die Gewandschneiderei Erlkönig stellt im Rahmen der dortigen Modenschau ihre neusten Kreationen vor. Dazu läuft die Musik von RROYCE. Eine große Ehre für uns. Ich würde es schon gerne sehen wollen.

Warum fiel die Wahl bei Karoshi auf The Principle of Grace und Who needs als Singles? Ihr habt ja noch Remixe von Beborn Beton und Noyce TM ergänzt… Wäre Running with the sheep nicht ein besserer Kandidat gewesen?
– Casi: Ja, das liegt immer im Auge des Betrachters. Das war für uns ein langer, langer Prozess, bis wir uns für diese beiden Songs entschieden haben, um den Charakter des Albums zu repräsentieren.

Gibt es vielleicht noch Running with the sheep als Single? Mit irgendwelchen Remixen?
– Casi: Also, es ist ja kein Geheimnis mehr, dass wir jüngst bei Infacted Recordings einen Labelvertrag unterschrieben haben und es ist auch kein Geheimnis, dass Karoshi nochmal neu aufgelegt wird. Und da sind ein paar Remixe drauf. Aber wir haben nicht darüber gesprochen, dass wir noch eine zusätzliche Single herausbringen wollen. Auf der Karoshi Deluxe werden zusätzlich zwei Akustik-Songs erscheinen – und dann noch einige Remixe von bekannten und beliebten Künstlern der Szene. (lacht) Wir haben einen bunten Strauß an Melodien zusammengestellt. Lasst euch überraschen.

Wann können wir den bunten Strauß denn erwarten?
– Casi: Wir hoffen, dass wir zeitnah den Re-Release ankündigen können.

Habt ihr einen Künstler, von dem ihr unbedingt einen Remix gemacht bekommen wollt?
– Casi: Ja, von mir persönlich ist es Chris Corner von IAMX. Das wäre für mich persönlich ein großer Traum. Jeder von uns hat da aber individuelle Vorstellungen und DAS ist auch gut so.

Bleiben wir grad bei der Platte. Eure erste CD hattet ihr in drei Versionen in drei unterschiedlichen Farben herausgebracht. Wäre es nicht ein cooler Gag, das auch für alle weiteren CDs so zu handhaben?
– Casi: Das ist ein cooler Gag, der wirtschaftlich nicht tragbar wäre… Leider!

Die Gesamtauflage verändert sich ja dabei nicht…
– Casi: Rein produktionstechnisch musst du alles dreifach pressen lassen. Das bedeutet auch drei verschiedene Druckmasken usw… Als wir Dreams & Doubts & Fears gemacht haben, haben wir uns diesen Luxus gegönnt. RROYCE ist ein Trio und jede Farbe sollte ein Bandmitglied symbolisieren…
– Kay: Gut, dass wir uns am Anfang nicht auf ein endgültiges Layout einigen konnten…
– Casi: …und dann haben wir uns eben entschieden, eine Limited Edition herauszubringen. Wir machen 100 Exemplare Schwarz, 100 Exemplare Weiß und 100 Exemplare Purpur. Die CDs haben wir dann in eine sogenannte „Jakebox“ gepackt. Das war schon recht aufwändig.
– Kay: Ein Album-Exemplar hat sogar noch ein anderes Inlay als die anderen beiden.
– Casi: Ja, für die Bandkasse ein Desaster. (lacht)

…aber für die Fans der absolute Hit…
– Casi: Ja, na klar. Ob wir das in Zukunft nochmal machen, das wird sich zeigen. Wir sind immer bemüht.
– Kay: …was anderes zu machen…
– Casi: …was Schönes, Neues, Tolles zu machen.

