THE ALAN PARSONS LIVE PROJECT – D├╝sseldorf, Mitsubishi Electric Halle (26.05.2017)

Alan Parsons Live Project, (c) Ant Palmer
Alan Parsons Live Project, (c) Ant Palmer
Gesch├Ątzte Lesezeit: 4 Minute(n)

Wohl jeder Musikliebhaber ├╝ber 40 kennt St├╝cke wie Games People Play, Lucifer oder Eye in the Sky von The Alan Parsons Project, sind es n├Ąmlich Songs f├╝r die Ewigkeit, denn der ehemalige Tontechniker der Beatles, Pink Floyd oder Barclay James Harvest hat mit seinem Partner Eric Woolfson Welthits geschrieben. Eben diese und viele mehr pr├Ąsentierte Parsons mit seiner Liveband in der Mitsubishi Electric Halle in D├╝sseldorf. P.J. Olsson (Vocals), Dan Tracy (Guitars), Danny Thompson (Drums), Guy Erez (Bass), Tom Brooks (Keyboards), Todd Cooper (Saxophone/Vocals) und Alan Parsons (Guitars, Keyboards, Vocals) brachten die Fans in Verz├╝ckung und unterhielten sie ├╝ber zwei Stunden lang mit ihrer mitrei├čenden Show.

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Punkt 20:10 Uhr war endlich der Start des Konzertes, kurz nachdem das Publikum auffordernd zu klatschen begann. Die fast ausverkaufe Mitshubischi Electric Halle fing an zu brodeln und die Herzen der 30-60 j├Ąhrigen Fans h├╝pfte, als die Band auf der B├╝hne erschien und ein instrumentales Intro spielte, bevor Mr. Alan Parsons mit erhobenem Haupt und Glitzerjacke auf die B├╝hne glitt. Don’t answer me war der erste Hit, den die Band brachte und bereits zeigte, dass f├╝nfstimmiger Gesang kein Problem f├╝r die Musiker darstellte. Guy Erez am Bass konnte zum ersten Mal punkten, in dem er bei Psychobabble eine coole Bassline zupfte und dabei von Saxophonist und Percussionist Todd Cooper unterst├╝tzt wurde. Besonders mitrei├čend war der psychedelische Mittelteil des St├╝ckes mit Percussions, Synths und treibenden Drums. Time, der zeitloser Klassiker wurde in violett-blaues Licht geh├╝llt und Cooper intonierte das im Original von Eric Woolfson gesungene Lied mehr als beeindruckend. Es wurde wieder Zeit f├╝r ein Instrumental und Alan Parsons kam von seinem ÔÇ×ThronÔÇť herunter, um am Keyboard Luciferana zu spielen – ein Medley aus Lucifer und Mammagamma – um die Zuschauer zum Klatschten zu bringen. Erstgenannter Song ist besonders den deutschen Fans als Titellied des Politmagazins ÔÇ×MonitorÔÇť bekannt.

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Gitarrist Dan Tracy hatte nun die Gelegenheit, den Track Days Are Numbers zu singen und er tat es mit solcher Wonne, dass dieser weniger bekannte Song zu Leuchten begann. Den ersten G├Ąnsehautmoment des Abends gab es dann mit Limelight, der dem leider zu fr├╝h verstorbenen Eric Woolfson gewidmet war, erneut gesungen von Cooper. Aber auch Parsons durfte ans Mikrofon, als er den Smasher Prime Time zum Besten gab, was den Fans sichtlich gefiel, schaute man in deren Gesichter. Die Band-Demokratie sorgte daf├╝r, dass jeder Musiker gl├Ąnzen durfte und auch Keyboarder Tom Brooks hatte sein Solo, als er mit seinem Stagepiano ein weiteres Medley aus The turn of a friendly card oder Beethovens 5. aus den Tasten zauberte. Einfach ein genialer Mittelpart des Songs. Anschlie├čend wandte Alan sich zum Publikum und z├Ąhlte auf, was alles im Jahre 1977 passierte: ein Low Budget Film namens Star Wars kam in die Kinos, der erste Apple Computer wurde verkauft und das zweite The Alan Parsons Project Album namens I Robot wurde ver├Âffentlicht. Im folgenden spielte die Band das komplette Album beginnend mit dem instrumentalen Titelst├╝ck, I wouldn┬┤t want to be like you (mit einem funky Wah Wah Bass Solo von Guy Erez), Some other time, Breakdown, dem wunderbaren Don’t let it show (mit immer schneller werdendem Beat, bei dem alle Musiker nach vorne kamen und das Publikum zum Mitklatschen animierte), The Voice (bei dem sogar der Stagemanager der Band ein Violin Solo spielte), Nucleus (der mit wabernden Synthies und schattenhafter Lichtshow f├╝r Atmosph├Ąre sorgte), sowie Day After Day und die Instrumentals Total Eclipse und Ch.1 V.32, die f├╝r Standing Ovations bei den Fans sorgten. Wahrlich ganz gro├čes Kino.

Die Parsons Anh├Ąnger wollten sich nicht mehr niederlassen und so genossen sie weitere Klassiker wie Sirius und Eye in the Sky, sangen und feierten mit, riefen Zugabe und rockten mit der Band zu (System of) Dr. Tarr and Professor Fether vom ersten Parsons Album Tales of Mystery and Imagination von 1976. Allzu schnell verging die Zeit und schon brachten die Musiker ihre letzten St├╝cke Games People Play (ein Song, den jeder kennt, der gute Popmusik zu sch├Ątzen wei├č) und als letztes St├╝ck eine der besten Balladen aller Zeiten, n├Ąmlich Old and wise, bei dem im wahrsten Sinne des Wortes kein Auge trocken blieb. The Alan Parsons live Projekt verlie├čen die B├╝hne, aber ihre Musik wird f├╝r immer in den Herzen der Fans bleiben.

Setlist THE ALAN PARSONS LIVE PROJECT D├╝sseldorf, Mitsubishi Electric Halle (26.05.2017)

01. Damned If I Do
02. Don’t Answer Me
03.Time
04. Psychobabble
05. Luciferama
06. Days Are Numbers (The Traveller)
07. Standing on Higher Ground
08. Limelight
10. Prime Time
11. I Robot
12. I Wouldn’t Want to Be Like You
13. Some Other Time
14. Breakdown
15. Don’t Let It Show
16. The Voice
17. Nucleus
18. Day After Day (The Show Must Go On)
19. Total Eclipse
20. Genesis Ch.1 V.32
21. Sirius
22. Eye in the Sky
23. (The System of) Dr. Tarr and Professor Fether (Z)
24. Games People Play (Z)
25. Old and Wise (Z)

Fotos: Ant Palmer

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