DAVID BOWIE – Cracked Actor (Live Los Angeles ’74)

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Unsere Bewertung

9 Gesamtnote

Gesamtnote

Der Tod David Bowies ist nach wie vor ein großer Verlust fĂŒr die Musikwelt und die Nachfrage ist ungebrochen. So war beispielsweise der Live-Mitschnitt Cracked Actor (Live Los Angeles ’74) beim Record Store Day 2017 das meistverkaufte Album. WĂ€hrend die Sammler sich weiterhin zu Recht ĂŒber ihre an diesem Tag erworbene, streng limitierte Veröffentlichung auf 3 LPs freuen können, erscheint die Aufnahme nun glĂŒcklicherweise auch fĂŒr alle, die am Record Store Day kein GlĂŒck hatten oder eben einfach nur eine Aufnahme auf CD oder in digitaler Form hören möchten. Die CD-Version erscheint dabei zunĂ€chst als limitiertes DigiPak, spĂ€ter wird sie durch eine Standard-Version im Jewel Case ersetzt.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Was einen eigentlich direkt wundert, wenn man diese Aufnahme hört, ist die Tatsache, dass sie tatsĂ€chlich schon deutlich ĂŒber Jahre alt ist. Es begegnen hierbei immer wieder Elemente, die David Bowie ĂŒber all die Zeit immer wieder begleitet haben und dabei auch auf dem letzten zu Lebzeiten veröffentlichten Album Blackstar zu hören waren. Letzteres wird vor allem auf den Saxophon-Passagen deutlich, die auf manchen StĂŒcken auf der Live-Aufnahme gelegentlich in Jazz-NĂ€he geraten (freilich, ohne dabei wirklich Jazz zu sein). Im ruhigeren All The Young Dudes fĂ€llt es auf, aber auch in Aladdin Sane ist der BlĂ€ser-Einsatz deutlich. Vor allem aber ist die Aufnahme eine gelungene Momentaufnahme eines damals bis heute eigentlich zeitlosen KĂŒnstlers.

Dominierend ist auf der Veröffentlichung der rockige Bowie, hin und wieder swingt er dabei auch, balladeske Momente bleiben nicht aus. Hört man schon frĂŒh auf der Veröffentlichung Rebel Rebel, so ist man direkt versucht, mitzugehen. Der Live-Schwung steht dem StĂŒck gut, es macht Spaß, dies zu hören. Auch Suffragette City gehört zu den druckvollsten Momenten des Konzerts. Was auffĂ€llt, ist immer wieder der recht deutliche Saxophon-Einsatz, den man zwar von Bowie – wie bereits erwĂ€hnt – hĂ€ufig gewohnt ist, aber in der IntensitĂ€t dann doch selten ist. Zudem ist auch ein Gitarrensolo zu hören. Man merkt: Nicht nur Bowie selbst, sondern auch seine Band hatte ihren Spaß an dieser Show. Und dieser fĂ€rbt dann eben auch auf den Hörer ab.

Ebenfalls auffĂ€llig ist, welche Anzahl an Klassikern David Bowie bereits im Jahr 1974 hatte. Rebel Rebel wurde ja schon erwĂ€hnt, aber ein Blick auf die Tracklist offenbar da direkt noch viele weitere. Das swingende Changes beispielsweise ist einer davon, das hier ebenfalls in einer gelungenen Live-Version begegnet. Oder auch die Nummer, mit der der Grundstein fĂŒr die Weltkarriere gelegt wurde: Space Oddity. Zwar nicht seine erste Single, aber sein erster Hit, der auch direkt zur Nummer 1 wurde, hier in einer pompösen ausufernden Version dargeboten. Es gibt schlichtweg sehr viel zu entdecken, auf dieser sehr gelungenen Live-Aufnahme. Wenn diese dann mit John, I’m Only Dancing (Again) endet, möchte man direkt von vorne anfangen.

Tracklist DAVID BOWIE – Cracked Actor (Live Los Angeles ’74):

CD 1
01. Introduction
02. 1984
03. Rebel Rebel
04. Moonage Daydream
05. Sweet Thing/Candidate/Sweet Thing (Reprise)
06. Changes
07. Suffragette City
08. Aladdin Sane
09. All The Young Dudes
10. Cracked Actor
11. Rock ‘n’ Roll With Me

CD 2
01. Knock On Wood
02. It’s Gonna Be Me
03. Space Oddity
04. Diamond Dogs
05. Big Brother
06. Time
07. The Jean Genie
08. Rock ‘n’ Roll Suicide
09. John, I’m Only Dancing

Weblinks DAVID BOWIE:

Homepage: www.davidbowie.com
Facebook: www.facebook.com/davidbowie
Twitter: www.twitter.com/davidbowiereal

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