…oder ihr macht drei Versionen mit eurem Gesicht drauf…
– Kay: Wer will das haben?
– Casi: Ich nicht! (lacht)

Also behalten wir das mal im Hinterkopf… Ich mag ja Hörspiele sehr gern. Es gibt eine Serie, wenn man deren CDs nebeneinander im Schrank stehen sieht, ergibt sich ein Gesamtbild…
– Casi: Das find ich toll.
– Kay: Bei den lustigen Taschenbüchern gibt‘s das auch.
– Casi: Das ist ‘ne super Idee, auf jeden Fall.
– Kay: Da müssen wir aber ganz schön viele Alben machen.
– AL: Das dauert noch ein paar Jährchen.
– Casi: Ja, man muss ja leider immer übers Geld reden. Und das ist ja alles nicht so einfach heutzutage. Und – wir haben ja nun auch keinen Goldesel. Leider nicht.

Viel nehmen ja auch Onlineportale weg, wie iTunes, Spotify…
– Casi: Viele verteufeln das. Wir in unserem Status sehen diese Möglichkeiten aber als Plattformen, um unsere Musik zu verbreiten. Wir müssen uns breit aufstellen.

Ihr habt euch ja dem Geist der 80er verschrieben. Habt ihr Vorbilder aus dieser Zeit? Lohnt es sich, Vorbilder zu haben? Oder findet ihr den Geist an sich nur cool?
– Casi: Wir sind ja „Kinder der 80er“ und zum Glück auch musikalisch durch die 80er geprägt. Jeder anders. Das macht‘s halt aus. Wenn Du AL nach seinen Vorbildern fragst, sind das ganz andere, als wenn Kay darauf antwortet oder ich darauf antworte. Wir sind da sehr breit aufgestellt und das ist sehr förderlich für den musikalischen RROYCE-Output.

Kay hat gesagt: „Unter Druck arbeitet es sich am besten.“ Beschreibt das eure Arbeitsweise? Setzt ihr euch Deadlines? Setzt ihr euch an den Wochenenden zusammen und macht dann „Power-Composing“ oder was auch immer?
– Kay: Ja, Deadlines sind immer ganz gut. Das war ja so, dass wir im Prinzip immer hinten angefangen haben: Wann musste das Album fertig sein? Wann ist die Release-Party? Bis dann muss das Album stehen, also fangen wir an. Es gibt eine Deadline und dann muss man halt gucken, wann man Zeit finden kann, sich die Abende und Nächte um die Ohren zu schlagen. Man muss auch die Energie dafür haben. Man kann nicht sagen „in drei Wochen hab ich ein Wochenende frei – und dann zieh ich da was durch und dann kommt was Kreatives dabei raus.“ Man muss dafür auch den Kopf haben.
– Casi: Deadlines sind gut für die Disziplin. Auf jeden Fall. Das nächste Album kommt bestimmt.

Zum Thema Tour: Ihr seid jetzt erstmal bei den Festivals. Ende des Jahres geht ihr mit Eisfabrik auf Tour…
– Casi: Wir sind Special Guest auf der Eisfabrik-Tour. Das ist für uns eine große Ehre. Die Jungs sind an uns herangetreten und haben gefragt, ob wir da Bock drauf hätten. Für uns ‘ne tolle Bestätigung. Da freuen wir uns riesig drauf. Die Jungs sind klasse. Die Chemie stimmt. Wir sehen uns hier auf dem WGT, hängen zusammen ab und haben eine gute Zeit.

Habt ihr eine Headliner-Tour im Hinterkopf?
– Casi: Da träumt jeder von. Wir sind noch nicht soweit, dass wir sagen können: „Wir füllen in den deutschen Städten die Hallen, wenn wir kommen. So weit sind wir noch nicht. Deswegen sind solche Special Guest- oder Support-Touren auch Gold wert, um einfach den Namen RROYCE weiter zu verbreiten.

In der Musikbranche herrscht ein reges Kommen und Gehen. Was ist euer Konzept, um über einen längeren Zeitraum bestehen zu können?
– Casi: Das Zwischenmenschliche muss erst einmal stimmen. Dass alle an einem Strang ziehen – jeder aus einer unterschiedlichen Motivation heraus, aber wir ziehen an einem Strang. Wir haben alle ein Ziel, was wir uns selber definiert haben, beziehungsweise worauf wir hinarbeiten. Wir machen gemeinsam Musik! Gibt es etwas Schöneres?

