ZOOT WOMAN – Absence

GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

8 Gesamtnote

Gesamtnote

Man muss sich nicht stĂ€ndig neu erfinden, etwas anderes machen, nur damit man etwas anderes gemacht hat. Wenn sich ein Status Quo als passend erweist, kann man mit diesem eben auch gut arbeiten, ihn weiterentwickeln, optimieren, auf ein neues Niveau heben usw. Mit all diesen AusdrĂŒcken fĂŒllt sich die Phrasenkasse, aber es beschreibt eigentlich ganz gut das, was Zoot Woman auf ihrem neuen Album Absence machen. Im gleichen Moment wird dabei aber auch nicht versucht, ein Erfolgsrezept zu kopieren, das sich einmal bewĂ€hrt hat – ein zweites Living In A Magazine machen zu wollen, wĂ€re sowieso vermessen. Stattdessen haben die Blake-BrĂŒder hier einfach das gemacht, was sie können und mögen. GrĂŒndungsmitglied Stuart Price war indes kaum dabei und hat nur drei StĂŒcke co-produziert, da er schlichtweg als Produzent sehr beschĂ€ftigt ist.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Elektro-Pop bzw. Synthie-Pop mit Abwechslungsreichtum ist es auch diesmal, auf dem inzwischen fĂŒnften Album der Briten. Dabei ist auch ein sehr persönlicher Touch zu spĂŒren und bei genauerem Hinhören so einige Nuancen. Der persönliche Inhalt wird unter anderem bei Ordinary Face deutlich, das von Einsamkeit und Isolation handelt. Das Nuancen-Reichtum zeigen StĂŒcke wie Haunt Me, das vom Sixties Soul inspiriert ist, der erstaunlich gut mit den elektropoppigen KlĂ€ngen harmoniert. Emotionale Momente gibt es beispielsweise in The World We Found, das sehr emotional begegnet und dabei dennoch angenehm ins Ohr geht, deutlicher auf die TanzflĂ€che geht indes der Sound bei StĂŒcken wie Indecision.

Ein Highlight des Albums wird dabei ein wenig unter den Tisch gekehrt, was wiederum zum Konzept von Absence passt: Ablenkungen sind hier nicht erwĂŒnscht, sodass auch das Cover beispielsweise nur aus der Aufschrift „front cover“ besteht. Hier geht es um den Inhalt. Und so hat man auch auf Aufmerksamkeit erheischende Aufkleber verzichtet, die darauf hinweisen, dass ein StĂŒck mit Kylie Minogue auf der Scheibe zu finden ist. Dabei ist Still Feels Like The First Time ein wirklich gelungenes StĂŒck Elektro-Pop, in das sich die Stimme der SĂ€ngerin sehr gut ergĂ€nzt. Aber es spricht wiederum fĂŒr ein gesundes Selbstbewusstsein, dass Zoot Woman wissen, dass das Album diese Form der Promotion gar nicht nötig hat.

Keine großartigen Überraschungen. Das klingt negativ. Ist aber gar nicht so gemeint, denn es gibt vor allem auch keine negativen Überraschungen. Zoot Woman haben sich auf ihre StĂ€rken besonnen und ein sehr ansprechendes Album erschaffen, das Elektro-Freunden zu empfehlen ist. Dazu noch der Überraschungsmoment mit Kylie Minogue und fertig ist ein schönes Album.

Tracklist ZOOT WOMAN – Absence:

01. Solid Gold
02. Ordinary Face
03. I Said It Again
04. Haunt Me
05. Still Feels Like The First Time (feat. Kylie Minogue)
06. Indecision
07. Gentleman
08. The World We Found
09. Black Fly
10. Driver, Passenger
11. You Said The Day Would Come

Weblinks ZOOT WOMAN:

Homepage: www.zootwoman.com
Facebook: www.facebook.com/zootwomanteam
Twitter: www.twitter.com/zoot_woman

Absence

Preis: EUR 15,99

5.0 von 5 Sternen (1 Kundenbewertungen)

13 neu & gebraucht ab EUR 11,69

Kommentar verfassen