The Kooks – Berlin, Columbiahalle (18.05.2017)

The Kooks, © Markus Werner
The Kooks, © Markus Werner
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Die Luft steht am 18.05.2017, Berlin hat an diesem Donnerstag die 30°C Grenze geknackt. Die Columbiahalle selbst ist noch recht leer, das Publikum drĂŒckt sich bis zum Beginn noch vor der Halle und im dazugehörigen Außenbereich herum. Die meisten haben ein Bier oder wenigstens ein Wasser in der Hand. Eigentlich ganz cool, denn so sieht man mal, wer so alles da ist – und das ist ziemlich eindeutig. Die meisten sind Mitte Zwanzig, haben The Kooks als Teenager gehört und sich jetzt alle in verschiedene Richtungen entwickelt. Da sind die Indiekids, mit engen Hosen und bunten Hemden, die BWL Schnösel in ihren Segelschuhen und Hippies mit langen Röcken und Federn im Haar. The Kooks sind auf ihrer Best of…so far Tour. FĂŒr die Vorband Blossoms hatten die meisten noch nicht so viel Gehör, denn in der Columbiahalle ist es noch wĂ€rmer als draußen – also lieber noch mal durchatmen bevor der Abend richtig losgeht.

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The Best Of… So Far

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Um 21 Uhr ist es dann soweit, hinter einem weißen Vorhang zeichnen sich vier Gestalten ab, Spannung wird mit dramatischen BassklĂ€ngen aufgebaut und nach fast quĂ€lenden Minuten des Wartens fĂ€llt der Vorhang fĂŒr The Kooks!

Luke Pritchard (Gesang, Gitarre), Hugh Harris (Gitarre), Peter Denton (Bass) und Alexis Nunez (Schlagzeug) eröffnen das Konzert mit guter Laune. Die Menge tobt, alle tanzen. Alle tanzen? Na okay, irgendwie wird das Publikum am Anfang nicht so richtig warm. Liegt es daran, dass The Kooks erst mal ausschließlich Songs aus ihrem zuletzt erschienen Album Listen (2014) spielen? Zumindest scheinen die meisten bei den „neueren Songs“ noch nicht ganz so textsicher zu sein – und die sind mittlerweile ja auch schon 3 Jahre alt. Das scheint FrontsĂ€nger Luke Pritchard auch mitzubekommen und fragt die Menge nach wirklich JEDEM Song „How are you feeling tonight?“. GlĂŒcklicherweise springt das Publikum darauf an und jubelt ihm jedes Mal zu. Nach einer halben Stunde geht es dann Schlag auf Schlag, The Kooks hauen einen Ohrwurm nach dem anderen raus: Seaside, Naive, Ohh La, She moves her own way, Shine on, Junk of the Heart (Happy), You don’t love me… und damit haben die Jungs aus Brighton ihr Publikum endgĂŒltig! Die Songs werden aus tiefstem Herzen mitgesungen wie Hymnen, alle liegen sich in den Armen (und selbst die schwitzige Hitze ist dabei ganz vergessen). Zum Schluss sind alle berieselt und glĂŒcklich. Denn auch das kann die Musik von The Kooks: GlĂŒcklich machen!

Doch ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Es ist klar geworden, warum die Tour Best of…so far heißt. Es ist nicht ganz sicher ob The Kooks sich selbst nach Alben wie Inside In/Inside Out (2006), Kong (2008) und Junk of the Heart (2011) irgendwann noch einmal Â ĂŒbertreffen können! Warten wir es ab…

Fotos: Markus Werner

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