Seid ihr denn als Projekt gestartet? Habt ihr euch gesagt „Wir sind drei gute Kumpels. Wir machen jetzt mal ‘ne Band.“?
– Casi: Nee, das waren so diese Schnittmengen: Schnittmenge AL und Kay und Schnittmenge Casi und Kay. Wir haben zusammen in verschiedenen Bands gespielt. Und damals war MySpace ganz groß als Medium. Wir haben die Mucke von RROYCE da reingestellt – und wir wollten eigentlich nie damit auftreten. Wir haben dann aber positive Reaktionen aus aller Welt bekommen. Dann rief mich Ende 2012 Kay an: „Haste gehört: In Dortmund ist ein Festival – für die Wave-Gothic-Szene. Da kann man sich bewerben und da hätten wir doch mal wieder einen Auftritt.“ Und ich sagte: „Hey, eigentlich wollten wir doch gar nicht…“ – „Ja schade, ich hab uns aber schon angemeldet“, sagte Kay daraufhin. Der Rest ist Geschichte!

Zum Abschluss hätte ich einige Fragen, auf die ich Euch bitte, schnell und kurz zu antworten:

Fußball?
– Kay: Nicht mein Ding.
– AL: Um Gottes Willen!
– Casi: Olé, BVB.

Auf Tour gehen?
– Kay: Das Beste, was man machen kann.
– Casi: Eine der schönsten Sachen dieser Welt.
– AL: Party!

CD oder Vinyl?
– AL: CD.
– Kay: Am liebsten beides.
– Casi: Ja, am liebsten beides.

Euer Lieblingsinstrument?
– AL: Okulele.
– Kay: Schalmei.
– Casi: (blickt zu Kay) Irgendein Spreizgerät, oder?
– AL: Kontrabass.
– Kay: Ah, schon ein Tasteninstrument.
– Casi: Meine Stimme.
– Kay: Schon Taste, irgendwie.

Massenkompatibilität?
– Casi: Gegeben.
– AL: Find ich okay.
– Kay: Kann man machen.

Interaktion mit den Fans bei Konzerten?
– Kay: Das ist Casis Aufgabe! (lacht)
– Casi: Wichtig.
– AL: Totwichtig!

Karoshi?
– Kay: Leider für viele Alltag.
– Casi: Ist ein Phänomen, das in der aktuellen Zeit halt Gang und Gäbe ist.

Vielen Dank für das tolle Interview! Ich bin dann ziemlich gespannt auf euer Konzert.
– Casi: Wir haben zu danken!

Termine RROYCE:

26.08.2017 Bochum, Freilichtbühne Wattenscheid
02.09.2017 Hannover, SubKultur
01.12.2017 Hameln, Sumpfblume
02.12.2017 Köln, Luxor
08.12.2017 Nürnberg, Der Cult – nightclub & more
09.12.2017 CH-Aarburg, Musigburg
15.12.2017 Stadt Glauchau, Alte Spinnerei
16.12.2017 Dresden, Club Puschkin
22.12.2017 Bochum, Rockpalast
23.12.2017 Hamburg, headCRASH
26.01.2018 Frankfurt am Main, Das Bett
27.01.2018 München, Backstage
02.02.2018 Berlin, Nuke Club
03.02.2018 Wuppertal, Haus der Jugend Barmen / LCB
09.02.2018 Kaiserslautern, Kammgarn
10.02.2018 Erfurt-Bindersleben, Club From Hell
24.02.2018 Gießen, Jokus

Weblinks RROYCE:

Homepage: www.rroyce.de
Facebook: www.facebook.com/RROYCE.official
YouTube: www.youtube.com/channel/UCqy1C09_4yAKVJJ0nuROT1Q

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